Eigentlich wollte ich als Tagesfoto meinen neuen kuschelig-wuscheligen Teppich zeigen, den ich mir nun – nach drei Jahren komplett ohne Teppich – in mein Zimmer gelegt habe, aber nun gibt es doch wieder Blümchen. Oder besser gesagt einen „Schilderwald„, den ich eigentlich auch zu Arti schicken könnte. Das Wetter heute ist herrlich und das passte mir prima, denn am Samstag kamen einige bestellte Pflanzen an, die ich heute eingegraben habe. Dafür musste ich unter der Tanne erstmal wieder Tonnen von vertrockneten Tannennadeln, Schuppen von Zapfen, die unsere Eichhörnchen weit oben genüßlich zerlegt haben, und einiges mehr beseitigen. Aber das tut frau ja gern, wenn es etwas Neues zu pflanzen gibt.

Tagesfoto Nr. 51 für die 365-Tage-Challenge, hosted by Bernhard

Gepflanzt habe ich:

  • Frohnleiten Elfenblume ‚Frohnleiten‘
    Epimedium x perralchicum ‚Frohnleiten‘
  • Wald-Windröschen
    Anemone sylvestris
  • Leberblümchen
    Hepatica nobilis

 
Ich habe dieses Mal wirklich darauf geachtet, nur Schatten verträgliche Pflanzen zu setzen, die auch nicht zu viel Wasser brauchen. Das Grünzeug ganz links ist ein Elfenblumenrestbestand. Ich hatte vor ein paar Jahren mal welche gepflanzt, sie aber bis auf diese eine alle wieder ausgegraben, weil ich damals dachte, sie hätten den Winter nicht überlebt. Diese eine habe ich wohl übersehen. Und sie gedeiht prächtig. Die Elfenblume‘ Frohnleiten‘ hat andere Blätter, eher grün mit bräunlicher Zeichnung und gelben Blüten. Elfenblumen sind auch eher Blattschmuckstauden. Blütezeit ist April/Mai.

(Die wunderschönen Wald-Windröschen habe ich im letzten Jahr im Taunus entdeckt und war von ihnen verzaubert. Ich hoffe, dass sie sich im Garten unter der Tanne wohlfühlen.) Stimmt nicht, ich habe sie mit dem Wald-Sauerklee verwechselt. Hm – ob man den auch pflanzen kann? Aber weiß sind die Wald-Windröschen auch 😉 .

Waldsauerklee, in der Nähe der Weilquelle fotografiert, April 2022

Leberblümchen hatte ich noch nie im Garten. Das wurde endlich mal Zeit.
In einem schönen Blau blühen aber bei mir die ersten Anemonen im Vorgarten.

Tiefblaue Anemone blanda oder auch Strahlen-Windröschen

Es blüht jetzt plötzlich überall im Garten – herrlich!

Morgen, so fürchte ich, muss ich aber unbedingt mal mit Fensterputzen loslegen. Zumindest, wenn das Wetter wieder so schön ist wie heute. Habt ihr auch schon festgestellt, dass die Amseln abends wieder singen? Jedenfalls üben sie. So richtig klappt es noch nicht, aber es wird.

Gerade entdeckt und ich bin total fasziniert: Wir haben einen absolut klaren Sternenhimmel. Nach Westen, direkt über unseren Bäumen, stehen Venus und Jupiter in einer unglaublichen Helligkeit am Himmel. Das kann man natürlich gar nicht so fotografieren, wie es in Wirklichkeit aussieht. Venus wird schon gegen halb Neun untergehen, Jupiter etwa eine Stunde später.