Bevor ich euch auf einen Spaziergang am Schwanheimer Mainufer in Richtung Düne mitnehme, möchte ich mich ganz herzlich bei zwei Kartenkünstlerinnen bedanken, deren zauberhafte Glückwunschkarten in den letzten Tagen bei mir eingetroffen sind. Damit kein Missverständnis entsteht, erst der 19. April ist der Tag, an dem ich schon wieder ein Jahr älter werde. Aber die beiden Karten heute schon zu zeigen, ist okay – oder?


Man muss da kaum Namen nennen, oder? Herzlichen Dank an Tiger-Rita und natürlich an Jutta aus Berlin. Ich habe mich sehr gefreut.
Heute ist es wieder sehr warm und das, obwohl der Himmel hin und wieder durchaus bewölkt ist. Ich bin heute vom Parkplatz am Industriepark mal nicht Richtung Düne gelaufen, sondern hinunter zum Main. Am Schwanheimer Mainufer hat man leider nur wenig Ausblicke auf das Wasser, aber es lässt sich dort schön laufen. Ich bin später dann wieder Richtung Düne abgebogen, aber nicht mehr in das Gebiet selbst hinein. Es war einfach zu warm. Überall blüht schon der Flieder.

Der sattsam bekannte Blick über den Main zum Schloss und zur Justinuskirche. Aber irgendwie muss ich da immer wieder ein Foto machen. Und dann noch der zweite Blick zum Bolongaropalast, von man hier aber nur den linken Flügel, unser Höchster Standesamt, sieht. Die Bäume verdecken gnädig die Renovierungs- und Ausgrabungsarbeiten im Garten des Palastes. Man hat dort nämlich bedeutende Reste eines frührömischen Lagers entdeckt. Römische Relikte gab und gibt es im Frankfurter Raum schon immer. Auch keltische. Der Zugang zu Nidda und Main war schon für die Römer strategisch wichtig. Ich fürchte nur, dass diese Entdeckung die Fertigstellung noch länger hinauszögern wird.


Überall blüht inzwischen schon der Flieder, auch sehr früh, denke ich. Aber das ist ja schon seit einigen Jahren so.

Der Film „Wenn der weiße Flieder wieder blüht“ mit Willy Fritsch und Magda Schneider (und auch mit Romy Schneider sowie Götz George) entstand in meinem Geburtsjahr 1953. Romy und Götz George waren da gerade mal fünfzehn Jahre alt.
Ornithogalum umbellatum – den Doldigen Milchstern oder Stern von Bethlehem habe ich auch überall angetroffen. Sofern er in den Wiesen blühte, hat er sich vermutlich aus Gärten heraus versamt.

Auf Butterblumenblüten (Scharfer Hahnenfuß) habe ich mehrfach Käfer entdeckt, die mich an Trauer-Rosenkäfer (Oxythyrea funesta) erinnern. Aber dafür kamen sie mir etwas zu klein vor. Aber vermutlich denke ich bei der Größe an die wesentlich größeren Goldglänzenden Rosenkäfer.


Das müsste die Tatarische Heckenkirsche (Lonicera tatarica) sein. Der Strauch gilt inzwischen auch als invasiver Neophyt. Die Beeren werden aber von Vögeln gern gefressen und sie dient auch einigen Raupen als Futterpflanze. Aber die heimische Rote Heckenkirsche (Lonicera xylosteum) ist die bessere Alternative. Vierzig Insektenarten haben sich auf sie spezialisiert, die Hälfte davon Schmetterlinge.

Ich hätte zunächst auf eine junge Nilgans getippt, aber das täuscht. Das Gras steht sehr hoch und die Gans hat bereits die typische Farbe und auch den Augenfleck der erwachsenen Tiere. Mich irritiert aber nach wie vor der blutrote Rand am Schnabel. Allerdings paaren sich Nilgänse eh das ganze Jahr über. Also vielleicht ein „Halbstarker“.

Auch im Garten habe ich wieder ein paar Entdeckungen gemacht. Ich habe doch noch Knoblauchsrauke entdeckt, aber nur wenige Pflanzen und ziemlich vereinzelt. Um den Aurorafalter anzuziehen, müssten das schon mehrere sein. Mal überlegen, ob ich noch einen Platz dafür finde.
Das Brandkraut scheint im dritten Jahr nun endlich Blüten zu bekommen. Ich bin sehr gespannt. Ich habe es kaum noch zu hoffen gewagt. Und auch der Ginster bekommt die ersten Blüten. Das Blühen geht also munter weiter.

Das war’s für heute. Ich wünsche euch weiterhin ein schönes Wochenende.



Liebe Elke, wir hatten heute auch ziemlich gedämpften Sonnenschein, aber 24 Grad. Das war schon fast wieder zu viel des Guten. Der Flieder ist natürlich bei uns noch nicht so weit, aber auch sonst blüht es überall ganz herrlich. Mit manchen Motiven geht mir das auch so. Die muss ich… Weiterlesen »
Diese 24 Grad hatten wir über Mittag auch. Da ich einen sehr sonnigen Weg gewählt habe, ist mir ziemlich warm geworden. Und dass ich in Zukunft wieder eine Wasserflasche dabeihaben sollte, fiel mir dann auch ein.