Griesheim ist ein westlicher Stadtteil, den ich wenig aufsuche. Manchmal kaufe ich im dortigen Gewerbegebiet ein oder ich spaziere am Mainufer entlang. Um jetzt erstmal eine Seite für Griesheim zu eröffnen, fange ich mit Fotos vom Februar 2012 an, als uns plötzlich die sibirische Kälte überfiel, und ich zum ersten Mal einen fast vereisten Main erlebt habe. Griesheim grenzt im Westen an Nied, im Norden an Sossenheim, Rödelheim und Bockenheim, im Osten an Gallus und das Gutleutviertel sowie im Süden, getrennt durch den Main, an Schwanheim und Niederrad.

Immer geschichtlich interessiert, finde ich Folgendes bemerkenswert, das ich bei Wikipedia entdeckt habe: “Bereits in vorrömischer Zeit verliefen durch das Griesheimer Gebiet zwei Altstraßen von Mainz kommend, die Antsanvia, über die Nidda-Brücke bei Nied durch den Griesheimer Gemeindewald (Rödelheimer Straße heute Oeserstraße), sowie eine am Mainufer zum Frankfurter Domhügel entlangziehende Straße (heute etwa Nieder Kirchweg/Stroofstraße bzw. Alt-Griesheim). ” Wen das interessiert: mehr über die Antsanvia gibt es hier: Wikipedia/Antsanvia

Griesheim besitzt eine Staustufe und genau hier boten sich mir im Feburar 2012 grandiose Fotomotive.

Ein vereister Main – Möwen, Schwäne und die üblichen Enten und . . .

. . .  und eine ganze Schar wunderschöner Mandarinenten sowie Brautenten.

1932 wurde die Staustufe Griesheim mit einem Laufwasserkraftwerk und einer Schleusenanlage dem Betrieb übergeben. Sie galt seinerzeit als die modernste und leistungsfähigste Binnenschifffahrtsanlage Europas.

Hier gibt es noch mehr Fotos:

Das Griesheimer Mainufer nennt einen Jachthafen sein eigen, der im Sommer wirklich etwas her macht, aber auch die “Griesheimer Alpen” – riesige Abraumhalden der chemischen Industrie (Messer Griesheim). Vom Mainufer mal abgesehen gehört  der Stadtteil nicht zu Frankfurts bevorzugten Wohngebieten. Vor ziemlich exakt zwei Jahren, also 2010, war ich ebenfalls am Griesheimer Mainufer unterwegs. Auch davon sind Bilder in die Galerie eingegangen (man sieht es am älteren Logo).

Gegenüber der Hafnerstraße steht das Objekt “Memoria della Giudecca” des Künstlers Pino Castagna aus Baumstämmen, Stahlseilen, Tauen und Ketten. Auf einem Schild: “Erinnerung an die Giudecca bedeutet Erinnerung an Venedigs Gewässer. Der Canale della Giudecca ist ein großer, für die Schifffahrt bestimmter Kanal. In der Lagune – gefährlich wegen ihrer Untiefen – dienen Bricola (die Stämme) zur Orientierung für den Schiffsverkehr. Sie sind wie Flanken und Schultern, Stützpunkte für die Gondeln und alle anderen Wasserfahrzeuge.” Warum das Objekt hier in Griesheim steht, weiß ich nicht, es macht sich aber recht gut dort.