Der erste Naturdonnerstag im Februar, und der Winter scheint auf dem Rückzug zu sein. Es ist viel wärmer geworden, das Eis im Teich nun komplett geschmolzen. Im Garten sieht es fürchterlich aus, aber kaum ist der Frost verschwunden, regt sich die Natur. Schaun wir mal, was ich für Jutta K.s (Kreativ-im-Rentnerdasein) Projekt heute habe.
Wer hat denn da die große Badewanne für sich entdeckt?
Der Grünspecht im Wasser – hatte ich auch noch nie. Eichelhäher sehe ich öfter mal beim Baden, aber das müsste der erste Specht im Teich sein. Und der Bursche war gründlich. Er hat sich richtig Zeit gelassen.
Vorher war ich aber schon mal gucken, was sonst so los ist. Aus dem Küchenfenster konnte ich bereits sehen, dass die roten Lenzrosen nun endlich ihre Blüten öffnen. Diese Pflanzen sind schon erstaunliche Überlebenskünstler. 
Oben im Beitragsheader seht ihr unter den alten Farnwedeln einen Ableger. Der braucht noch ein bisschen. Aber die Farnwedel, die in den letzten Monaten ein grüner Hingucker waren, werde ich jetzt zurückschneiden. Oben drüber öffnet allmählich die Zaubernuss ihre Blüten. Und wenn dieser Strauch erst wieder belaubt ist, dann führt der Farn im wahrsten Wortsinn wieder ein Schattendasein. Seine große Stunde kommt dann wieder im nächsten Herbst, wenn die Zaubernuss ihr Laub verliert. Wobei sie einen Teil immer sehr lange behält. Auch jetzt hängen noch viele schlappe, braune Blätter am Strauch. Ich geh dann tatsächlich schon mal mit einer feinen Schere los und schneide die Blätter vorsichtig ab, damit man die Blüten besser sieht.

Erste Schneeglöckchen habe ich auch entdeckt, aber die sind sehr niedrig – also ein echtes Cam underfood ;-) Durch den Unfall Anfang Oktober ist im Garten ganz viel liegen geblieben; ich habe auch keine neuen Blumenzwiebeln in die Erde gebracht, die Beete sind leicht verwahrlost. Mal schaun, was sich da im Frühling überhaupt tut. Demnächst muss ich damit anfangen, die vertrockneten Gräser zurückzuschneiden.

Und – Überraschung! Beim Frühstück habe ich noch die Befürchtung geäußerst, dass sich unser alter, auf Stock zurückgeschnittener Flieder vielleicht doch nicht mehr erholen könnte, aber weit gefehlt. Auch er produziert schon wieder neue Knospen.
Also – die Natur erholt sich, ich werde das auch tun. Die Erkältung ist hartnäckig. Mal geht’s mir besser, dann wieder schlechter. Im Moment brennen mir ständig die Augen, und vom Naseputzen hab ich schon Nasenbluten. Meinen Friseurtermin für morgen habe ich nochmal gecancelt. Wäre es nur zum Schneiden, wär’s mir egal gewesen, aber auf anderthalb Stunden Dauerwelle hab ich, wenn ich mich so fühle wie gerade, keine Lust. Dann lieber nächste Woche. Hab ja nichts Aufregendes vor.
So, das war’s. Vorhin, als ich gerade den Specht fotografiert habe, flitzte auch das dunkle Eichhörnchen irgendwo im Garten rum, war aber gleich wieder weg.