Auch wenn das Wetter nach wie vor eher durchwachsen ist, wird es im Garten immer sommerlicher. Neben den vielen Rosen blüht nun auch der Lavendel. Und wenigstens an ihm lässt sich auch mal ein Schmetterling blicken, und wenn es nur der Kohlweißling ist.
Die Regentonnen sind wieder gut gefüllt. Hinten im Garten unter der Tanne muss ich nämlich trotz der Regentage gießen. Dort ist und bleibt es trocken. Den Lavendel mögen natürlich auch andere Insekten – hier die Gartenhummel.

Ganz netten Krach machen übrigens die Hausrotschwänze in unserem Garten. Man könnte sie als Gartenpolizei bezeichnen. Da kann sich keine Katze mehr unbemerkt anschleichen, wenn die Rotschwänzchen auf der Hut sind.

Und dann sind da ja auch noch die Rosen! Am Wochenende habe ich mich bei Loretta & Wolfgang zu den Englischen Rosen geäußert, mit denen ich auch nicht die besten Erfahrungen gemacht habe. Und wer hier schon lange liest, weiß auch, dass ich seit einigen Jahren mit der Lady Emma Hamilton hadere, mich aber dennoch nicht von ihr trennen kann. Und in diesem Jahr überrascht sie mich damit, dass sie auf einmal einen sehr gesunden und stabilen Eindruck macht. Diese Farbe ist halt auch genial und der Duft sowieso. Momentan denke ich garantiert nicht mehr ans Ausgraben und Entsorgen. Sie hat ungewöhnlich dunkles Laub und die Stiele haben einen dunkelroten Schimmer.

Entsorgt haben wir heute das nächste Nadelgehölz. Nicht nur in unserem Garten geht offenbar ein Pilz um, der vor allem die Zypressen erledigt. Heute hat mein Mann die große Säulenzypresse am Gartentor entfernt, vor Kurzem mussten wir uns von einer Goldzypresse verabschieden. Vermutlich sind Hitze und Trockenheit der letzten Jahre begünstigende Faktoren dieses Sterbens. Das ist wirklich nicht schön. Dazu kommt der Bambus, der eindeutig auch ein Opfer des Klimawandels ist. Ich habe gerade etliche kahle Stellen im Garten. Da heißt es gut zu überlegen, was man in Zukunft pflanzt.

Ich füttere im Sommer Vögel und Eichhörnchen nicht mehr regelmäßig. Kommt ein bisschen aufs Wetter an. Als es jetzt wieder kühl und nass war, gab es zumindest für die Eichhörnchen mal wieder was.

Der „Graurücken“ scheint neu zu sein. Zumindest ist er mir noch nie so deutlich aufgefallen. Neuerdings mühen sich auch die Eichelhäher am Futterkasten ab. Und selbst Tauben sitzen ab und zu davor, haben aber null Ahnung, wie sie ans Futter drankommen könnten.