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Geradelt

. . .  bin ich und zwar weit mehr als ich vorhatte. Denn – o Wunder – am Nachmittag wurde es plötzlich richtig schön, die Sonne schien, es war plötzlich wieder warm und der Sturm wurde zum mehr oder weniger kräftigen Wind. Dieser hätte beinahe doch noch dazu geführt mich zu Hause zu halten, denn heute ist der erste Tag, an dem mir die Magen-Darm-Grippe keine Probleme mehr macht und sich auch das Knie wieder gut anfühlt. Aber so richtig fit ist man dann ja doch noch nicht. Aber mir fiel die Decke auf den Kopf. Mann nicht da, Söhne nicht da, kein Auto, um gemütlich irgendwo hin zu fahren – also was? Im Grunde dachte ich nicht, dass ich länger als maximal eine halbe Stunde unterwegs sein würde, aber dann wurden drei Stunden daraus. Mal schaun, was morgen Muskeln und Gelenke sagen :-(

Jahrhunderthalle

Zunächst ging’s stramm mit fürchterlichem Gegenwind *keuch* (und leicht bergauf zudem) auf der alten Elisabethenstraße parallel zur A66 Richtung Zeilsheim, hinter mir die Skyline und  Unterliederbach, vor mir die Felder, linkerhand – also gen Süden – der Industriepark und der Main, rechterhand die A66 mit Blick Richtung Taunus. Tolle Wolken bedeckten den Himmel, teilweise aber auch bedrohlich finster – aber das Wetter hat gehalten.

Skyline

Auf diesem Bild kann man wieder gut erkennen, wie unglaublich stark die Entfernungen die Perspektive verändern. Direkt hinter den Feldern sieht man noch die neuen Häuser von Unterliederbach mit einem der Baukräne – maximal 1 km entfernt – und dann schon die Skyline, viele Kilometer weiter weg.

Altstadtschild

Von meinem Weg parallel zur A66 konnte ich nun auch mal eines der neuen Hinweisschilder auf unsere historische Altstadt fotografieren, die ich bislang immer nur aus dem Auto heraus gesehen hatte. Seht ihr das Mainzer Rad auf dem Schild. Das ist das frühere Höchster Wappen und man findet es eigentlich überall, wo die Mainzer Bischöfe und Kurfürsten mal ihre Finger im Spiel hatten (Kurmainz) – so auch in Aschaffenburg. Wenn ihr nochmal einen Blick auf die Schlossturmuhr werft, dann findet ihr dort das Mainzer Rad neben den weißen Lilien.

Nach einer Weile bin ich umgedreht und konnte es nun fast bequem rollen lassen. Über mir wurde es immer dunkler und ich wollte schleunigst nach Hause.

AutobahnrosenWildrosen neben der Autobahn

Als ich dann wieder an der Bahnlinie angekommen war, wurde es wieder heller und die Muskeln fühlten sich eigentlich ganz entspannt an. Also gen Westen, wieder leicht bergauf, den Großen Feldberg im Blick.

Großer Feldberg und AltkönigGroßer Feldberg und Altkönig (den Blick hatte ich neulich schonmal kontrastreicher)

Hier musste ich erst die Bahnlinie queren, dann kurz darauf die L3016 (Schmalkaldener Straße), um auf der anderen Seite wieder zwischen Unterliederbach und dem Main Taunus Zentrum anzukommen.

Zwischen Bahn und Landstraße

Obwohl ich ich immer noch recht fit war, kreisten schon die Geier über mir – oder vielleicht doch nur die Mäusebussarde . . . ?  Endlich ging’s dann doch ganz gemütlich am Liederbach zurück, der nicht gerade unerwartet aber doch zum rot im Kalender anstreichen richtig gut Wasser führt. Normalerweise ist er im Juli so gut wie ausgetrocknet. Am Weg blühen Springkraut, Berufkraut, Glockenblumen und anderes mehr. Leider ist der Weg im Moment ziemlich zugewachsen und man muss sich vor den Brennnesseln in Acht nehmen.

Am Liederbach

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Glockenblumen

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Fast wieder zu Hause

Fast wieder zu Hause und auch ihr seid gleich erlöst . . . kommt nur noch ein Minivideo,
sowas, das mir immer zum Wet Picture Mittwoch fehlt ;-)



Genau richtig

. . . für meine speziellen Wettererwartungen an den Sommer verlief der heutige Tag dann wider Erwarten doch noch. Es blieb bei angenehmen Temperaturen von ca. 25°C, es blieb bis gegen 20 Uhr auch trocken und es wehte immer ein leichter Wind – großartig! So könnte es ruhig bleiben. Nach einem kurzen Schauer zur Tagesschauzeit wurde es schnell wieder schön, und so bin ich um 21:30 Uhr nochmal  kurz durch die Felder.

Abendsonne auf den FeldernFelder zwischen Bahnstrecke Höchst – Königstein in Richtung Hunsrückstraße/Heimchenweg

TaunusbahnDa fährt sie – die Bahn in den Taunus . . . die Felder hier sind schon auf der anderen Seite.

So richtig knackig kam der Sonnenuntergang heute leider nicht daher. Das war ein bisschen schade. Dafür entschädigten mich wieder grandiose Wolkentürme, die immerhin zum Teil recht spektakulär angestrahlt waren.

Sonnenuntergang Richtung KelkheimSonnenuntergang Richtung Kelkheim

Sonnenuntergang Richtung HofheimSonnenuntergang Richtung Hofheim

Neubaugebiet "Blumenwiese"

Unterliederbachs aktuelles, westlichstes Neubaugebiet “Blumenwiese” macht schnelle Fortschritte -
die tollen Wildblumenwiesen vergangener Sommer bleiben dabei aber auf der Strecke :-(

Wolkenpuff über dem Nachtigallenweg

Wolken über dem Nachtigallenweg – da war ich schon wieder auf dem Rückweg, seit ein paar Minuten
bereits wieder rabenschwarze Wolken direkt über mir. Aber ich bin noch trocken nach Hause gekommen.

Für den morgigen Mittwoch und Tinas Himmelsprojekt habe ich mir noch ein paar Bilder aufgehoben. Ich wünsche euch . . . ach je, es ist ja schon wieder 22:30 Uhr – egal noch einen schönen Restabend und/oder eine gute Nacht!

GEO – “U”

Ein Projekt von Quizzy – heute das “U”

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Nun komme ich endlich auch zu meinem “U” und habe mich kurzerhand für Unterliederbach entschieden, den Frankfurter Stadtteil, in dem ich wohne. Ich schreibe oft genug über Höchst, weil Unterliederbach mit Höchst fast eine Einheit bildet, ich mich sehr zu Höchst hingezogen fühle und sowieso kein Mensch Unterliederbach kennt :-) Höchst hingegen schon. Nun aber Unterliederbach! Ich darf mich mal selbst zitieren (aus meiner Homepage): “Unterliederbach ist der nordwestlichste Stadtteil Frankfurts und der Stadtteil, in dem ich selbst aufgewachsen bin und lebe. 1917 wurde Unterliederbach nach Höchst am Main eingemeindet, 1928 gemeinsam mit Höchst nach Frankfurt am Main. Unterliederbach hat sich in den vergangenen hundert Jahren ständig vergrößert und verändert . . . “

Der gemütlichste Teil ist der alte Ortskern mit der alten Dorfkirche, Fachwerkhäusern, bäuerlichen Anwesen und kleinen Gassen.

Die Liederbacher Straße im alten Ortskern

Südlich schließt sich an den alten Ortskern die Bebauung aus dem frühen bis mittleren 20. Jahrhundert an, die noch weiter südlich direkt in den Stadtteil Höchst übergeht. Dazu gehört z.B. das sog. “Vogelviertel”, in dem auch wir wohnen. Der Name Vogelviertel bezieht sich auf die Straßennamen. Da es hier aber noch viele große Gärten mit alten Bäumen und dichter Bepflanzung gibt, haben wir auch tatsächlich sehr viele Singvögel.

Frühling im Wachtelweg – direkt hinter unserem Garten

Fast der gesamte Südwesten des Stadtteils zeichnet sich durch gute bis sehr gute Wohnlagen aus, es gibt viele alte Villen, Einfamilienhäuser und die inzwischen restaurierten und modernisierten alten Arbeiterhäuschen der früheren Hoechst AG. Aber Unterliederbach hat nicht nur Schokoladenseiten. Weiter nach Osten hin liegen die eher  “problematischen” und unbeliebten Wohnviertel, lange Zeit geprägt durch öde Billigbebauung, die amerikanische Mc Nair Kaserne in direkter Nachbarschaft, Klinikum, Friedhof etc.  Das Alles unterliegt jedoch einem stetigen Wandel. Und während nun der Osten langsam attraktiver wird, hat man dem Westen zuletzt mit der vor sich gammelnden “Parkstadt” ein Kuckucksei ins Nest gelegt. Immerhin gibt es ganz im Westen Unterliederbachs die überregional bekannte Ballsporthalle, die sich seit Kurzem Fraport-Arena nennt *hüstel*. Nun hat die Halle zwar einen pompösen Namen, dafür aber die schöne bunte Bemalung eingebüßt, die man auf meinem Foto noch sehen kann.

Die Ballsporthalle bevor sie “Fraport-Arena” wurde

Im Westen und im Norden sind wir auch noch von reichlich Grün in Form von Wiesen und Feldern umgeben, auch wenn man letztendlich irgendwo immer auf die A66, eine Bundestraße oder eine Eisenbahnlinie stößt. Das bedeutet, dass wir großstadtnah aber dennoch ländlich wohnen und verkehrstechnisch bestens angeschlossen sind. Den Taunus haben wir vor der Haustür, ebenso Main und Rhein als Flußlandschaften.

Der Norden – im Hintergrund der Taunus

Im Feld – auch ziemlich direkt hinter unserem Wachtelweg

Woher das “Vogelviertel” in Unterliederbach seinen Namen hat