Den perfekten Blogbeitrag gibt es sicher nicht. Aber mich würden mal ein paar Meinungen interessieren.

  1. Für wen bloggst DU? Was auch beinhaltet: Wie sehr beschäftigt es dich, ob du Feedback bekommst oder nicht – oder wie viel? Ist dein Blogbeitrag in erster Linie Tagebuch für dich selbst und dir deshalb mehr oder weniger egal, wie er bei anderen ankommt? Oder würdest du an deiner Präsentation etwas ändern, wenn du wüsstest, dass der Beitrag dann von mehr Leuten als bisher gelesen wird?
  2. Sollte ein Blogbeitrag eine Minimal- und  / oder Maximallänge haben? Was schätzt du, wie viel Zeit deine Leser für einen Beitrag aufwenden wollen? Nachtrag: Ich meine damit, wie viel Zeit deine Leser für das Lesen eines Blogbeiträgen aufwenden wollen.  Aber es wäre auch mal interessant zu wissen, wie viel Zeit der einzelne Blogger für das Erstellen seines Beitrages ansetzt.
  3. Ist es egal, ob der Beitrag vorwiegend Fotos enthält oder ist viel Text für dich okay, vielleicht sogar interessanter?
  4. Sollten Bilder eine Mindestgröße haben – egal ob direkt im Beitrag oder nach Anklicken, wenn sie dann in einer Slideshow oder separaten Seite aufgehen?
  5. Magst du Beiträge mit vielen Bildern, die in Collagen zusammengefasst werden, wobei das einzelne Bild dann relativ klein bleibt?
  6. Wenn ein Beitrag länger ist und aus viel Text und vielen Bildern besteht, sollte die Seite dann grafisch ansprechend gegliedert sein?
  7. Wenn ein Blogger mehrmals am Tag einen Beitrag veröffentlicht, ist dir das zu viel, oder versuchst du, die Beiträge alle zu lesen und zu kommentieren?
  8. Findest du diese Umfrage interessant oder komplett überflüssig?

Selbstverständlich bekommt ihr auch meine Antworten.

  1. Ich blogge, um gelesen zu werden. Alles andere wäre unehrlich. Das ist wie mit den Büchern, die ich geschrieben habe, die sollten ja auch gelesen werden. Allerdings hat es auch die zweite Komponente, dass ich es für mich selbst mache, weil mir Gestaltung Spaß macht. An der Präsentation feile ich immer, weil ich möchte, dass die Beiträge interessant sind. Deshalb würde ich auch immer auf Vorschläge und neue Ideen eingehen. (Bilder zum Vergrößern bitte anklicken.)

2. Zum Thema Länge gilt für mich, dass ich auch gerne mal einen langen Beitrag lese, wenn er mich vom Thema anspricht und gut gegliedert ist. Das heißt, wenn sich Text und Bilder abwechseln, wenn es Überschriften gibt und wenn die Schrift gut lesbar ist – also nicht zu klein, nicht zu verschnörkelt und farblich gut erkennbar.

3. Ich bevorzuge normalerweise fotolastige Beiträge, weil das auch mein Interesse ist.

4. und 5. Ich fasse diese Punkte mal zusammen: Ja, ich finde zu kleine Fotos schrecklich. Die größere Seitenlänge sollte wenigstens durch Anklicken 600 – 800 Pixel betragen.
Ich habe grundsätzlich nichts gegen Collagen. Aber wenn ich nur Collagen mit winzigen Einzelbildern zu sehen bekomme, schwindet mein Interesse. Meistens handelt es sich dann auch um Bilder, die für den/die Blogger*in Erinnerung in irgendeiner Form darstellen, mir aber nichts sagen. Sie haben für mich keinen ästhetischen Wert, oft noch nicht einmal einen informativen.

6. Gliederung ist mir wichtig. Ich selbst ertappe mich dabei, dass ich zu wenig mit Zwischenüberschriften arbeite. Dafür gliedere ich eher mit dem Wechsel zwischen Text und Bild.

7. Ich blogge selbst mehr als einmal am Tag, sehe das aber kritisch. Wenn bei einem Blogger mehr als zwei Beiträge pro Tag erscheinen, habe ich nur dann Lust, sie alle zu lesen und auch zu kommentieren, wenn jeder Beitrag für sich wirklich interessant ist. Durch die Teilnahme an Linkpartys lässt sich das mehrfache Bloggen nicht immer vermeiden. Wer in diesem Jahr an der 365-Tage-Challenge teilnimmt, bloggt meistens automatisch zumindest zweimal am Tag. Das ist für mich okay.

Zu Punkt 8: Na ja – den überlasse ich ganz und gar euch.

Die Fotos habe ich alle im Bereich unserer Hecke zum Wachtelweg hin bzw. darüber hinaus gemacht. Es ist eine sehr alte Ligusterhecke, die nach hinten raus immer stärker von Eiben durchwachsen ist. Den Blick auf das Nachbarhaus finde ich deshalb so spannend, weil dieses Haus früher ein „Hexenhäuschen“ war, einstöckig und wirklich klein. Inzwischen wurde es durch die neuen Besitzer aufgestockt und sieht völlig anders aus. Aber die Nachbarn haben nicht nur den größten Teil des Baumbestandes belassen, sondern auch die alten Kletterrosen am Haus und an der Garage. Und sie gedeihen prächtig und sind inzwischen höher als je zuvor. Die Garagen haben eine Dachterrasse bekommen. Auch die hat ein alter Rosenstock erklettert. Die Nachbarn sind sehr natur- und umweltbewusst. So kann man Altes also auch modernisieren und gleichzeitig erhalten.