… aber trotzdem schönes Wetter am Karsamstag. Heute mal wieder einen Spaziergang durchs Schwanheimer Unterfeld gemacht. Aber zuerst kommt mein Bild mit Spruch für Novas „Zitat im Bild“:


Bei uns landen immer wieder Insekten am Küchenfenster, die durch die Terrassentüren reinkommen. Gestern war es eine dicke Wiesenhummel. Um das Fenster zu öffnen, muss ich immer jede Menge Kram wegräumen. Diesmal hatten die Hummel und ich Glück: Sie rettete sich auf ein Basilikumblatt und ich konnte Topf mit Basilikum und Hummel ins Freie tragen – perfekt! Beim NABU wird Bombus pratorum als kleine Hummel beschrieben, die ausgesprochen quirlig ist und eher summt, als brummt. Als klein habe ich sie nicht empfunden, auch wenn das hier eine Makroaufnahme ist. Vielleicht war es eine Königin.
„Ihr Pelz ist struppig und gelb-schwarz-orange.“ Das zumindest stimmt.

Mein Spaziergang geht heute auch zu Lorettas & Wolfgangs Frühlingsglück.

Rosa Blütenpracht schon auf dem Parkplatz beim Industriepark

Alle Bilder von heute mit der Lumix TZ 202 gemacht – einige nachbearbeitet mit der neuen High-Resolution Funktion von Camera Raw.

Auf den Wiesen findet man jetzt überall die hübschen kleinen Blüten vom Gamander-Ehrenpreis  (Veronica chamaedrys):

Und wieder eine Hummel diesmal vermutlich eine Steinhummel (Bombus lapidarius) – die mit dem orange-roten Hinterteil, ansonsten vorwiegend schwarz.

Es sind auch viel kleine Wollschweber unterwegs, die zu den Fliegen gehören, obwohl sie an kleine Hummeln erinnern oder wegen ihres Schwirrflugs und dem langen Rüssel auch an Taubenschwänzchen. Sie zu fotografieren ist wirklich schwer. Das muss ich im Garten mal mit der A7III und dem großen Makroobjektiv probieren.

Und plötzlich hatte ich das Männchen eines Aurorafalters (Anthocharis cardamines) auf der Hand, der leider sofort die Flügel zusammenklappte und sie auch nicht öffnete, als ich ihn ins Gras bzw. ans Schaumkraut setzte. Vielleicht lag es daran, dass gerade eine dicke Wolke vorbeizog und die Sonne verdeckte. Die Flügelunterseite sieht immer so ein bisschen verwaschen aus, sodass man denken könnte, das Foto sei da unscharf. Ist es aber nicht.

Hier sieht man ganz schön, warum der Aurorafalter den wissenschaftlichen Namen Anthocharis cardamines trägt. Es sitzt derzeit häufig am Behaarten Schaumkraut – Cardamine hirsuta. Das Behaarte Schaumkraut kann als Salatgewürz mit leicht scharf-bitterem Geschmack genutzt werden. Im Mai findet man die weiblichen Falter oft an der Knoblauchsrauke, an der sie ihre Eier anheften. Die Knoblauchsrauke ist die Futterpflanze der Raupen des Aurorafalters.

So, das war’s. Nun ess ich noch ein Stück von meinem leckeren Möhrchenkuchen.

Bis Sonntagabend könnt ihr euch, wenn ihr mögt, noch beim Naturdonnerstag verlinken: https://mainzauber.de/2021/03/31/dnd-osterlaemmer/