Grob geschätzt stammen etwa 98% meiner Eichhörnchenfotos aus dem eigenen Garten. Hier wuselt fast immer eins davon herum, hellrote ebenso wie die Dunklen. Aktuell erscheint das Winterfell oft ziemlich grau. Das ist genauso normal wie die übrigen Farben.
Um es nochmal in aller Deutlichkeit zu sagen: Es gibt in Deutschland ausschließlich Eurasische Eichhörnchen (Sciurus vulgaris), egal wie ihre Fellfarbe ausfällt. In einigen anderen Regionen Europas kann man auch auf Grauhörnchen (Sciurus carolinensis) stoßen, die von Amerika aus eingeschleppt wurden. Aber nicht bei uns in Deutschland.
Das Eichhörnchen wechselt zweimal jährlich das Fell. Der Haarwechsel im Frühjahr verläuft vom Kopf über den Rücken und die Körperseiten bis zu den Hinterschenkeln, der Herbsthaarwechsel verläuft in umgekehrter Richtung, beginnend an der Schwanzwurzel hin zum Kopf. Ohren und Schwanz wechseln ihr Haar nur einmal im Jahr. Deshalb können unsere Eichhörnchen, ähnlich wie Vögel in der Mauser, im Frühjahr und Herbst manchmal etwas „gerupft“ aussehen. Das ist dann kein Anzeichen einer Krankheit.

Die Ohrpuscheln mit den langen Haaren sind ganz typisch für das Winterfell. Im Winter sind außerdem die sonst nackten Fußsohlen behaart.
Es ist auffällig, dass ich oft tagelang gar keine Eichhörnchen sehe. Dann wuseln sie wieder eifrig durch den Garten oder sitzen manchmal bis zu einer halben Stunde am bzw. auch im Futterhaus und knabbern eifrig vor sich hin, wenn sie nicht von einem Futterkonkurrenten verjagt werden. Das kann ein anderes Hörnchen sein oder aber auch der Eichelhäher.
Eichhörnchen halten keinen Winterschlaf, wohl aber eine Art Winterruhe, wenn es mal ziemlich kalt ist. Das sind dann die Tage, an denen man sie überhaupt nicht zu Gesicht bekommt.


Was füttere ich
Eichhörnchen gehören zu den Allesfressern. Dabei variiert die Nahrung der Tiere je nach Jahreszeit. Sie besteht in erster Linie aus Beeren, Nüssen und anderen Früchten sowie Samen. Daneben werden auch Knospen, Rinde, Baumsaft, Blüten, Flechten, Körner, Pilze, Obst und wirbellose Tiere wie beispielsweise Würmer gefressen. Auch Vogeleier und Insekten, Larven und Schnecken gehören zum Nahrungsspektrum.
Ich füttere in erster Linie Nüsse und Samen. Man liest oft, dass man keine Erdnüsse füttern soll, weil Eichhörnchen davon krank werden können. Das ist so nicht korrekt. Es geht dabei nur darum, dass Erdnüsse schimmeln können, aber es ist natürlich Ehrensache, dass die Futterhäuser regelmäßig sauber gehalten werden. Das ist besonders bei feuchtem Wetter wichtig. Keinesfalls sollte man hingegen Mandeln füttern. Sie können Blausäure enthalten! Nachteil von Erdnüssen ist, dass die Schalen eher weich sind und sich die Hörnchen daran nicht die Zähne schärfen können. Deshalb ist es notwendig, immer auch Wal- und Haselnüsse mit der Schale ins Futterhaus zu geben. Trotzdem beobachte ich immer wieder, dass sich die Eichhörnchen an diversen Hölzern die Zähne schärfen. Das kann das eigene Futterhaus sein, aber auch Nistkästen von Vögeln.

Es gibt auch hochwertiges Mischfutter zu kaufen, das zum Teil Bananenchips oder Maronen enthält. Beides wird gern gefressen. Das mit den Esskastanien war mir neu. Im nächsten Herbst werde ich sammeln. Diverses Kleinzeug wie manche Samen und Maiskörner gehen nicht so gut, werden aber sofort von den Vögeln gefressen, wenn ich das Futterhaus von übriggebliebenen Resten säubere. Die fallen dann einfach auf den Boden und sind in Nullkommanichts weg. Bislang habe ich auch keine Ratte mehr gesichtet. Ich frage mich, ob die sich nun bei den Nachbarn mit dem Kleinstbauernhof versorgen. Das wäre mir recht.



Und sonst?
Wettertechnisch haben wir im Rhein-Main-Gebiet derzeit wohl mal wieder die A*schkarte gezogen. Angeblich scheint in Hessen fast überall die Sonne, nur der Südwesten verharrt im Dauerhochnebel. Gerade eben (15:50 Uhr) kämpft sie sich vorsichtig durch die Wolken. Vielleicht wird’s die nächsten Tage besser. Ich kämpfe eh immer noch mit Restbeständen meines grippalen Infektes. Aber nicht mehr schlimm.
Die Website wächst allmählich wieder. Unter der neuen „About“-Seite gibt es jetzt auch wieder etwas zur Kameraausrüstung, falls das von Interesse ist. Demnächst werde ich mit dem Aufbau neuer Galerieseiten anfangen. Aber da sollen ja auch neue Fotos hinein. Das wird sich also nur allmählich füllen.
Ich hoffe, dass hier technisch wieder alles ordentlich läuft. Ein paar Probleme habe ich noch mit der Darstellung für Mobiltelefone. Dieses Responsive Design ist manchmal etwas knifflig. Aber man sollte alles erkennen können. Sieht nur manchmal nicht so perfekt aus.
Falls ihr im Kommentarfeld nach einer Antwort auf euren Kommentar sucht, dann klickt mal rechts auf „Antworten anzeigen“. Das klappt dann auf.

Das war’s für heute. Ich wünsche euch eine angenehme Woche. Die erste Januarhälfte haben wir schon wieder hinter uns gelassen. Und obwohl das Wetter bei uns nicht so prickelnd ist, stelle ich doch fest, dass es bereits wieder länger hell ist.



Liebe Elke,
Du bist zu eine Eichhörnchen Fachkraft geworden. Ao viel interessante infos und die Bilder … ich bin voll begeistert
Liebe Grüße
Czoczo
Liebe Elke, die Hörnchenbilder sind natürlich wieder ganz allerliebst, aber auch den Eichhäher hast du toll erwischt. Da wirst du ja immer fleißig für Futternachschub sorgen müssen. Bei scheint die Sonne von einem blankgeputzten Himmel – so ein Mist. Mir geht es aber schon etwas besser. Zumindest geht es hier… Weiterlesen »
Hallo Elke, ach wie süss sind Deine Bilder vom Eichhörnchen. Da kann ich mich einfach nicht satt sehen. Ich freue mich auch immer sehr wenn ich bei Birte welche sehe. Ich finde es schön dass Du ihnen Futter gibst denn die freuen sich bestimmt sehr. Und auch der Eichelhäher scheint… Weiterlesen »
Liebe Elke,
du schreibst heute Interessantes über Eichhörnchen. Vieles habe ich nicht gewusst, jetzt bin ich gescheiter. Schön, dass du immer wieder Fotos von den possierlichen Tierchen zeigst.
Liebe Grüße
Traudi