Nun bin ich soweit. Erinnert ihr euch an meinen Niddaspaziergang vom Wochenende (Auf den Spuren des Bibers)? Da stand ich vor meinem anvisierten Motiv für dieses Jahr, konnte mich aber so wenig festlegen wie Herr Gabriel, wenn es um die Kanzlerkandidatur geht. Außerdem schien mir die tiefstehende Sonne ins Objektiv, und ich dachte mir, na abwarten, hast ja noch Zeit. Und als dann heute so viel Schnee runterkam, bin ich nochmal los. Einfacher war es diesmal auch nicht, denn die Lichtverhältnisse waren extrem schlecht. Diesmal gar keine Sonne, eher finster. Aber nun habe ich mich dann doch festgelegt: Mein Januarbild für Christas Projekt „12 x 1 im Jahr“:
Es ist der Blick auf die kleine Bucht mit Bäumchen, die nach dem Rückbau des Höchster Niddawehrs entstanden ist. Zwar stört mich der Strommast ein bisschen (sehr), aber ich habe tapfer der Versuchung widerstanden, ihn zu retuschieren. Ich mag diese Stelle sehr und deshalb wird es mir nicht schwerfallen, dort mindestens einmal im Monat vorbeizuschaun. Auf dem Weg vom Höchster Stadtpark zur Nidda bin zweimal durch die Kleingärten, dort wo im Herbst immer das Fallobst liegenbleibt. Jetzt im Winter versammeln sich dort Amseln und Stare – für die Vögel das reinste Schlaraffenland.



Der Amselmann zögert noch, die Stare sitzen schon wieder auf den umliegenden Bäumen. Und kommen zurück, sobald ich mich ein paar Schritte entfernt habe.
Anders als am Wochenende, als trotz der klirrenden Kälte viele Reiher in der Gegend herumstanden, habe ich heute nur einen gesehen. Und der arme Kerl sah ganz schön zerzaust aus.
Viele Enten und Teichrallen waren unterwegs, ein Schwan und ein Erpel, der seine Herzensdame beim Begattungsakt beinahe ertränkte. Kam mir jedenfalls so vor.
Mal zur Abwechslung ein Landschaftsfoto. Die kugeligen und stacheligen Früchte des Amberbaums machen sich im Winter als Fotomotive auch sehr gut:

Und zum Schluß noch ein aufmunternder roter Farbklecks im tristen Wintergrau:
Schaun wir mal, wie sich das Wetter weiterentwickelt. Am Nachmittag fing es ja schon ein bisschen an zu tauen. Was sagt denn das Thermometer jetzt? Moment mal . . .  Unter Null – das könnte glatt werden. Macht’s euch gemütlich und passt morgen früh auf euch auf. Oder falls ihr unterwegs seid, auch heute Nacht schon. Im Fotoblog habe ich noch ein schönes Rotkehlchenfoto von heute untergebracht.
(Quellenangabe: Das niedliche Füchslein oben im Beitragbild stammt von http://snickerdoodledesignsbykaren.com)