Heraklit irrte . . .

21.06.2026 | Inspirationen, Internet, Schreiben & Lesen, Wetter, Zitate etc. | 1 Kommentar

. . . vielleicht stimmt auch einfach die Übersetzung nicht? Als Heraklit von Ephesos (ca. 535–475 v. Chr.) seinen berühmten Satz „panta rhei“ (alles fließt) sprach, hat er vermutlich noch nicht an katastrophale Klimaveränderungen gedacht. Oder doch? Ich jedenfalls zerfließe. Okay, ist eigentlich dasselbe wie ‚ich fließe dahin‘. Und aus meiner LED-Kerze aus Echtwachs wurde mittlerweile ein modernes Kunstwerk.

Nein, sie stand natürlich nicht in voller Sonne auf dem Gartentisch. Aber auf der Blumenbank im mittlerweile tropischen Wintergarten. Das reichte. Den vorher geraden Rand habe ich dann noch ein bisschen wellenförmig modelliert. Wenn schon, denn schon!

Heraklit wollte mit seinem Satz ausdrücken, dass sich die Welt in einem ständigen, unaufhörlichen Wandel befindet. Nichts bleibt jemals exakt so, wie es ist. Nun, das trifft sowohl auf den Klimawandel als auch auf meine Kerze zu. Passt also doch! Das einzige, was momentan offenbar stabil bleibt, ist die Hitze. Schon seit vorgestern sieht es am Himmel immer mal wieder nach Gewitter aus, ab und zu rumpelt es irgendwo, aber das war’s dann auch. Die aktuelle Temperatur heute Nachmittag? >>> 34,5 °C.

Und was mache ich noch außer schwitzen?

Ich bleibe weitestgehend in unseren vier Wänden. Es ist nur morgens draußen halbwegs angenehm. Da liegt die Terrasse noch im Schatten und wir können noch frühstücken, bevor die Sonne dann wieder um die Ecke kommt und es wieder unerträglich wird. Wenn ich nicht gerade die notwendigsten Dinge im Haushalt erledige oder spätabends zum Gießen in den Garten gehe, lese ich lieber oder beschäftige mich nach wie vor im Internet mit Journaling & Co. Ich habe mir ein aufschlussreiches Video zur App „Notion“ angesehen, die immer mal wieder erwähnt wurde, wenn es um die Common Place Books oder das Journaling geht. Diese App kann fast alles, außer Schuhe putzen, ist mir aber viel zu mächtig und zu kompliziert. Außerdem bleibe ich sowieso lieber beim analogen Schreiben. Aber es gibt Ausnahmen. Ich habe mir vorgenommen Google Kalender öfter mal zu benutzen, so wie ich für Notizen gerne zu Google Notes (Google Keep) greife. Ja, ich bin eigentlich kein großer Google-Fan, aber die Sachen sind praktisch. Und ich habe alle Informationen immer greifbar, auf dem PC, dem Tablet und dem Handy. Florian Schnell bietet auf Youtube einige sehr gute Videos zu Notion und anderen Organisationsmöglichkeiten an. Ich fand ihn gut verständlich und zudem sehr sympathisch. Zum digitalen Journaling empfiehlt er noch eine App namens Day One, die ich mir jetzt gleich nochmal ansehen werde.

>>> Das ist gar nicht so einfach. Erstens ist das wohl eine App aus der Apple Welt und zweitens gibt es keine aktuellen Videos auf Deutsch. Da hat mir Gemini allen Ernstes ein Video empfohlen, das 14 Jahre alt ist. Vermutlich werde ich einfach mal versuchen mit der Seite von Day One klarzukommen. So schlecht ist mein Englisch ja nicht.

Das war’s für heute. Ich glaube, es gibt doch noch ein Gewitter.

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1 Kommentar
Jutta
21.06.2026 19:43

Liebe Elke, ich denke ja doch, dass ich ein gewisses Stehvermögen habe, aber nun ist bei mir auch der Punkt erreicht, wo ich nicht mehr will. Wobei mich das immer enorm ärgert, wenn man seine Zeit so vertut. Da kommt aber noch mehr. Für nächstes Wochenende sind auch bei uns… Weiterlesen »