. . . oder “Der Taunus und seine hochherrschaftlichen Badeorte”. Zumindest waren viele der Taunusorte, die ein “Bad” vor dem Namen tragen in vergangenen Jahrhunderten beliebte Ziele von Kaisern, Königen und anderen Adeligen. Es gibt die ganz bedeutenden wie Bad Homburg oder Wiesbaden, die etwas weniger bekannten wie Bad Soden oder Bad Vilbel und die ganz Kleinen wie Bad Weilbach. Alle diese Orte haben oder hatten eins gemeinsam: Quellen und gute Luft. Wobei es sowohl Thermalquellen zum Baden als auch Mineralquellen zum Trinken sein konnten. Dazu kommen die Kurorte ohne das “Bad” im Namen, in denen man sich aufgrund der reinen Luft erholen konnte wie zum Beispiel in Königstein im Taunus. Der Taunus selbst hieß übrigens lange Zeit nur “Die Höhe”, so dass Bad Homburg beispielsweise den Namenszusatz Bad Homburg vor der Höhe trägt. Der Taunus ist auch als das Land der Berge, Burgen und Bäder bekannt, und wenn man den Rheingau Taunus dazu nimmt auch noch durch seine Weine.
Linke Seite: Kurhaus Bad Homburg, unten Brunnentempel ebendort
Rechte Seite: Wiesbaden Kurpark, Detail des Brunnentempels links, Römermosaik in Bad Vilbel
- Bad Homburg vor der Höhe gehört sicher mit zu den bekanntesten Orten im Taunus, nicht zuletzt wegen seines Kasinos, das sich bis heute als die “Mutter von Monte Carlo” bezeichnet.

- Wiesbaden nimmt als elegante Landeshauptstadt von Hessen eine Sonderstellung ein. Es gibt hier 26 heiße Quellen und neben den offiziellen Gebäuden fantastische alte Villen, die man sich bei einem ausgedehnten Spaziergang in Ruhe ansehen sollte.

- Bad Vilbel versorgt uns bis heute mit bekannten Mineralwässern wie der Bad Vilbeler Urquelle oder dem Hassia Sprudel (Hassia = Hessen).
- Bad Soden liegt dem Frankfurter Westen am nächsten. Neben seinen Kurparks mit vielen Heilquellen ist es neuerdings auch durch eine Wohnanlage von Friedensreich Hundertwasser bekannt geworden.
- Königstein im Taunus hat keine Quellen aber dafür gute Luft, eine Burgruine und waldreiche Wanderwege zu bieten. Im heilklimatischen Kurort kann man trotzdem im Kurbad schwimmen gehen.
- Bad Camberg und Bad Ems an der Lahn (nicht mehr so ganz im Taunus) liegen noch etwas nördlicher von Frankfurt, wobei Bad Ems sicher noch aus dem Geschichtsunterricht bekannt ist (Emser Depesche). Bad Camberg ist das drittälteste Kneipp-Heilbad Deutschlands und von hier kommt das weltbekannte “Selters Mineralwasser”, kurz die “Selters”.
- Bad Nauheim ist ein Sole-Thermalheilbad zwischen Taunus und Vogelsberg. Gradierbauten, Jugendstilvillen und Kurparks sind eien wunderschöen Kombination. Wahrzeichen der Stadt ist der Sprudelhof, die größte geschlossene Jugendstilanlage Europas.
- Bad Schlangenbad, ebenfalls ein Thermalbad, hat seinen Namen von der hier noch vorkommenden Äskulapnatter, dem Symbol der Ärzte und der Medizin.
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