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Heute Nachmittag kam ein Päckchen an, mein letztes auf ebay entdecktes „Haben-wollen-Altglas“. Ich schrieb ja kürzlich, dass es nicht so sehr viele alte Objektive gibt, die ich nun unbedingt haben muss. Ich bin ja schon mit den Originalobjektiven von Sony wirklich gut abgedeckt, was die sinnvolle Bandbreite an Brennweiten betrifft. Und dass ich je ein Revuenon kaufen  würde, hätte ich mir auch nicht träumen lassen. Die Kameras und Objektive von Foto Quelle kaufte man sich früher, wenn man sich nichts Edleres leisten konnte. Und so war auch der Ruf. Dann bin ich aber kürzlich auf das Makro Revuenon 28mm gestoßen, Offenblende 2.8. Mich interessierte zunächst das Weitwinkel für Vollformat und dann der Begriff „Makro“. Diese 28 mm und eine Naheinstellgrenze von 20cm hat nur mein großes und schweres Tamron Zoomobjektiv. Dann habe ich mich etwas schlau gemacht und bin überall auf die Bewertung gestoßen, dass dieses alte Objektiv ausgesprochen scharf sei.

Eindeutig „Vintage“ – mehr geht nicht 😉  Aber super in Schuss.

Da musste ich natürlich unbedingt noch mal raus, um das Teil auszuprobieren. Es war heute eisebitterkalt, aber auch wieder sonnig. Die Sonne war nun aber schon fast wieder am Untergehen. Ich musste mich beeilen. Apropos: Heute ist Wintersonnenwende! Grund genug der Sonne mit einem Spaziergang zu huldigen.


Der große Teich zeigte tatsächlich bereits eine hauchdünne Eisschicht. Und das Objektiv hat mich Anhieb begeistert. Man kann die Bilder fast „out of cam“ ohne weitere Bearbeitung und als jpeg verwenden. Ich nehme trotzdem die raws, aber wenn’s mal schnell gehen muss … Denn auch die Farben sind super.


Ich habe das Revuenon an die Sony A7III adaptiert. Zuhause wollte ich dann noch die Makrofähigkeit testen. Also Blitz auf die Kamera – war ja schon fast wieder dunkel und ran an die Amaryllisblüte.


Das sieht erstaunlich gut aus. Dann habe ich dem Ganzen noch die Krone aufgesetzt und zwischen Kamera und Adapter noch einen 10 mm Zwischenring geschraubt. Das geht! Aber wird natürlich hinsichtlich der Tiefenschärfe kritisch. Liegt aber nicht am Objektiv, sondern an den Gesetzen der Optik.


Dieses alte Objektiv ist jeden Euro wert, den ich dafür bezahlt habe. Ja, es hat eine Randunschärfe und es hat auch chromatische Aberrationen, wenn man in die 100%-Vergrößerung geht. Aber bei dem Format, das ich im Internet zeige, spielt das keine Rolle.

Aber kalt ist es heute wirklich. Heute Früh auf dem Thermometer -5° abgelesen. Da war’s schon 8 Uhr durch und die Sonne kam allmählich raus. So wirklich gern ist man da nicht unterwegs, zumindest nicht im Schatten.

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