Inzwischen bin ich wieder einigermaßen fit, obwohl es die Erkältungsviren wirklich in sich haben. Also ganz ehrlich – richtig fit ist etwas anderes. Aber zum Rasenmähen am Mittwochnachmittag hat es gereicht. Man muss jetzt schon gucken, dass man die Stunden erwischt, in denen die Feuchtigkeit der Nacht einigermaßen abgetrocknet ist und es trotzdem nicht gleich wieder finster wird. Der Herbst hat es extrem eilig in diesem Jahr. Ich kann mich nicht erinnern, dass die Blätter in den letzten Jahren dermaßen früh gefallen sind.

Am Gartenende habe ich mit dem Rasenmäher Unmengen von Blättern der großen Hainbuche aufgenommen und anschließend unter der Tanne verteilt. Dort hatte ich vor drei Wochen Massen an vertrockneten Nadeln zusammengerecht und entfernt. Vielleicht schaffe ich es doch noch, unter der Tanne einen Boden zu schaffen, in dem ich auch mal wieder etwas anpflanzen kann.
Pilze sprießen überall reichlich, von Miniexemplaren zu ziemlich großen. Ich guck sie mir immer nur an und fotografiere sie. Bin kein Pilzexperte. Einige wären sicher sogar essbar, muss ich aber nicht haben.

Unsere Meisen lieben eindeutig den Energieblock mit der Beerenmischung. Das geht ratzfatz weg.  Lt. Vivara sind wurden Brombeeren und Vogelbeeren mit Talg und Erdnussmehl vermischt. Also nicht unbedingt ein allzu raffiniertes Rezept. Aber die Vögel lieben die Dinger. Ich habe auch noch einen mit Insekten und Körnern in der Schublade.

Energieblock mit Beeren
Es blühen immer noch einige Rosen. Am Rosenbogen will die Ilse Krohn noch einmal hoch hinaus. Eigentlich hatte ich da oben schon zurückgeschnitten. Aber wer hat schon was gegen Rosen einzuwenden? Ich nicht.
Rose-Ilse-Krohn
Auch die Hortensien machen immer noch Freude. Die kleine „Limelight“ hat sehr lange gebraucht, um überhaupt zu blühen und die „Four seasons“ macht ihrem Namen alle Ehre: Alle paar Monate eine andere Blütenfarbe, von sehr hell bis dunkelpink.
Hortensie Limelight

Hortensie Four-seasons

Zufrieden bin ich auch mit der Entwicklung meiner Rhododendren. In diesem Jahr hatten die meisten eine deutliche Blühpause eingelegt, nachdem sie 2016 sehr üppig geblüht hatten. Aber nun tragen sie wieder viele Knospen.
So gibt es doch immer noch viel zu entdecken. Es schwirren noch ein paar Kohlweißlinge herum und die Heidelibellen paaren sich immer noch. Hie und da sehe ich Eichhörnchen, aber im Moment eher selten. Heute Morgen konnte ich kurz einen Buntspecht beobachten. Aber dann kam auf der Baustelle gegenüber ausgerechnet der Servicewagen für das Dixi-Klo an und fort war der Specht 🙁 .

LibellenradIrgendwer muss denen dieses Jahr Viagra verpasst haben. Einzeln sieht man sie kaum noch. Die fliegen in dieser Formation sogar noch zusammen weg. Über der Wasseroberfläche geht das Rad dann auf, aber sie hängen zur Eiablage weiterhin hintereinander.

Dieser Beitrag geht an Ghislana und das Projekt „Der Naturdonnerstag“. Liebe Grüße an Ghislana und alle Teilnehmer.