Nein, ihr seht im Headerbild keine Zutaten für Frankfurts Grüne Soße, obwohl die Lieferung genau am “Grüne-Soße-Tag” angekommen ist. Es ist das “Unboxing” (*gg*) neuer Pflanzen, die ich mir für eine der problematischsten Stellen in unserem Garten bestellt habe. Es ist der Bereich unter der großen Tanne und drumherum: Trocken, schattig (meistens) und sauer von den abgeworfenen Nadel. Und das sind Massen, plus die klebrigen Schuppen der Zapfen. Tannen, das wisst ihr sicher, werfen ihre Zapfen nicht im Ganzen ab, sondern Stück für Stück als Schuppen. Links der Tanne steht unser Geräteschuppen, an dem sich die Clematis viticella ‘Alba Luxurians’ emporhangelt, wenn ich sie rechtzeitig dirigiere. Diesmal habe ich wieder mal einen Knäuel produziert, der mir nun den Wasserpylon verdeckt *arrrgh*. Da werde ich mir ein Stück Schlauch befestigen müssen, um ans Wasser zu kommen. Rechts der Tanne dann erstmal kaum was, ein paar Farne, Sam und … habt ihr ja im vorletzten post gelesen. Auf dem Panoramabild seht ihr schon die Elfenblumen (Epimedium), die ich direkt vor den Stamm gepflanzt habe.

Für Lorettas & Wolfgangs Linkparty Gartenglück gibt es heute ein paar Fotos von neuen Pflanzen. Nachdem ich fertig war, habe ich meinen Liegestuhl gleich mal in diese Richtung gedreht und mich über das Laub der Elfenblumen gefreut, in denen sich die Sonnenstrahlen spiegelten. Elfenblumen sind sehr filigrane Pflanzen, die im Frühling blühen und anschließend mit ihren auffälligen Blättern schattige Stellen erhellen. Gepflanzt habe ich Epimedium x warleyense ‘Orangekönigin’ und Epimedium pinnatum ssp. colchicum – Schwarzmeer-Elfenblume -, gelbblühend.
Beide Sorten gelten als robust und trockenheitsverträglich und auch die Gefahr von Schneckenfraß soll sehr gering sein. Ich hoffe mal, dass das stimmt, und ich mich im nächsten Frühjahr an den Blüten erfreuen kann.

Im Hintergrund habe ich zu den schon vorhandenen weißen Anemonen noch zwei gefüllte, rote Japonica-Hybriden ‘Prinz Heinrich’ – gepflanzt und außerdem  weiße Sommer-Wald-Astern. Weiß soll den dunklen Bereich ein bisschen heller machen.

Zu den einfachen Farnen, die sich seit Jahren gut halten, ist nun noch ein Nepal-Schwarzschuppenfarn – Dryopteris wallichiana – dazugekommen. Die Beschreibung bei Gaissmayer: “Die bis zu einem Meter langen, sattgrünen, glänzenden Wedel sind an Stiel, Mittelrippe und Seitenadern dicht mit schwarzbraunen Schuppen bedeckt, wodurch ein schöner Kontrast zu den Fiedern entsteht. Der Austrieb leuchtet in der Frühjahrsonne bronzefarben.Bei der Pflanzung genügend Platz zur Entfaltung geben.
Ich fürchte, ich habe ihn zu nah an die anderen Farne herangesetzt. Das passiert mir immer mal wieder, dass ich mich da verschätze, wenn die gekauften Pflanzen noch recht klein sind. Vielleicht versetze ich ihn lieber gleich noch mal.

Als letztes kamen noch zwei neue Hosta hinzu. Die ‘Devon Green’ bekam ihren Platz natürlich diekt neben Sam, der Steinfigur aus Devonshire. Das Original stammt von der Künstlerin Fiona Jane Scott, die sich beim Entwurf ihrer Figuren an den Geschichten über Drachen, Trolle und Gargoyles orientiert hat. Links daneben – und auch viel zu dicht, wie ich jetzt sehe – sitzt die Weißrand-Funkie ‘El Nino’ ®.  Beide werden nicht sehr groß, aber zu eng sitzen sie trotzdem. Auch diese beiden Hosta sollen nicht sehr anfällig für Schneckenfraß sein. Hoffentlich stimmt es. Ich habe etliche Hosta, bei denen ich aufpassen muss wie ein Luchs und Schneckenfraß trotzdem nie vermeiden kann. Eine große Pflanze in diesem Bereich weiter hinten – eine Blaublatt-Funkie – ist offenbar eingegangen.

Der ganze Spaß hat mit Versand um die achtzig Euro gekostet. Ich kaufe ja sonst gerne im Gartencenter direkt, aber wenn ich etwas plane, wofür ich mehrere ganz spezielle Pflanzen brauche, dann bestelle ich gerne. Dann bekomme ich immer alles passend und muss keine faulen Kompromisse eingehen.

Draußen wirds gerade etwas finster. Wir hatten heute Morgen erst mal nur 10°C, aber dann kam die Sonne heraus und es wurde wieder über 20°C. Jetzt könnte es aber wieder einen (Gewitter-) Schauer geben. Ich muss mal meine Gartenstiefel in Sicherheit bringen. Die stehen noch zum Trocknen auf der Terrasse. Die waren von gestern vollgelaufen.

Eichhörnchen habe ich auch mal kurz zu Gesicht bekommen. Während eins sich gleich eine Nuss schnappte, knabberte das zweite den Zaun des Nachbarn an.



Apropos, falls ihr das noch rechtzeitig lest, auf arte gibt es heute (Freitag) um 18:35 Uhr eine Dokumentation über das wundersame Leben der Hörnchen.


Und nun noch das Zitat im Bild für Nova: Keine Ahnung, was die beiden da diskutieren oder worüber sie nachdenken, aber schon Buddha meinte dazu:

” Wenn du ein Problem hast, versuche es zu lösen.
Kannst du es nicht lösen, dann mache kein Problem daraus.”

Ich wünsche euch ein tolles Pfingstwochenende!

Nachwuchs bei Familie Eichelhäher. – Mit dem Regenschauer wars wohl nichts.