Archive for the Category »Bücher «

Öland ist eine schwedische Ostseeinsel in der Provinz Kalmar. Sie ist erst seit 1973 mit dem Festland durch die sechs Kilometer lange Ölandbrücke verbunden.

Öland ist auch der Titel eines Kriminalromanes, den ich gerade zu Ende gelesen habe. Ich schreibe mal bewußt nicht “Krimi”, weil für mich der Roman, die Geschichte als solche, das Wichtigste ist. Ein Buch, das ich gerne weiterempfehle.

Öland ist der erste Kriminalroman von Johan Theorin, 1963 in Göteborg geboren, der bereits mit einigen Preisen ausgezeichnet wurde.  Es geht um das Verschwinden eines kleinen Jungen in den 70ziger Jahren, das plötzlich mit  lang zurückliegenden Verbrechen in Verbindung gebracht wird und mit einem Mörder, der eigentlich auf einem kleinen Friedhof in Öland begraben sein sollte. Der Autor versteht es wunderbar die Spannung bis zum Ende durchzuhalten, das dann zudem nochmal sehr überraschend alle Rätsel auflöst. Ein bisschen findet sich auch in diesem Roman die typische Düsternis schwedischer Romane wieder, aber bei weitem weniger als wir es von anderen Autoren gewöhnt sind – das empfinde ich als ausgesprochen angenehm. Ebenfalls dass auf blutrünstige Schilderungen verzichtet wird, die hier aber auch völlig unnötig wären. Der Roman beleuchtet auch die Gefühle einer Mutter, deren Kind verschwunden ist und die nie darüber hinweg gekommen ist, weil ihr jede Gewissheit fehlt, ebenso das Leben ihres Vaters, der in einem Altersheim lebt und jede Möglichkeit ergreift, die Abwechslung in seinen gleichförmigen Alltag bringt. Nein, düster ist das Buch eigentlich nicht, eher etwas melancholisch aber unglaublich gut!

Bewertung daher:

favoritsmiliy

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SunnyLatinus hat mich auf die Idee gebracht nach einem neuen Theme für diesen Blog zu suchen, in dem die statischen Seiten auch oben erscheinen und damit besser zu erkennen sind. Leider kann ich ja in diesem kostenlosen Wordpressblog kein eigenes Theme einbauen oder was am CSS ändern. Ich bin also auf der Suche . . .  Also bitte nicht am augenblicklichen Erscheinungsbild stören!

Ich finde nichts unter den angebotenen Themes. Jetzt bin ich natürlich mal wieder kurz davor diesen Blog zu schließen und einen neuen Schreiben & Lesen Blog anzulegen, den ich selbst hoste. Aber will ich das wirklich? Dafür spricht, dass ich dann wieder mein eigenes Theme entwickeln kann und dass ich mir einen besseren Spamschutz einbauen kann. Webspace hab ich ja genug. Dagegen spricht, dass ich aus der Wordpress Bloggergemeinde rausfliege, die mich über diesen Blog automatisch findet.  Schwierig!

Und eigentlich, eigentlich, eigentlich . . . wollte ich meine Blogs ja eher reduzieren *grummel*. Aaaber – soviel ich täglich zusammenschreibe, fotografiere, mache und tue, komm ich mit einem Blog nicht aus!

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In den letzten Wochen habe ich doch erstaunlich viel gelesen, entweder wenn’s geregnet hat oder wenn es nachmittags so heiß war, dass ich auch nur auf Liegestuhl im Schatten Lust hatte. Deshalb hier zwei Rezensionen auf einmal.

Neulich habe ich mal wieder zu einem Inspector Lynley Roman von Elizabeth George gegriffen. Früher habe ich die ersten Bände regelrecht verschlungen bis sie mir allmählich zu eklig wurden. Bei Amazon habe ich gelesen, dass die letzten Bände wohl auch ziemlich langweilig waren – also offenbar nicht viel verpasst. Nun habe ich zur aktuellen Taschenbuchausgabe auf dem Markt gegriffen:

zeuge

Wo kein Zeuge ist
und weil ich das Buch schon bei amazon bewertet habe, pack ich hier mal meinen dortigen  Kommentar rein: Handwerklich gut und einigermaßen spannend, 10. August 2009
War ich vor Jahren ein ausgesprochener George/Lynley Fan, habe ich irgendwann aufgehört weiter zu lesen, weil ich die Inhalte als immer brutaler und gleichzeitig langweiler empfand. Zufällig kam mir dann “Wo kein Zeuge ist” in die Finger und ich stelle fest, sie (Elizabeth George) kann es immer noch. Dieser Krimi ist sehr verschachtelt und lässt dem Leser kaum eine Möglichkeit mehr zu wissen als die Polizei. Das muss nicht immer gut sein, hier aber funktioniert es. Das Gespann Lynley/Havers ist zwar ein bisschen abgenutzt, was aber weniger an Havers liegt. Trotzdem hat die Autorin wohl gemerkt, dass sie einen Schnitt machen muss, aber den macht sie bei einer (für den Leser) eher unwichtigen Person. Mir hat das Buch gefallen, aber ich frage mich, warum es inzwischen tatsächlich schon wieder den nächsten Roman mit Inspector Lynley gibt. Das angebliche Ende wäre mir vernünftig erschienen. Irgendwie ist die Luft eben doch raus.

jakannmansmiliy

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aeon Äon
Im Moment lese ich das neueste “Werk” von Andreas Brandhorst, den ich neulich noch als Übersetzer der Bücher von Terry Prachett gelobt habe. Das Buch heißt Äon und ist so ziemlich das Ärgerlichste und Langweiligste auf dem Gebiet der sogenannten Mystery Thriller, das ich seit langem gekauft habe. Jeder Euro tut mir weh, den ich dafür bezahlt habe und ich weiß nicht, ob ich das Buch überhaupt zu Ende lesen werde. Nein, hier schreibt kein neuer Dan Brown oder vielleicht gibt es von diesem Genre einfach schon zuviel Besseres auf dem Markt. Man nehme ein bisschen Vatikan, ein bisschen Esoterik – nach den vielen Jesus Mysterien und auch Moses musste bereits herhalten, von Ägypten ganz zu schweigen – geht’s nun also noch weiter zurück und Gilgamesch muss ran. Dann noch schnell ein Reiseführer Kalabrien durchgeblättert, ein bisschen im Internet über Lettland nachgeguckt, alles schön vermischt mit blutigen Horrorszenarien und voila > ein Buch ist daraus geworden. Das Ganze ist so hanebüchen wie langweilig.

katastrophesmily

Beide Rezensionen wie immer auch nachzulesen im Schreiben & Lesen Blog.

Mensch ohne Hund
Mal wieder ein Roman aus dem hohen Norden – Krimi will ich nicht unbedingt schreiben – von Håkan Nesser. Dieses Buch hat mich derart fasziniert, dass ich es praktisch nicht aus der Hand legen konnte. Der Titel ist ziemlich absurd und hat im Grunde auch keinen Sinn, außer dass einer der Protagonisten an einem Roman mit diesem Titel schreibt. Das Faszinierende sind die psychologischen Betrachtungen einer vermutlich durchschnittlichen schwedischen Familie, die sich von einer durchschnittlichen deutschen vermutlich auch nicht sehr unterscheidet und die letztendlich daran auseinander bricht, dass wir heute in einer Gesellschaft leben, die kaum noch ethische Regeln besitzt. Die Interaktionen zwischen Ehepaaren und Geschwistern, zwischen Generationen sind  alle irgendwie nur zu gut nachvollziehbar und sicher nicht nur mir bekannt.  Dass daraus letzten Endes auch ein Kriminalfall wird, ist der notwendige Plot des Romanes.

Während der erste Teil sehr dicht ist und teilweise verstörende Verhaltensmuster beleuchtet, wird der Roman im zweiten Teil dann doch noch zum Krimi. Ein für Nesser neuer sympahischer Kriminalinspektor wird eingeführt und obwohl der Leser eher als die Polizei vermuten kann, wer hinter den Morden steckt, nimmt das dem Ganzen keineswegs die Spannung. Das macht einen guten (Kriminal-)Roman aus. Ich finde ihn sehr lesenswert. Aber Achtung: obwohl nicht blutrünstig, ist er keine leichte Kost.

sehrgutsmiliy aber vielleicht nicht nach Jedermanns Geschmack.