. . . oder auch mal zwei ;-). Das Beitragsbild zählt nicht mit. Heute nur ein Motiv.
Gestern ist mir auf der Terrasse ein Kleiner Hirschkäfer, auch Balkenschröter genannt, über den Weg gelaufen. Den habe ich im Garten zuvor noch nie gesehen. Vielleicht ist das auch schon ein Ergebnis unseres zunehmend wilden Gartens mit Totholzecken.

Der Balkenschröter ist matt dunkelbraun bis schwarz, hat einen breiten Kopf und kräftige Kiefer, die sogar scharf genug sind um die menschliche Haut zu durchbeißen. Er ist sowohl tag- als auch nachtaktiv und ernährt sich von Baumsäften, die er aufleckt, sowie von Blättern. Weibchen können zuweilen eine leicht ausgeprägte, feine goldene Behaarung oder Umrandung aufweisen, die man hier recht deutlich erkennen kann.


Der Balkenschröter ist mit bis 3,2 cm Länge die zweitgrößte Hirschkäferart unserer Fauna. Aber um einiges kleiner als der „richtige“ Hirschkäfer. Die männlichen Hirschkäfer können mit ihrem „Geweih“ bis zu 8 cm lang werden. Verwechseln kann man den Balkenschröter aber mit dem Hirschkäferweibchen.
Interessiert hat mich noch die Bezeichnung „Schröter“. Sie leitet sich vom mittelhochdeutschen Wort schroten (zerkleinern oder beißen) ab. Es beschreibt die auffällig großen, geweihartigen Oberkiefer der Männchen, mit denen sie Holz zerkleinern oder im Kampf um Weibchen gegeneinander antreten.
Diesen beeindruckenden Käfer verlinke ich mit Marius’/Czoczos „Nature Thursday“.



Schon toll was die Natzur so alles hervorbringt. dieser Käfer ist ein schönes Beispiel, klasse dass du ihn so schön vor die Kamera gebracht hast. Ich habe noch nie soe ein Exemplar lebend gesehen, na ja, ich habe leider auch keinen wilden Garten mit Totholzecken. Schönen Tag noch und Liebe… Weiterlesen »