Das ‘T’ in die neue Woche für Nova liegt diesmal hinter einem dampfenden Misthaufen – *lol*. Nein, das ist ein Scherz, aber das Foto (Header) hatte ich noch von gestern, vom Georgshof an der Nidda. Heute (Samstag) war ich bei erneutem Traumwetterchen mal wieder im Weilbacher Naturschutz- / Kiesgrubengebiet. Diesmal über Mittag und es war theoretisch kalt, aber in der Sonne einfach herrlich. Nun kommt mein zweites ‘T’ für Nova und das führt in ein Hotel. Wenn das keine Alternative zum Misthaufen ist.

Gleich anschließend fiel mir im Gebüsch ein Minivögelchen auf. Ich habe einen Zaunkönig vermutet, konnte es aber schlecht erkennen. Dann sah ich den gelben Scheitel: Ein Wintergoldhähnchen (Regulus regulus)!
Eigentlich sind Wintergoldhähnchen Nadelwaldbewohner. Aber außerhalb der Brutzeit sind sie auch in für sie untypischen Lebensräumen zu beobachten. Sie halten sich dann auch in reinen Laubwäldern oder Schilfgebieten auf. Und Schilf gibt es in Weilbach ja.
Hauchdünne Eisschicht auf dem großen Weiher. Bei den kleineren war es teilweise etwas mehr. Aber noch gibt es keine dicken Eisschichten. Hier kann ich mit etwas Glück im Sommer wieder Libellen beobachten.

Am Steilhang des ‘Geologischen Fensters’ hat es offenbar einen Erdrutsch gegeben. Diesem ‘Geologischen Fenster’, das Einsichten in die Schichten des Kiesabbaugebietes geben soll, fehlen leider Erläuterungen. Seitdem ich im Weilbacher Kiesgrubengebiet unterwegs bin, hat sich dort die Landschaft immer wieder verändert. Das ist total spannend. Gebiete, in denen vor zwei, drei Jahren noch das Wasser stand und Enten schwammen, sind längst wieder aufgeschüttet und teilweise zu Pferdekoppeln geworden. Eine andere Mondlandschaft hat man in den letzten Monaten nicht nur aufgeschüttet, sondern inzwischen auch mit einem Hang neu modelliert. Ich bin gespannt, was daraus wird. Einzig der immer aktive Bereich sieht nach wie vor aus wie der Wilde Westen.

Auf meinem Rundweg habe ich etliche Aussichtstürme erklommen. Von einem konnte ich die Kaschmirziegen in ihrem Stall entdecken. Von den Kulanen ist keiner mehr vorhanden, soweit ich weiß. Dieses Projekt ist gescheitert. Irgendwie versteh ich das nicht. Denn eigentlich hätten die Verantwortlichen von Anfang an wissen können, dass man eine Herde aus lauter Wildesel-Hengsten nicht auf Dauer halten kann.

Von den vielen Aussichtstürmen hat man immer einen schönen Einblick in die nicht zugänglichen Naturschutzgebiete. Heute habe ich zwei mir bisher noch unbekannte Türme entdeckt. Einen habe ich noch erklettert, den anderen muss ich mir ein andermal vornehmen. Der liegt schon fast in Eddersheim. Das lag bislang noch nie auf meinem Weg. Aber von diesem Turm hat man vielleicht wirklich mal einen Blick auf den Silbersee (der eigentlich Froschpfuhl heißt).

Diesen Blick hat man wenigstens jetzt im Winter vom Aussichtsturm Nr.2 aus.

Hier mal eine Übersichtskarte, in die ich meine Wege von heute eingezeichnet habe. Rot ist der Hinweg ab Parkplatz, blau der bzw. die Rückwege. Der weiße Pfeil zeigt zum Aussichtsturm Nr.5, den ich das nächste Mal ansteuern werde. Das geht aber nur ganz außen herum.
Ach richtig, an den Wasserbecken vom Regionalpark-Haus und am Naturschutzhaus war ich auch noch. Habe ich gar nicht eingezeichnet.

Zum Schluss noch ein Bild für alle Pollenallergiker. Aufgepasst! Es geht schon wieder los. Hoffentlich müsst ihr nicht schon bei diesem Anblick niesen 😉
Ich wünsche euch allen einen schönen Sonntag.

Den Header der ‘Blog’-Seite habe ich gestern von der Schnee & Eis-Vision auf Realität umgestellt. Und schon wird es kalt! So kann’s kommen.

vorher

nachher 😉


8.5.2021 - Neuer Beitrag auf Elke Heinze.de: Über das Schreiben und das Bloggen: Schaut mal rein!