. . . und Schwanheimer Düne
Heute ist UNESCO-Welterbetag. Da hätte mein Beitrag über die Grube Messel vom Dienstag natürlich bestens gepasst. Aber den kennt ihr ja nun schon. Wenn nicht, dann aber schnell! Deshalb gibt es heute etwas anderes, nicht minder schönes. Ich habe mich am Nachmittag aufgemacht zur „Mondlandschaft“ hinter dem Industriepark, die wie an vielen anderen Stellen bei uns in den letzten Monaten durch die Vorbereitungen für die neue Regionaltangente West (RTW) entstanden ist. Das ist ein Schienenverkehrsprojekt, das unter anderem den Hintertaunus in einigen Jahren mit dem Frankfurter Flughafen verbinden soll. Beim Vorbeifahren ist mir schon mehrfach aufgefallen, dass dort gerade der Mohn besonders üppig blüht.

Dorthin zu kommen ist nicht ganz einfach. (Und die Frage, ob man dort, wo ich dann gelaufen bin und fotografiert habe, überhaupt sein darf, lassen wir mal außen vor.)


Es gab nicht nur Mohn, sondern auch Kornblumen, Kamille, Wiesensalbei, Wilde Malve und anderes mehr.


Es gab auch einige überraschend feuchte Stellen, wo sich ein paar Kohlweißlinge aufhielten.


Überhaupt flog zu meiner großen Freude doch so einiges herum. Und viel mehr noch, nachdem in die Leunastraße überquert hatte, um in die Schwanheimer Düne zu kommen. Leider hatten wir sehr heftigen Wind. Das erschwerte das Fotografieren ebenso wie die Tatsache, dass am Nachmittag die Insekten selten mal stillsitzen. Aber immerhin ließ sich ein Großer Blaupfeil (Orthetrum cancellatum) sogar vor mir auf dem Weg nieder.

Der Große Blaupfeil ist unsere größte Segellibelle. Größer sind nur einige der Edellibellen wie die Blaugrüne Mosaikjungfer oder die Große Königslibelle.
An Schmetterlingen sind mir heute neben den Kohlweißlingen und einigen Kleinstschmetterlingen vor allem Perlmutterfalter aufgefallen. Von denen gibt es so viele Arten, dass ich mich da nicht festlegen will. Es gibt einen der heißt lustigerweise Ähnlicher Perlmutterfalter (Boloria napaea). Der könnte es in der Tat sein. Aber vielleicht auch der Kleine Perlmutterfalter (Issoria lathonia). Dafür spricht, was man beim zweiten Foto von der Flügelunterseite sehen kann.


Zum Schluss noch ein Blick auf wilde Glockenblumen und die schönen rosa Heide-Nelken (Dianthus deltoides).


Das war’s. Mein Spaziergang hat mir große Freude bereitet und ich hoffe, dass ich, sofern das Wetter mitspielt, in der kommenden Woche nochmal vormittags losziehen kann. Dann kann ich bestimmt noch mehr Schmetterlinge fotografieren.
Oh, da gibt es noch den Schwarzkolbigen Braundickkopffalter (Thymelicus lineola). Was für ein Name mal wieder!

Kommt gut in und durch die neue Woche. Feiertage sind jetzt aus ;-).



das war aber ein schöner Spaziergang..
herrlich wenn der Mohn so leuchtet
im Dreiklang mit Kornblume und Kamille unschlagbar 😉
und geflügelte Wesen hast du auch vor die Linse bekommen
wunderschön
liebe Grüße
Rosi
Ich habe mich gefreut, dass es doch mehr Schmetterlinge gibt, als ich bislang befürchtet habe. In der Düne fliegt noch so einiges mehr herum.🦋🦋🦋
Hallo Elke, ach ja der Mohn, der fehlt mir noch dieses Jahr. Ich bin einfach zu sehr auf die Jungtiere fixiert. In der Nähe gibt es leider auch nicht so ein richtig schönes grosses Mohnfeld. Ich mag halt schon sehr die grossen Mohnfelder. Aber auch einzelne oder kleine Gruppen von… Weiterlesen »
Da gab es nicht nur die kleinen Gruppen, sondern große Areale voller Mohn. Aber natürlich kein klassisches Mohnfeld. Das waren ja alles Hügel. So ein großes Mohnfeld sieht schon sehr schön aus, aber ich bin eigentlich sowieso eher auf Details aus.🌿🦋🐝☀️