Schlagwort-Archiv: Zaubernuss

Eben

. . .  verzieht sich der Nebel (11 Uhr) – der Himmel wird blau und die Sonne kommt hervor – wie schön! Nur blöd, dass ich nachher nochmal zum Augenarzt muss und dort auch noch die Pupillen geweitet kriege. Damit kann ich dann den Rest des Nachmittags zumindest für’s Fotografieren abschreiben. Naja – man kann nicht alles haben. Das schöne Wetter soll ja ein paar Tage halten. Ich hoffe, dass das auch stimmt. Leider sind im Garten schon ganz viele Blätter gefallen. Meine Zaubernuss allerdings prangt zusammen mit den Blättern einer Hosta immer noch in den schönsten Farben.

Blauer Himmel - endlich!Blauer Himmel – endlich!

HerbstbuntesHerbstbuntes – Zaubernuss und Hosta

Ups – falscher Blog eigentlich – na, ist ja irgendwie auch egal.

18:45 Uhr: Also mit Blogrunden wird’s wohl heute nichts mehr, ich sehe immer noch verschwommen. Aber es ist alles okay – die Linsen sitzen perfekt, es gibt nichts Auffälliges. Alles was an der Netzhaut schonmal gelasert wurde, ist unauffällig, ebenso mein seltsamer linker Augennerv, der seit jeher mit markscheidehaltigen Fasern Aufmerksamkeit erregt – alles bestens. Nun liegt’s an mir, ob ich mir doch noch eine einfache Gleitsichtbrille machen lasse oder nicht. Die würde ich dann zum Fotografieren aufsetzen, um schneller vom Fixieren des Objektes zum Fixieren des Displays wechseln zu können. Sie würde aber auch den gewollten Unterschied in der Sehschärfe zwischen dem rechten und dem linken Auge aufheben, und ich bin mir nicht sicher, ob das so gut ist. Damit habe ich ja nach wie vor leichte Probleme, aber es hilft mir den größten Teil der Zeit und bei den meisten Beschäftigungen ganz ohne Gläser auszukommen. Ich befürchte, dass mich das Wechseln zwischen Brille und Nichtbrille doch sehr irritieren könnte. Tja – ich werd noch ‘ne Nacht drüber schlafen oder auch länger. Das Rezept dafür wird ja nicht schlecht.

Eisschleier

. . . bedecken heute Morgen tasächlich auch mal wieder den unteren Bereich des Gartenteiches.

Ein Fächer aus Eis

Oben sprudelt aber die Quelle munter vor sich hin und die Brunnenkresse scheint sich wohl zu fühlen.

Das Gänseblümchen wartet noch auf den Morgenkuss der Sonne.

Im Vorgarten bei der Zaubernuss ist die Sonne schon angekommen.

Ausgelesen: Drop City

  Drop City – das Buch, das mein Sohn für eine Abipräsentation auf englisch gelesen hat, habe ich nun ebenfalls, aber auf Deutsch, gelesen. Im Großen und Ganzen hat es mir gefallen. Es ist eine sehr gute Gesellschaftsstudie der amerikanischen Hippiezeit in den 1960er Jahren. Es ist in der Wortfall manchmal sehr deftig, aber mittlerweile ist man Schlimmeres gewohnt.  Ich musste nur ab und an schmunzeln bei dem Gedanken, dass dies Abilesestoff ist – allerdings sind diese Abiturienten ja allesamt Erwachsene auf dem zweiten Bildungsweg. Für mich war das Buch deshalb interessant, weil ich ja in dieser Zeit aufgewachsen bin und die Hippiekultur irgendwie doch zumindest über die Musik mitbekommen habe. Und bis heute krieg ich romantische Gefühle, wenn ich Scott McKenzies “San Francisco” im Radio höre (obwohl ich inzwischen in San Francisco war und die Flower Power Zeit längst vorbei ist.)  Die Hippies in meiner Erinnerung sind aber sicher keine realen Hippies. Sie vermischen sich mit der Studentenbewegung in Deutschland, mit John Lennon und Yoko Ono, sie sind vor allem ziemlich politisch und nur eher nebenbei bekifft.  Die amerikanischen Hippies in Drop City sind hingegen meistens bekifft und ziemlich – um nicht zu sagen – total unpolitisch. Ich fand das Buch extrem ernüchternd.  Ich will das jetzt nicht weiter ausführen – der Teufel will’s und irgendwer liest das dann hier und wirft Andi schließlich noch irgendwas vor, bevor er seine Präsentation über die Bühne gebracht hat.

Aber ich glaube, ich werde mir nach Drop City noch weitere Bücher von T.C. Boyle vornehmen. Ich habe mich inzwischen etwas mit dem Autor befasst, von dem ich vorher allenfalls mal den Namen gehört habe, und ich denke es lohnt sich, ihn näher kennen zu lernen. – Amerika ist sowieso immer wieder so ein Thema. Gestern Abend sah ich eine Sendung, in der ich Reden des im Moment aussichtsreichsten republikanischen Präsidentschaftsbewerber hörte. Der Mann heißt Rick Perry, ist derzeit Gouverneur von Texas und ein absoluter Anhänger der Bushs. Er ist für die Todesstrafe, gegen Abtreibung und Homosexuelle – vermutlich auch gegen Farbige, nur kann er das im Moment noch schlecht sagen. Mir wird übel, wenn ich mir vorstelle, dass so einer nach Obama Präsident wird. Schlimmer wäre vermutlich nur noch so eine Tea-Party Hausfrau.

* * *

Die Blätter der Zaubernuss (Hamamelis) im Vorgarten

* * *

Zum Thema Wetter heute siehe “Mogelpackung” im Gartenblog