City

Am Main / Eiserner Steg im Januar 2009
Die Frankfurter Innenstadt – neudeutsch “City” – ist ein sehr spezielles Gemenge aus Alt = historisch und Neu = hypermodern. Wobei das Historische oft nur den Schein des Authentischen hat, während die Wolkenkratzerlandschaft der City auch den Beinamen Mainhatten bekommen hat. Frankfurt besaß mal eine wunderschöne Altstadt, die jedoch am Ende des Zweiten Weltkrieges wie viele andere deutsche Großstädte in Schutt und Asche lag. Beim Wiederaufbau nach dem Krieg wurde Vieles unwiederbringlich zerstört. Moderne Wohnungen und Geschäftsgebäude, Straßen für den zunehmenden Autoverkehr und eine U-Bahn waren zunächst wichtiger als die Rettung und Restaurierung historisch wichtiger Gebäudereste. Ich erinnere mich noch gut an die Diskussion um den Erhalt der Alten Oper. Der spätere Oberbürgermeister Rudi Arndt wollte sie 1965 abreißen lassen, was ihm auf ewig den Spitznamen Dynamit-Rudi eintrug. Er war damals noch hessischer Wirtschaftsminster. Glücklicherweise ließ er sich umstimmen, die Oper steht noch.

Derzeit ist sie zwecks Restaurierung mal wieder eingepackt, aber ans Abreißen denkt niemand mehr. Erbaut wurde sie 1880 vom Berliner Architekten Richard Lucae und im Beisein von Kaiser Wilhelm I. eingeweiht.
Ebenfalls in den späten 60zigern sollten viele wunderschöne Gründerzeitvillen im Westend modernen Hochhäusern weichen. Doch entwickelte sich in der jungen Bevölkerung dagegen großer Protest. Es kam zu Häuserbesetzungen und auch im Verbund mit den damaligen Studentenrevolten und der sog. Frankfurter Spontiszene zu großen Straßenschlachten. Noch während meiner Studentenzeit Anfang der 1970ziger war im Westend gewaltig was los. Nicht zuletzt auch im Bereich der amerikanischen Botschaft. Heute hat sich das Alles beruhigt, die ehemaligen Revoluzzer sind längst Alt-Politiker und das Gemenge aus Alt und Neu macht den Reiz der modernen Stadt aus.
Blick auf’s Bankenviertel
Meine Spaziergänge durch die Innenstadt - zu der ich auch das Westend und andere Stadtteile zähle, die sich schlecht abgrenzen lassen, weil fließende Übergänge bestehen – führen mich mal hier und mal dorthin und so sind auch die Galerien und Randbemerkungen aufgebaut.
Die Bilder in den Galerien werden durch Anklicken vergrößert und können durch Pfeile nach und nach durchlaufen werden. Ein grüner Pfeil zeigt manchmal an, dass ein Foto durch ein weiteres Anklicken nochmals vergrößert werden kann. Bei der ersten Galerie bin ich vom Westend durch die Taunusanlage zum Opernplatz gelaufen, dann durch die Bockenheimer Anlage bis zum Eschenheimer Turm, durch die Schillerstraße bis vor zur Zeil, dort mal wieder hoch auf die Aussichtsplattform der Zeilgalerie für einen Rundumblick über Frankfurts Dächer. In einem zweiten Spaziergang ging es dann zum Frankfurter Kaiserdom / Bartholomäusdom. Das Winterbild stammt vom Januar 2009.

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