Wildpark Alte Fasanerie

Etwas mehr als 30km von Frankfurt entfernt – also nicht wirklich weit weg – liegt am Main die Stadt Hanau und auch sie hat einiges zu bieten. Zu Hanau gehört z.B. der Ort Klein-Auheim und dort gibt es einen wunderbaren Wildpark – “Die Alte Fasanerie“. Der Wildpark ist wirklich sehr groß. Ich war im April an einem Sonntag mit wunderbarem Wetter dort unterwegs und dennoch empfand ich ihn zu keiner Zeit als überlaufen, ganz im Gegenteil. Im Jahre 1710 ließ der Mainzer Erzbischof Lothar Franz von Schönborn in der “Unteren Fasanerie” das Jagdhaus (heute Gaststätte) mit einer 38 Hektar umfassenden Fasanerie errichten. 1750 wurde durch den Erzbischof Karl Friedrich von Ostein die südlich gelegene “Obere Fasanerie” mit 107 Hektar erschlossen und mit einer 3800 Meter langen Bruchsteinmauer umgrenzt. Heute ist der staatliche Wildpark “Alte Fasanerie” eine Einrichtung des Landes Hessen und wird vom Hessischen Forstamt Hanau-Wolfgang betrieben.

Man findet hier vor allem im weitesten Sinne einheimische Tiere, keinesfalls Exoten. Die Gehege sind so groß, dass man durchaus lange laufen kann ohne überhaupt ein Tier zu sehen, also ganz anders als in einem üblichen Zoo. Um den Park dennoch auch für Kinder und Jugendliche interessant zu machen, gibt es Spiel- und Abenteuerplätze und einen gigantischen Hochseilgarten mitten im Wald. Als Fan des Kronberger Opelzoos muss ich bekennen, dass mir die Alte Fasanerie fast noch besser gefällt, aber  – wie gesagt  – man sollte das am besten nicht miteinander vergleichen.

Gelände ohne Ende

Direkt hinter dem Haupteingang kommt man an einem großen Wisentgehege vorbei, danach eigentlich immer irgendwie an Wildschweinen. Ich glaube, von denen gibt es dort wirklich viele. In riesigen Gehegen mit sehr großen Suhlen fühlen sie sich offensichtlich wohl. Deshalb weiß ich wirklich nicht, warum mir plötzlich so ein Riesentier mit Schaum vorm Maul entgegen kam.

Da war glücklicherweise ein Zaun zwischen uns!

Außer Konkurrenz am Wegesrand

Die schottischen Hochlandrinder ließen sich bitten. An deren Gehege bin ich mehrmals hoch und runter und immer waren sie gerade an einer anderen Stelle. Später am Nachmittag bekam ich sie zu Gesicht, aber leider auch wieder nur weit entfernt, dösend in der untypischen Aprilhitze. Das galt an diesem Nachmittag für viele Tiere und ich konnte es verstehen. Hochsommertemperaturen im April – das haut einen fast um.

Das absolute Highlight war für mich die Falknerei mit der Greifvogel-Flugschau. Dafür allein lohnt sich schon der Ausflug zum Wildpark.

Attila, ein mächtiger Steinadler, ist das Maskottchen der Frankfurter Eintracht

Eule im Flug

Ein paar wesentlich friedlichere Vögel gab es im Gelände aber auch noch – dennoch – die Greifvogelschau ist ein Muss! An sonnigen Tagen empfehlen sich Sonnencrème und eine Kopfbedeckung!

Weißstorch

Graureiher

Storch am See