Falls ihr euch wundert, dass ich gerade in den Überschriften oft englische Begriffe benutze – wie heute “News” – dann liegt das daran, dass das Englische Dinge oft kürzer umschreibt. Und weil die Überschrift in der Sidebar, wo die letzten Kommentare zu sehen sind, auftauchen, versuche ich immer sie so kurz wie möglich zu halten. An sich müsste ich heute schreiben: Durch den Höchster Stadtpark zur Nidda und zurück ;-)
Wir haben es heute nicht nur trocken sondern – oh Wunder – auch mal wieder sonnig. Nicht sehr und nicht ständig, aber so, dass man von schönem Herbstwetter reden kann. Also bin ich zwischen Wochenendeinkauf und samstäglichem Kaffeetrinken zu einem ausgiebigen Spaziergang aufgebrochen. Zunächst durch den Höchster Stadtpark, wo heute mal ausnahmesweise keine Nilgänse dafür aber regelrechte Herden von Graugänsen zu finden waren.
Diese hier weideten auf der Wiese direkt vor meiner früheren Schule (Helene Lange -Schule)
Auch Enten waren endlich mal wieder auf dem großen Weiher zu sehen . . . und nicht nur im Wasser! Als sie mich kommen sahen, kamen sie aus dem Wasser raus und sind mir über die Wiese rund um den Teich gefolgt. Die waren wohl fest davon überzeugt, dass ich doch irgendwann mal Futter ausstreuen würde. Das war zum Piepen. Ich fühlte mich richtig verfolgt.
Sehen die Entenschnäbel nicht beinahe wie ein zweites Gesicht aus?
Spiegelung
Für den Baum mit dem weißen Kranz drumherum, bin ich über die Wiese gelaufen. Von weitem sah das aus wie ein
Baum, der im Frühling seine Blüten verliert. Es waren aber nur die Blätter, deren Rückseiten auffällig weiß sind.
Hier stand ich auf der kleinen Brücke zwischen den Weihern und ein gutes Dutzend Graugänse war mir gerade
zuvor über den Kopf hinweg gerauscht. Als ich das Geräusch über mir hörte, war es schon fast zu spät, um
noch auf den Auslöser zu drücken. Ich hätte sie gerne näher erwischt.
Noch ein Flugobjekt – der kleine Drachen konnte wohl aus dem hohen Baum nicht mehr gerettet werden.
* * *
Ich habe noch mehr Bilder aus dem Stadtpark, aber das wäre dann zuviel des Guten. Weiter ging es Richtung Nidda und der Weg hatte für mich heute eine echte Überraschung parat. Vor dem Gelände des Höchster Schwimmvereins (oder dahinter, wie man’s nimmt) befindet sich ein seit Jahren hermetisch abgeriegelter Bereich: das ehemalige Höchster Niddabad. Dieses Gelände liegt seit langem im Dornröschenschlaf und wenn man danach googelt findet man nichts mehr darüber. Es war zu Zeiten meiner Eltern ein Freibad, das von der Nidda gespeist wurde. Mit der zunehmenden Verschmutzung ließ sich das Bad nicht mehr halten und wurde dicht gemacht. Es gibt immer mal wieder Vorstöße es wieder zu eröffnen und sei es nur als Licht und Luftbad, Freizeitgelände oder was auch immer. Aber es tut sich nichts. Als ich dort heute vorbei kam, war das Tor ein kleines Stück offen. Natürlich musste ich hineingucken. Das Becken liegt dort nun mit Wasser gefüllt wie ein See, idyllisch umgeben von Schilf, Rohrkolben und hohen Bäumen – ein Traum.
Es muss jemand auf dem Gelände gewesen sein, denn es stand ein Auto vor dem Tor und eines drinnen. Aber ich konnte niemanden entdecken, sonst hätte ich sofort gefragt, ob ich mich umsehen darf. So bin ich wieder raus, denn die Gefahr eingeschlossen zu werden – man gerät schnell aus dem Blickbereich des Tores – war mir doch zu groß. Als ich später dort wieder vorbei kam, war das Tor auch schon wieder zu.
Weiter ging’s direkt zur Nidda und zwar zum ehemaligen Höchster Niddawehr. Inzwischen steht hier nur noch ein Turm und der bleibt wohl auch. Die Nidda wird auch hier weiter renaturiert und das Wehr wurde eingerissen, damit Fische auch wieder niddaaufwärts schwimmen können. Es gab wohl einige massive Prostest gegen den Abriss von wegen “ist ein Kulturdenkmal usw.”, aber ich bin froh, dass diese Proteste die Renaturierung nicht aufhalten konnten. Ein Schmuckstück war das Wehr in meinen Augen sowieso nie. Die neue Brücke ein paar Meter hinter der Einmündung des Sulzbachs in die Nidda steht schon und die Bauarbeiten sind in vollem Gange. So wie heute renaturiert wird (und wie auch das Überflutungsbecken ganz in der Nähe gestaltet wurde), bin ich sicher, dass das hier mal ein Schmuckstück mit ökologischem Nutzwert wird.
Links oben: die Einmündung des Sulzbachs, rechts oben der übrige Wehrturm;
links unten die neue Brücke, rechts unten die Baustelle unterhalb des Turms.
So ihr Lieben, ich wünsche euch weiterhin ein schönes Wochenende und uns allen, dass es ein sonniger Sonntag wird.









Nur noch dünne Eisflächen bedecken auch diesen Weiher
Früher wurden hier Flächen für die Wasservögel freigehalten
Bild vom 11. November 2009 –