Kameras & Zubehör

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Ich werde immer mal wieder gefragt, welche Kamera ich benutze. Deshalb mal ein kleiner Überblick, auch ein bisschen Historie. Angefangen hat alles sehr früh. Schon mein Vater hat mir, als ich noch sehr klein war, eine alte Box in die Hand gedrückt. Das war so ein Teil, in das man oben reinguckte und seitlich den Film weiterspulte. Dass seine eigene Begeisterung sofort auf mich übergesprungen wäre, will ich nicht behaupten. Aber ich habe immer mal wieder fotografiert. Später kam dann die erste preiswerte Spiegelreflexkamera. Zunächst wurde noch in Schwarz-Weiß fotografiert und in der eigenen Dunkelkammer auch selbst entwickelt. Das erledigte sich dann mit dem Aufkommen der Farbfotografie. Das Entwickeln wurde zu aufwändig und mir fehlten in meinen Zwanzigern auch Zeit und Muße dazu. Dias habe ich nie gemacht. Das war die Domäne meines älteren Bruders. Aber es gab mal eine Polaroidkamera und irgendwann die erste Kompaktkamera, als mir die Schlepperei der Spiegelreflexausrüstung zu viel wurde. Mit kleinen Kinder macht sich das nicht mehr so gut. Für die letzte analoge Kompaktkamera habe ich mir noch ein Unterwassergehäuse gekauft. Damit wurden Anfang der 2000er Jahre Unterwasserfotos auf den Malediven gemacht. Außerhalb vom Wasser gab es schon die erste digitale Kompakte von Olympus C-720 UZ. Die Auflösung war noch nicht berauschend, aber bei gutem Wetter durchaus brauchbar. Hier ein paar Daten: CCD-Sensor 1/2,5″ 5,8 x 4,3 mm (Cropfaktor 6,0) 3,0 Megapixel (effektiv) Das UZ stand für Ultrazoom, ein 8-facher optischer Zoom.

Meine erste digitale Kamera war allerdings eine Sony Mavica MVC-FD73, die ich mir für Zahnaufnahmen in der Praxis gekauft hatte. Sie speicherte auf einer 3,5-Zoll-Diskette und besaß eine maximale Bildauflösung von 640 × 480 Pixeln.


Diese Kamera hatte ich 2001 auf Malta dabei. Hier kommt eins der wenigen Fotos, die ich aufgehoben habe. Maximale Größe und Auflösung und mit Photoshop etwas entrauscht. Damals digital fotografieren zu wollen, war natürlich ziemlich sinnlos. Analoge Kameras schlugen die digitalen qualitativ um Längen. Das war die Zeit, in der man der digitalen Fotografie noch keine Chance gab.

Malediven zwischen 2003 und 2005 mit der Olympus C-720 UZ



Die Olympus C-720 UZ hatte ich auch 2004 in Kroatien dabei. Und da sind immerhin solche Fotos entstanden.



Die digitale Entwicklung blieb natürlich nicht stehen und 2008 in den USA war ich dann mit der SP-570 UZ unterwegs. Also nach wie vor Olympus. Aber das war dann schon ein anderes Kaliber mit einem 20-fach Zoom: CCD-Sensor 1/2,3″ 6,2 x 4,6 mm (Cropfaktor 5,6) 10,7 Megapixel (physikalisch), 10,0 Megapixel (effektiv). Statt drei Megapixel gab es jetzt schon zehn. Das – nur so nebenbei – ist heute die Auflösung, die man erzielt, wenn man an eine Vollformatkamera mit 24 Megapixeln ein APS-C Objektiv dranschraubt. Meine A7M3 kann ich entsprechend auf APS-C umschalten, aber der Verlust ist einfach da.

Im Yosemite Nationalpark …
… und San Francisco

In den nächsten Jahren gab es immer wieder Kamerawechsel. Zeitweise fotografierte ich mit den ersten Systemkameras von Panasonic Lumix, dann bin ich wieder auf die großen Bridgekameras umgestiegen. Die spiegellosen Systemkameras von Panasonic waren die Vorreiter auf dem Markt und arbeiteten mit dem Micro-Four-Thirds-System. Das bezieht sich auf die Sensorgröße. Micro-Four-Thirds ist verglichen mit APS-C und vor allem mit dem Vollformat ein relativ kleiner Sensor.
Das sogenannte Vollformat entspricht der Größe des früheren Kleinbildfilms, also 36 x 24 mm.
ASP-C (Sony) entspricht 23.6 x 15.6 mm.
Micro-Four-Thirds 17.3 x 13.0 mm
Darunter liegt dann der bei vielen Kompaktkameras benutzte 1″Zoll-Sensor (12.8 x 9.6 mm) 

Bei der Panasonic Serie war ich irgendwann den Objektivwechsel wieder leid und habe mich auf die großen Bridgekameras eingeschossen. All in One fand ich praktisch und außerdem war ich ein Superzoom-Junkie. Der Wechsel zu den Systemkameras von Sony kam überraschend. Irgendwie war mir die letzte Bridge zu groß und zu schwer und die zierliche Sony Alpha 6000 reizte mich einfach. Dass ich mittlerweile mit der A7M3 und den großen Teleobjektiven wieder bei groß, schwer und Objektivwechsel angelangt bin … hm, na ja. Aber: Seitdem hat sich meine Einstellung zum Fotografieren auch irgendwie geändert. Wenn ich losziehe, überlege ich mir, was ich gerne fotografieren möchte und welche Ausrüstung ich dazu brauche. Ich benutze noch immer gern das Tele für Tieraufnahmen, aber auch genauso häufig meine beiden Makroobjektive. Meine aktuelle Ausrüstung hat mich in den beiden letzten Jahren einiges gekostet, aber jetzt bin ich zufrieden. Mehr Tele kann ich nicht schultern und mehr Makro nicht stillhalten.

Kaufen und Verkaufen
Zur Erläuterung: Alte Kameras werden von mir immer wieder verkauft. Und ich habe einen großen Teil des Equipments gebraucht erstanden. So halten sich die Ausgaben trotz allem in Grenzen. Wenn ich hier zu Amazon verlinke, dann der Einfachheit halber. Mit meinen Affiliatelinks habe ich übrigens noch nie etwas verdient, aber man kann’s ja mal versuchen 😉 Solltet ihr über einen solchen Link etwas bestellen, bedeutet das keine Mehrkosten für euch. Gebraucht kaufen kann man nicht nur bei ebay, sondern auch bei Anbietern wie mpb und ganz normalen Fotohändlern. Verkauft habe ich schon öfter mal über flip4new.  Da bekommt man sicher nicht das meiste Geld für seine Sachen, aber es ist total einfach und der Laden ist seriös. Richtig geärgert habe ich mich hingegen über Foto Mundus. Voll”mun”dig wird dort versprochen, dass es keine Nachverhandlungen über den Preis gibt, wenn man ordentliche Angaben über den Zustand macht. Das käme nur in seltenen Ausnahmefällen vor. Natürlich war ich dann prompt die seltene Ausnahme. Kann ich nur vor warnen! Online habe ich schon bei unterschiedlichen Händlern gekauft, auch in Österreich. Vergleichen lohnt sich. Die Hersteller machen immer wieder Sonderaktionen, die nicht unbedingt in Deutschland und Österreich zum gleichen Zeitpunkt stattfinden.

Hier ein Überblick, was ich aktuell benutze.

(*) Meine Alpha 6100, eine Sony APS-C-Kamera, die ich sehr schätze: Klein, günstig, qualitativ hochwertig. Sie besitzt noch einen eingebauten Blitz und eine Panoramafunktion. Meistens bekommt man sie im Set mit einem kleinen Zoomobjektiv, dem SEL 16-50mm. Das Display ist neig- und klappbar, zumindest nach oben, Selfies sind also möglich. Ebenso Fotos in Bodennähe. Zum Fokussieren besitzt sie eine Touchdisplay, aber auch nur dafür. Leider nicht fürs Menü.

Ich habe mir sehr schnell das mittlere (*)Tele 18-115 mm dazu gekauft. Das ist für viele Situationen perfekt. Nicht unbedingt für die Tierfotografie. Da braucht’s noch ein bisschen mehr. Dafür benutze ich das SEL 70-350 mm Tele mit OSS (Bildstabilisation). Die Kombination Alpha 6100 mit dem 70-350 mm liegt bei mir fast immer irgendwo im Wintergarten, sodass ich sie schnell zur Hand habe, um Vögel oder Eichhörnchen zu fotografieren. Allerdings ist ihr die A7M3 schwer auf den Fersen. Das Eichhörnchenbild ist tatsächlich mit der Vollformatkamera entstanden.

 

So wie ich mich von der Alpha 6000 zur 6100 “upgedated” habe, so ist es mir mit der Sony A-Serie auch gegangen – schlimmer noch. Erst die A7, dann die A7II und letzten Endes dann doch die A7M3 oder Alpha 7III. Die älteren Modelle blieben qualitativ einfach hinter der Alpha 6100  zurück. Da half auch der Vollformatsensor nichts. Brauch ich Vollformat? Gute Frage. Vermutlich hätte es auch APS-C weiterhin getan. Aber irgendwie hat Vollformat einen besonderen Reiz, vor allem auch bei der Weiterbearbeitung am PC.  Und der Sensor hat in meinen Augen auch eine andere Farbqualität, die ich sehr mag.

Großer Vorteil der (*) Alpha 7M3 ist die optische Bildstabilisation im Gehäuse, das der Alpha 6100 fehlt. Sony Objektive sind nämlich nicht unbedingt die preiswertesten, aber sie sind meistens mit dem OSS-System zur Bildstabilisation ausgerüstet. Das braucht man bei Teleobjektiven unbedingt. Für die A7M3 konnte ich mir nun das Tamron Reisezoom ohne eigenen Stabilisator kaufen. Diese Kombination ist momentan mein absolutes Dream-Team. Das (*)Tamron 28-200 mm deckt einen unglaublich großen Bereich ab und hat zudem eine sagenhafte Naheinstellgrenze von nur 19 cm. Es ist klein, leicht und lichtstark. Ich bin schon am überlegen, ob ich meine Makroobjektive nicht wieder verkaufe. Makroobjektive sind schwierig in der Handhabung, vor allem das 90mm Makro. Und mit dem Tamron kann man tolle Nahaufnahmen machen. Nachteil der A7M3 im Vergleich zur Alpha 6100: Sie ist größer und schwerer, sie hat weder einen eingebauten Blitz noch eine Panoramafunktion. Das muss man sich vor Augen halten. Und natürlich auch, dass Objektive für Vollformat immer um einiges teurer sind als die für APS-C. Trotzdem – die A7III in der Hand, das ist einfach eine echte Kamera. Ich kann’s nicht anders sagen. Und das Gewicht hält sich noch in Grenzen. Ich benutze beide Kameras fast ausschließlich mit den Handschlaufen von (*)Peak Design und das geht gut. Übrigens auch ein geniales System. Dass ich inzwischen an beiden Kameras die gleiche Handschlaufe habe, ist echter Luxus. Denn man kann sie in Sekundenschnelle wechseln. Oder gegen den Umhängegurt austauschen. Aber den benutze ich selten.

 

Wird fortgesetzt …