Baustellen-Stress & Prachtlibellen

20.06.2026 | Gewässer, Insekten, Spaziergänge, Wetter, Wildblumen | 10 Kommentare

Heute Vormittag dachte ich mir, dass ich ja nun doch mal wieder einen Spaziergang machen sollte, Hitze hin oder her. Meine Idee war, dass ich zum Eichwald fahre. Wald sollte doch kühler sein. Aber kaum auf der A66 sah ich den Stau in Richtung Bad Soden. Ach ja, da gibt es eine Baustelle! Also schnell links raus und dann wieder rechts Richtung Eschborn und Arboretum. Die nächste Baustelle, der nächste Stau. Ich habe es gerade noch geschafft, auch da wieder die Richtung zu wechseln und nach Sossenheim abzufahren. Sozusagen „Last exit Sossenheim“. Kleiner Insiderscherz. „Last exit Sossenheim“ ist ein Buchtitel des Satirikers und Karikaturisten Chlodwig Poth, Mitbegründer des Satire-Magazins Pardon. Da Nidda sich bei diesem Wetter von selbst verbietet (kein Schatten, zu viele Menschen), blieb nur der Sulzbachpark. Eine wunderbare Entscheidung. Wasser, Schatten, Prachtlibellen!

Gebänderte Prachtlibelle (Calopteryx splendens).
Oben im Header seht ihr ein männliches Exemplar der Blauflügel-Prachtlibelle (Calopteryx virgo). Ich nehme das Foto nochmal mit hier rein, damit man es auch innerhalb der Slideshow ansehen kann.
Blauflügel-Prachtlibelle (Calopteryx virgo)

Allzu viel Wasser hat der Sulzbach nicht mehr, was zu erwarten war. Für Libellen und ein paar Stockenten reicht es noch. Der übliche Graureiher hat sich aber vermutlich schon zur Nidda verzogen.

Durch Licht und Schatten kaum auszumachen – perfekte Tarnung. Aber Feinde gibt es da eher nicht. Nachts vielleicht mal ein Fuchs.

Der Nachteil des vielen Schattens war, dass auch viel Bilder zu dunkel geworden sind. Und wenn ich dann zu sehr aufhelle, verrauschen sie. Mich da jetzt noch groß dran zu verkünsteln, dafür ist es mir zu warm. Also gibt es weit weniger, als ich gemacht habe.

Auf den erst vor einiger Zeit neu angelegten „Blühwiesen“ werden die Blumen von Disteln und Gräsern verdrängt. Das ist typisch für zu fetten Boden. Da müsste dringend gemäht und auch eingegriffen werden. Sonst wird das nichts mit blühenden Wiesen. Außer Kohlweißlingen gab es auch keine anderen Schmetterlinge. Dafür flatterte mir gestern ein Faulbaum-Bläuling (Celastrina argiolus) in den Wintergarten und ließ sich auf dem Tisch nieder.

Ich habe den Bläuling natürlich wieder in die Freiheit entlassen. Während viele Bläulinge als gefährdet gelten, kommt der Faulbaum-Bläuling immer noch recht häufig vor. Ein Grund dafür dürfte sein, dass ihre Raupen ungewöhnlich flexibel sind und mit einer Vielzahl von Nahrungspflanzen zurechtkommen. Man findet sie an so unterschiedlichen Gewächsen wie Blutweiderich, Lupine, Vogelknöterich, Heidelbeere, Hartriegel, Apfelbaum, Eiche, Efeu und am namengebenden Faulbaum. Na, das haben wir so ziemlich alles im Garten, inzwischen auch den Faulbaum ;-).

Echtes Mädesüß (Filipendula ulmaria)

Soweit für heute. Es ist wieder heiß, aber zumindest nicht noch heißer als gestern schon. Dafür weht sogar ein bisschen Wind. Trotzdem fühlt man sich draußen wieder wie im Backofen. Ich hatte gestern noch einen Beitrag zum Thema Common-Place-Books angefangen. Den werde ich fertigstellen, wenn ich mich entschieden habe, ob und wenn ja, wie ich damit loslege.

Kategorien

Archiv

Weitere Beiträge zu ähnlichen Themen

Wenn ihr wollt, dürft ihr hier gerne einen Kommentar hinterlassen. Ich freue mich über euer Feedback, bitte aber darum, dass es vom Tonfall her sachlich bleibt. Anfeindungen jeglicher Art werden gelöscht. Dasselbe gilt für reine Spamkommentare. Euer erster Kommentar muss von mir abgesegnet werden, danach erscheinen alle weiteren automatisch. Falls ihr außerdem wollt, dass man euch mit Klick auf euren Namen folgen kann, müsst ihr bitte eure korrekte URL – mit https vorn – eintragen.

10 Kommentare
Rosi
21.06.2026 16:14

ach ist die Libelle wunderschön
und du hast sie so gut ablichten können
die Enten sind gut getarnt zwischen den Steinen durch das Schattenspiel
hübsch auch der Bläuling der dir per Haus geliefert wurde.. hihi..
liebe Grüße
Rosi

Kaeferchen
21.06.2026 11:45

Bei der blauen Prachtlibelle hatte ich noch nie das Glück, dass sie lange genug still saß. auch der Bläuling ist ein richtiges Schmuckexemplar, der hat bestimmt Schatten im Wintergarten gesucht.

Die Tarnung der Enten ist wirklich gut.

einen schönen Sonntag wünscht gabi

Birgit
21.06.2026 08:02

Moin liebe Elke, hier ist es auch einfach zu heiß -gestern 31° Am Freitag hatten wir morgens ein heftiges Gewitter und dann kam wieder die Hitze. Ich ertrage das einfach nicht mehr und bleibe dann lieber im Haus. Morgens um 7 Uhr gehe ich durch den Garten, gieße etwas und… Weiterlesen »

Jutta
20.06.2026 16:57

Liebe Elke, um diese Prachtlibellen beneide ich dich natürlich erst einmal wieder. Die machen ihrem Namen wirklich alle Ehre. Deine anderen Bilder gefallen mir aber auch wieder sehr gut. Ich war heute auch kurz draußen – kleiner Spaziergang und Einkauf. Wir hatten heute um 10.00 Uhr schon 29 Grad und… Weiterlesen »

Inge
Inge
20.06.2026 16:02

Liebe Elke, dem Mädesüß sieht man an, dass ihm auch schon zu heiß ist. 32 Grad empfinde ich als absolut lästig, Wie gut, dass du deinen Spaziergang noch am Vormittag gemacht hast. Die Prachtlibelle ist ja wirklich eine Pracht ! Sehr gut gefallen mir auch deine anderen Fotos, vor allem… Weiterlesen »

Mainzauber
Datenschutz-Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.