Regionalpark Rhein-Main
Frankfurt ist von einem ausgedehnten Grüngürtel umgeben, der Regionalpark Rhein Main erweitert darüber hinaus das Angebot an erwanderbarer oder er”radel”barer Natur. Ich bin sehr gerne im Bereich der Weilbacher Kiesgruben unterwegs, die teilweise noch in Betrieb sind, teilweise aber auch bereits in ein Naturschutzgebiet umgewandelt wurden. Am 3.April war ich mal wieder dort unterwegs. Der Regionalpark Rhein-Main ist ein Projekt, dass vor über 10 Jahren begonnen wurde und die in unserem städtischen Ballungsgebiet verbliebenen grünen Freiflächen erhalten und miteinander verbinden soll. Viel wurde inzwischen bereits umgesetzt und wie ich gestern gesehen habe, geht es im Bereich der (ehemaligen) Weilbacher Kiesgruben weiter. Bislang existierten dort ein Naturschutzgebiet mit einem kleinen Naturschutzhaus und die noch in Betrieb befindlichen Kiesgruben ebenso problemlos nebeneinander, wie die Felder der Okrifteler Rosenanbauer und ein Aussichtspunkt wie das Haus des Dichters. Die Wege waren weitestgehend unbefestigt und irgendwie lief man wirklich durch die Natur. Gestern fielen mir dann plötzlich neue planierte Flächen auf, Riesenkräne und das Betongerüst eines größeren Gebäudes. Was war da los?
Es entsteht direkt neben dem bisherigen kleinen und sehr idyllischen Naturschutzhaus mit Bauerngarten und Insektenhäusern ein neues großes Regionalparkhaus. Es soll zweistöckig über ein Restaurant, Tagungs- und Büroräume für die Planer des Regionalparkes beinhalten. Im Moment glaube ich nicht, dass dieses Projekt dem bisherigen Naturgebiet besonders zu Gute kommen wird. Ich habe mich jedenfalls ganz schnell seitwärts in die Büsche geschlagen, musste aber bemerken, dass die Idylle irgendwie erstmal gestört ist.
Im Kessel der ehemaligen Kiesgrube war ich an den Teichen unterwegs, die in dieser Jahreszeit noch gut gefüllt sind. Viel Leben war aber nicht zu entdecken.
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Achtung! Die neuesten Nachträge (Spaziergänge) stehen hier immer an erster Stelle bis ich eine weitere Seite erstelle.
In der Galerie sind die neuestens Bilder immer die am Ende der Galerie.
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Nachtrag 2: Der nächste Spaziergang fand am 6. Februar 2011 bei schönstem Wetter statt. Von den Kulanen weiterhin nichts zu sehen, allerdings eine Hütte aus Holz in der Nähe des Aussichtsturmes, von dem man zum Silbersee gucken kann (hinter dem Zaun natürlich). Möglicherweise ist das ein Unterstand für die Wildesel, wo vielleicht auch im Winter gefüttert wird. Das ist aber nur eine Vermutung. Der Kies- und Erdabbau hat sich weiter nach Westen verlagert, ich finde, es sieht schlimm aus für eine Gegend, die so großartig als Regionalpark angepriesen wird. Ein Spazier- und Radweg nach Hattersheim ist komplett geschlossen, soll aber lt. Ankündigung per Zettel im Frühjahr instand gesetzt und wiedereröffnet werden. Neue Fots ab Reihe 5 der Galerie.
Der Futterschuppen (oder was auch immer)
Nachtrag 1: Erneut dort unterwegs am 9. Oktober 2010: Die Bauarbeiten sind weit fortgeschritten, weitere Wege wurden planiert und verbreitert und überall stößt man auf Zäune. Ich bin ziemlich entsetzt. Auf dem Weg zum Silbersee war am ersten Hochstand plötzlich Schluß. Dort wo ich im Frühsommer noch locker durch die Wiesen fast bis zum Silbersee laufen konnte, ist jetzt ein abgeschlossenes Gehege für – lt. Schild – Kaschmirziegen und Kulane -eine Wildeselart – , die in Zukunft das Gestrüpp niedrig halten sollen. Ich fühle mich im Augenblick jedenfalls ausgesperrt und bin leicht entsetzt von den vielen Erdbewegungen. Ist das noch ein Naturschutzgebiet? Hier kommt ein Link zu einem Zeitungsbericht zum Thema – bitte anklicken.
Zeitweise war es trotzdem ein schöner Spaziergang dank des herrlichen Oktoberwetters (9.10.2010). Die neuen Bilder wurden in die bestehende Galerie am Ende eingefügt.
(Reihe 3, ab Bild 4)
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Irgendwie erinnern sie mich an Obelix
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Wenige Wochen zuvor ( im Winter 2010 ) hatte ich das Glück einen Turmfalken beobachten und auch fotografieren zu können.
Interessant sind Spaziergänge in diesem Gebiet immer, manchmal kann man Amphibien beobachten, manchmal sind es Hasen, Vögel kann man zumindest immer hören und oft begnüge ich mich damit, mir die Pflanzen genauer anzuschauen. Auch den Blick in die noch aktiven Kiesgruben finde ich lohnend, am Wochenende wenn dort nicht gearbeitet wird, erinnern sie mich an alte Goldgräbersiedlungen im amerikanischen Westen (oder mit etwas Fantasie an den Grand Canyon).
Das “Haus des Dichters” steht inmitten eines Ginkgobaumhaines etwas erhöht südlich von Weilbach, ebenfalls im Bereich der alten Kiesgruben. Es ist Goethes Dichtkunst – und darüber hinaus der lyrischen Kunst vieler anderer Dichter gewidmet. Der Ginkgo, dem ein Gedicht Goethes und auch eins von Peter Härtling gewidmet ist, wurde um das Haus des Dichters zu einem Hain gepflanzt. Der Ginkgo steht als Symbol für Doppeldeutigkeit: er ist weder Nadelbaum noch Laubbaum; das tief eingeschnittene Blatt ist einlappig, erscheint aber zweilappig. Er ist die älteste Baumart der Welt, die seit über 280 Millionen Jahren existiert. Dieser Baum hat alle Katastrophen dieser Welt überlebt – wegen seiner Genügsamkeit und hohen Anpassungsfähigkeit. Deshalb ist der Ginkgo auch in der Lage, auf einer Erddeponie in einer ehemals geschundenen Landschaft Fuß zu fassen. Quelle: Regionalpark Rhein-Main Später mal dazu mehr.










