Schwanheim
Der Ortsteil Schwanheim liegt südlich des Mains und ist mit Höchst inzwischen durch zwei Brücken (Schwanheimer Brücke, Leunabrücke) und die Höchster Mainfähre optimal verbunden. Schwanheim ist vielen Frankfurtern durch zwei Attraktionen bekannt: erstens liegt es mit seinem alten Ortskern ganz nahe am Stadtwald, der ein wunderbares Erholungsgebiet darstellt und zweitens findet man hier die einzigartigen Schwanheimer Dünen. Es handelt sich um eine ca. 60 qm große Binnendüne (Main) und ist seit 1984 Naturschutzgebiet. Die Dünen bestehen aus Sand, seltenen Grasarten und typischen Nadelbäumen, wie sie bei uns sonst nicht üblich sind. Auf diese Weise sind die Dünen ein Refugium für seltene Pflanzen und Tierarten geworden. In Amtsdeutsch klingt das wie folgt: “Alluviallandschaft der Flörsheim-Griesheimer Mainniederung im Bereich des historischen Mainlaufes aus äolischen u. fluvialtilen Sedimenten der jüngst. Flußterrasse”.
Im Jahre 880 wurde Schwanheim erstmals urkundlich erwähnt und 1928 von Frankfurt eingemeindet. Da zu Schwanheim fast 700 ha Wald gehören, ist es der flächenmäßig größte Frankfurter Stadtteil. Beim Schwanheimer Wald handelt es sich um einen der letzten erhaltenen Reste der ehemaligen Main-Altaue. Er besteht hauptsächlich aus Eichen und Hainbuchen. Sehenswert sind die über 400 Jahre alten Hute-Eichen entlang des Alteichenwegs. Hute-Eichen deswegen, weil früher zu diesen Bäumen das Vieh zum Weiden getrieben wurde.
Die Dünen zusammen mit dem Schwanheimer Unterfeld und den Streuobstwiesen sind auch bei mir für Spaziergänge oder kleine Radtouren außerordentlich beliebt. Schon wenn man die Mainfähre verlässt (nur Fußgänger und Radfahrer), hat man den Sand unter den Füßen, der die Dünen einst gebildet hat. Mittlerweile – seit der Anbindung durch die Leunabrücke – ist es von Höchst aus nicht mehr so einfach in das Naturschutzgebiet zu gelangen. Am bequemsten kommt man per Fahrrad dorthin.
Die Schwanheimer Wiesen im Süden des Stadtteils bilden Frankfurts größte Waldwiese. Hier floss vor 10.000 Jahren der Urmain und bildete den fruchtbaren Boden, auf dem der Schwanheimer Wald entstand (ebenso wie die einzigartigen Dünen). Die Wiesen entstanden durch Rodung und anschließende Verpachtung des gewonnenen Landes. Die Alte Wiese entstand im 15. Jahrhundert, verwaldete aber während des Dreißigjährigen Krieges wieder und wurde im 19. Jahrhundert erneut gerodet. Ein 1978 eingerichteter etwa sechs Kilometer langer Waldlehrpfad mit Erklärungen und Anschauungsobjekten zur Urgeschichte des Gebietes führt um die gesamte Schwanheimer Wiese.
1483 wurde eine Ortsbezeichnung als Neue Wiese erstmals erwähnt.
Bruchweiden oder Knackweiden (Salix fragilis) findet man den Wegen entlang und durch die Wiesen häufig.
Der Name kommt daher, dass die jungen Zweige mit einem knackenden Geräusch leicht abbrechen.
Dieser “Nebel” gehört zu einem Grillplatz neben dem Schwanheimer Waldspielplatz, für Familien ein perfektes Erholungsgebiet
mit allem, was das Herz begehrt. Ganz in der Nähe befindet sich auch noch der kleine Kobelt Tierpark.


