Heute zunächst mal ein paar Handybilder. Die Forsythienhecke entlang des Zauns der Berufsschule für Mode und Bekleidung war mir schon die letzten Tage aufgefallen. Dort ist heute unser Wahllokal untergebracht und ich hatte mir vorgenommen, dieses leuchtende Gelb zu fotografieren. Ausnahmsweise mal mit dem Smartphone. Eine Kamera wollte ich nicht mitnehmen, obwohl es vor und im Wahllokal interessante Motive gegeben hätte. Aber da durfte man eh nicht fotografieren. Zum ersten Mal habe ich erlebt, dass ich draußen in der Schlange stehen musste. Das lag eindeutig an der Art der Wahl und den beiden Stimmzetteln. Einer – so groß wie eine Badetuch – war für das Stadtparlament, der zweite für den Ortsbeirat. Ein dritter Wahlzettel war für die Kommunalen Ausländer- und Ausländerinnenvertretung. Den bekam aber nur, wer ausschließlich eine ausländische Staatsangehörigkeit inne und seit mindestens sechs Wochen in der Stadt den Wohnsitz oder dauernden Aufenthalt hat.

Weil das Wetter heute wieder etwas angenehmer war, ohne den scharfen Wind von gestern, habe ich noch einen kleinen Spaziergang angeschlossen. Und darüber nachgedacht, weshalb mittlerweile so viele Naturgärtner schon fast fanatisch die Ausrottung nicht-heimischer Pflanzen fordern. Mir ist absolut klar, dass heimische Pflanzen für unsere Tierwelt nutzbringender sind, aber müssen wir Menschen deshalb auf die Farbenvielfalt verzichten, die uns gerade im Frühling nicht-heimische Pflanzen bescheren und irgendwie auch glücklich machen?

Viele unserer Zwiebelblumen sind übrigens auch nicht-heimisch. Sie blühen außerdem nur kurz und ihre Blätter ziehen nach kurzer Zeit ein, sodass sie zumindest auch kein Raupenfutter darstellen. Und Viele blühen so früh, dass noch gar keine oder kaum Insekten unterwegs sind. Auch die Kornelkirsche, die immer öfter als Alternative zur Forsythie genannt wird, blüht in vielen Jahren zu früh für Wildbienen. Sie ist aber auf jeden Fall im weiteren Verlauf des Jahres ein gutes Vogelschutz- und Vogelnährgehölz. Es gibt allerdings – das nur noch zur Ergänzung – eine Forsythiensorte, die Pollen ausbildet. Das ist die Forsythia ‚Beatrix Farrand‚.



Obwohl ich selbst eine Verfechterin naturnaher Gestaltung unserer Gärten bin, glaube ich, dass man doch einen Kompromiss eingehen kann. Ich versuche jetzt immer mehr heimische Pflanzen zu setzen, entferne aber nur, was kaputtgeht oder vergreist. Ich finde aber schon, dass es wichtig ist, das Wissen über die Zusammenhänge zwischen Insektensterben (und durchaus auch dem Verschwinden vieler Vogelarten) öfter publik zu machen. Und auch als Käufer in Gartencentern und Gärtnereien mal hartnäckig nach einheimischen Pflanzen fragen. Es gibt viel zu wenige, die mehr als das nur Übliche anbieten. Da hilft oft nur das Einkaufen im Internet. Aber das ist auch nicht gerade ideal.
Werbung ohne Auftrag
Zur Vertiefung: Ich habe schon öfter mal die Videos von Markus Burkhard empfohlen. Inzwischen gucke ich mir aber fast lieber Videos von zwei anderen Naturgärtner an. Das ist einmal:
- Robert Höck mit dem Kanal „Der Tiroler Naturgärtner“ und
- Berthold Daubner vom Kanal Re-Nature
Die Videos von Robert Höck empfinde ich als erstens fundiert und zweitens durch seine Sprache und die unaufdringliche Musik als äußerst angenehm. Mit Berthold Daubner habe ich mich anfangs etwas schwergetan. Ich höre ihm nicht so wirklich gern zu. Er ist ein bisschen hektisch, aber man bekommt sehr viel Information. Am Anfang ging es dort meistens um die professionelle Gartengestaltung durch seinen Betrieb. Das vermischt sich inzwischen aber sehr gut mit Wissensvermittlung und Einblicke in seinen eigenen, naturnah gestalteten Garten.
Nach dem Mittagessen bin ich nochmal an den Main, um auf dem Süwag-Gelände nach den Mandelbäumchen zu gucken. Und – o Wunder! – sie blühen bereits. Ohne Sonne ist es leider nur die halbe Miete. Aber ich habe beim Bearbeiten ein bisschen an den Reglern gedreht, damit die Fotos nicht ganz so finster aussehen. Und da ich nun wieder mit der OM-3 fotografiert habe und mir RAW-Dateien zur Verfügung standen, ging das so halbwegs.

Es sind drei Bäumchen. Leider gibt es in keiner Richtung einen brauchbaren, etwas ruhigen Hintergrund für die Totale. Ich habe dann für den vorderen Baum den alten Industriekran als Hintergrund genommen.

Ich bin dann noch etwas durch die Altstadt rund um unsere beiden Schlösser spaziert. Aber außer der fantastischen Kamelie in der Straße Burggraben gab es nicht mehr viel zu sehen. Rund um die beiden Schlösser wird restauriert ohne Ende. Das ist einerseits sehr lobenswert, führt aber andererseits dazu, dass unglaublich viel abgesperrt ist.



Das war’s für heute. Doch nochmal ein netter Wochenendabschluss. Es blieb immerhin trocken und ohne den scharfen Wind von gestern war es draußen sogar ganz angenehm. Kommt gut in und durch die neue Woche!



Liebe Elke, bei uns war das Wetter heute nicht so dolle und weniger zum Rausgehen geeignet. So habe ich gedanklich mein Wohnzimmer weiter eingerichtet – Teppich, Couchtisch usw. Schöne Blüten hast du eingesammelt und die rote Kamelie ist ein Traum. Das Bild mit dem Kran gefällt mir sehr gut. Hier… Weiterlesen »
Der Kran an sich ist ein tolles Motiv, aber als Hintergrund eigentlich auch zu unruhig. Ich hätte hier ein extrem offenblendiges Objektiv haben müssen, um jeglichen Hintergrund in Unschärfe verschwinden zu lassen. Aber am Tele war f/5.6 das höchste der Gefühle. Ich muss mir wirklich mal angewöhnen, mein 25 mm… Weiterlesen »
Liebe Elke, auf euer Wahlergebnis bin ich gespannt, werde gleich um 18.00 h die Prognosen ansehen, mal schauen wo die AFD bei euch steht. Ihr hattet heute Sonne? Bei uns war sie nur kurz meistens war der Himmel bedeckt. Die besten Anregungen für Gartenanlagen ist immer noch die Natur. Da… Weiterlesen »
Ich werde nachher Hessenschau gucken. Grundsätzlich dürfte die AfD in Frankfurt nicht die allergrößten Chancen haben (hoffe ich jedenfalls), aber unser Frankfurter Westen . . . Ich bin auch gespannt. Was ich allerdings befürchte, ist, dass heute viele Wahlzettel ungültig sein werden. Ich habe es ja hautnah mitbekommen, dass viele… Weiterlesen »