Unser Gehör

. . .  ist doch ein seltsam unzuverlässiges Sinnesorgan. Ich höre sehr gut, manche behaupten, ich höre das Gras wachsen ;-)  Aber heute Nachmittag/Abend habe ich wieder einmal festgestellt, dass es mir öfter mal nicht möglich ist, eine Schallquelle genau zu orten. Ab dem späteren Nachmittag bis eben gegen 21 Uhr wurden wir von irgendwoher mit Rockmusik beschallt – mal lauter, mal leiser – wohl je nachdem, wie der Wind den Schall verblies. Aber ich konnte definitiv nicht sagen, wo es her kam. Mal schien es mir von irgendwoher den Heimchenweg aufwärts, mal im Gegenteil den Heimchenweg abwärts zu kommen. Stefan meinte, es könne auch von der Ballsporthalle kommen – wieder eine andere Richtung. Früher hätte ich gesagt, dass Riesenhubers ihr Sommerfest feiern, aber ich glaube, für diese Art von Musik sind sie nicht mehr jung und der Herr Riesenhuber auch nicht mehr prominent genug. Egal – aber es ist schon so: wenn ich etwas sehe, dann ist die Richtung klar, wenn ich etwas höre, noch lange nicht.

Weg zum Main

Der Tag heute war richtig schön – vor allem nicht zu heiss. Am frühen Nachmittag bin ich ausgiebig am Mainufer zwischen FF-Griesheim und dem Gutleutviertel spazieren gegangen. Erinnert ihr euch an die krachenden Eisschollen im Winter? Heute sah es dort ganz anders aus – jede Menge Yachten lagen am Ufer, einige Angler waren zu sehen und sogar zwei Leute, die verbotenerweise dort im Main schwimmen waren. Das heißt, ich weiß nicht, ob es definitiv verboten ist, aber es wird immer wieder vor gefährlichen Unterströmungen gewarnt. Man kann im Main baden, aber nicht unbedingt hier.

Yacht Martinique

Am Main - Collage

Die Grünanlagen hier sind nicht unbedingt der letzte Schrei verglichen mit denen der Innenstadt oder dem Flair das FF-Höchst mit Schloß und Stadtmauer zu bieten hat, aber trotzdem zum Laufen ganz schön.

Am Main mit GrillplatzImmerhin gibt es reichlich Spielplätze, Grillplätze und Bänke.

Yachten am Griesheimer Ufer

Altes Haus am Main

FF-Griesheim gilt nicht unbedingt als schicke Wohngegend, eher ganz im Gegeneil, aber da unten am Main gibt es doch ein paar schöne alte Häuser. Und da “Wohnen am Fluß” auch wieder ganz “in” ist, werden jetzt auch immer wieder ein paar ganz schöne neue Häuser gebaut, aber keine Villen mehr. Das ist nicht mehr zu bezahlen.

Getrocknete Blüte (Angelicawurz?)

Am Wasser

* * *

Am Abend war ich dann noch bis zur Dämmerung im Garten am Werkeln. Es gibt nichts Neues, was man fotografieren könnte, nur viel Arbeit und auch reichlich Ideen, was ich verändern möchte. So manches, was ich z.B. rund um den Teich gepflanzt habe, um ihn schnell zu begrünen, muss wieder weichen, weil es nicht wirklich zusammen passt. Und im Vorgarten ist inzwischen alles viel zu dicht. Ich sehe viel Arbeit auf mich zu kommen. Und meine Idee mit dem “Ort der Sinne” lebt wieder auf – ein Platz mit Duftpflanzen und einer kleinen Feuerstelle. Mal sehn – irgendwann wird auch das noch.

3 Gedanken zu „Unser Gehör

  1. Anke

    Hallo, liebe Elke,
    eine wunderschöne Fotocollage zeigst du hier in deinem Blog. Komme gerne hierher! Auch deinen Gartenblog besuche ich sehr gerne. Wenn ich auch nicht immer kommentiere, aber ich schaue doch hin und wieder rein.

    Beobachte mal dein Gehör. Die Windrichtung kann dich auch irritiert haben. Ansonsten lasse es von einem Facharzt überprüfen.

    Dir noch einen schönen Restsonntag.
    Liebe Grüße, Anke

  2. Jutta

    Liebe Elke,

    mit Deinen Aufnahmen hast Du die sommerliche Atmosphäre am Main wunderschön eingefangen. Morgen will ich auch mal wieder einen Spaziergang machen. Mal sehen, was mir so alles begegnet.

    Liebe Grüße und einen schönen Sonntag

    Jutta

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