Kürbiszeit! Wenn die ersten Kürbisse angeboten werden, kommt immer der Tag, an dem ich einen kleinen Hokkaido mit nach Hause nehme. Und weil es heute mal wieder so gar nicht aufhört zu regnen, musste er heute dran glauben. Wochenendeinkauf dann morgen, viel brauche ich nicht. Und ich hatte noch ein Fertig-Curry im Portionsbeutel im Vorratsschrank, bei dem mir nicht aufgefallen war, dass es mit vier Peperoni und „sehr scharf“ ausgezeichnet war. So gar nicht mein Ding 😉 Aber als Würzmischung zusammen mit Kürbis und Kartoffeln sollte das funktionieren.

Hokkaido hat den unschätzbaren Vorteil, dass er nicht geschält werden muss, man ihn ohne großen Kraftaufwand zerlegen kann, und er außerdem die gleiche Kochzeit hat wie Kartoffeln.

Ich habe zunächst Zwiebeln und Kartoffeln in 1 TL Rapsöl angedünstet, dann den kleingeschnippelten Kürbis dazugegeben. Etwas Salz dazu. Ist bei Kürbis immer wichtig, sonst schmeckt er am Ende zu lasch. Weiter gedünstet, dann eine Tasse Gemüsebrühe dazu und eine Viertelstunde köcheln lassen. Anschließend kam das Fertig-Curry dazu. Und – uahhh – wirklich scharf!


Alles gut vermischt und noch 2 Eßlöffel fettreduzierten Schmand dazugegeben. Das machte die Sache schön sämig und reduzierte die Schärfe. Am Ende war es genau richtig und sehr lecker. Genau richtig bei diesem Wetter.


Ich bin im Moment am Experimentieren. Gestern habe ich meinen ersten Sellerie-Salat ähnlich einem Waldorfsalat produziert. Ich habe noch nie zuvor eine ganz Sellerieknolle gekauft. Immer nur als Beigabe zum Suppengrün. Dabei ist Waldorfsalat so lecker, vor allem, wenn man die Mayonaise zum größten Teil durch Joghurt und Schmand ersetzt. Dann schmeckt er würzig und schön frisch.

Das ist das Schöne am Herbst und am Regenwetter: Man hat Zeit, sich auch mal mit neuen Rezepten zu beschäftigen. Während draußen der Regen plätschert, ziehen drinnen leckere Düfte durch die Küche.