Bei 18°c und so schönem Wetter musste ich einfach mal wieder was tun. Und habe mir prompt beim Zurückschneiden der letzten hohen Gräser mal wieder eine Blase am Zeigefinger geholt. Es ist doch immer dasselbe. Wolfgang vom Blog Gartenwonne hat kürzlich das hohe Lied auf das Schneiden mit einer Sichel gesungen. Aber erstens habe ich (noch) keine und zweitens ist das sicher auch nicht so ganz einfach. Ich habe dann aufgehört und lieber noch etwas fotografiert. Ich muss es ja auch nicht gleich übertreiben. Es geht mir besser, aber fit bin ich noch nicht. Im Moment nehme ich seit vielen Jahren mal wieder ein Antibiotikum – bin ich eigentlich absolut kein Fan von – aber ich hatte selbst das Gefühl, es müsse mal sein. Also schaun wir mal, ob es etwas gegen die momentan akuten, aber sonst chronischen Nebenhöhlenentzündungen und die Bronchitis ausrichtet. Ich habe meine „Arztphobie“ endlich mal überwunden und war von der Ärztin positiv überrascht. Sie hat sich wirklich viel Zeit genommen. Ich habe ja so einige Baustellen und somit werde ich da wohl noch mehr als einmal hingehen.


Von den Leberblümchen kommen jetzt immer mehr zum Vorschein. Auch die Waldanemonen zeigen zumindest schon, dass etwas zu erwarten ist.


Ich fände es toll, wenn ich endlich mal ein paar Pflänzchen gefunden hätte, die sich auch unter der Tanne entwickeln und blühen. Von den Elfenblumen zeigen sich im Moment etwas merkwürdige braune „Würmchen“, vermutlich Rhizome. Die sollten eigentlich im Boden bleiben. Hm, mal sehen, was das wird. Den ersten Marienkäfer habe ich auch entdeckt. Eigentlich sogar zwei, aber der andere war zu schnell weg. Und natürlich auch die unvermeidlichen Feuerwanzen 😉


Die beiden Fotos erinnern mich an zwei Youtube-Videos von Naturfotografen, die gänzlich unterschiedliche Ansichten hinsichtlich der Darstellung und des Hintergrundes haben. Da ist einmal der Australier Duade Paton, dessen Fotos immer das Objekt (meistens ein Vogel) fast völlig losgelöst vor einem extrem „creamy“ Hintergrund zeigen. Das ist toll, um die prächtigen Tiere in allen Einzelheiten zu sehen, aber auf Dauer finde ich das eher etwas langweilig, so wie ich zu perfekte Fotos überhaupt etwas langweilig finde.

Das zweite Video war komplett anders (Migration Productions Exploring the Natural World) und den Titel habe ich erst verstanden, nachdem ich das Video gesehen hatte: „Bird Photographers – Shoot Small in the Frame„. Hier vertritt der Fotograf die Ansicht, dass ein Bild, in dem das Tier eher klein, aber in seinem Habitat fotografiert wird, viel interessanter wirkt. Das ist auch meine Ansicht, obwohl ich mich immer wieder bei meinem Makroblick ertappe. Oder ich croppe, bis ich das Tierchen formatfüllend im Bild habe. Von den beiden Fotos oben gefällt mir das mit der Feuerwanze besser. Da ist einfach ein bisschen mehr drauf als nur das Insekt. Natürlich wäre das Marienkäferfoto auch netter, wenn der Käfer nicht von mir abgewandt auf diesem trockenen Halm gesessen hätte. Ich konnte ihn leider nicht umrunden, denn dahinter war direkt die Carportwand. Eigentlich ist das ein Thema für den Fotoblog, aber es bot sich hier gerade an.

Zweisamkeit

Durcheinander 😉  Was ist das eigentlich, ein Schaumkraut???

Dieser Beitrag geht zu Loretta & Wolfgang        

 

Noch ein bisschen rumgespielt. Ich wünsche euch ein weiterhin schönes Wochenende.

Wie es bei mir weitergeht, weiß ich immer noch nicht so richtig. Auch wenn ich hier gerade zu einem Projekt verlinke, habe ich eigentlich vor, mich von fast allen Projekten zurückzuziehen, außer denen, die ich selbst betreue. Ich merke einfach, dass es mir guttut, wenn ich nur fotografiere, wenn ich Lust dazu habe und auch nur blogge, wenn ich Lust dazu habe. Dieser Mischmasch an Projekten ist nicht das, was mir wirklich Spaß macht. Ich kann mir vorstellen, dass ich die Mainzauberseite als Gartenblog und Blog für Naturfotografie weiterführe. Alle anderen Fotoexperimente, eventuell Streetfotografie und Abstraktes kommen dann auf den Fotoblog. Vor allem muss ich einen Weg finden, weniger Zeit am PC zu verbringen.