Gestern Abend habe ich mal wieder die Wildkamera aufgebaut, um zu gucken, ob sich hinsichtlich Igel nachts etwas tut. Ein Igel hatte nämlich in der Mittagssonne ein Wiesenstück zwischen unserem Teich und dem Nachbargrundstück überquert. Ein seltsames Verhalten, das auch nicht zu dem vermuteten Igelbau unter der Terrasse passt. Leider hat mir die Cam nur Mila festgehalten. Das war um kurz nach 23 Uhr.
Allerdings gibt es noch eine Bewegung, die die Kamera um 00:23 Uhr zu einem Video veranlasst hat. Dort ist ganz unten am Rand schemenhaft etwas zu erkennen, aber nicht zu identifizieren. Das könnte doch der Igel sein, der sich unter der Terrasse eingenistet hat und gerade so weit herausgekommen ist, um zu trinken. Die Kamera hat ihn nicht mehr richtig erfasst. Ich muss den Blickwinkel anders einstellen oder die Kamera überhaupt anders aufbauen.
Dafür konnte ich gestern gleich mehrere Bläulinge fotografieren, die sich an den Blüten des roten Basilikums vergnügt haben. Es waren männliche und weibliche Exemplare des Hauhechel-Bläulings (Polyommatus icarus) und Faulbaum-Bläulinge.



Leider saßen die Bläulinge alle stundenlang mit gefalteten Flügel an den Blüten. Mir fehlen Aufnahmen der Flügeloberseiten, denn Männchen und Weibchen haben oft ähnliche Unterflügelfarben und es gibt das auch Verwechslungsmöglichkeiten zu anderen Bläulingen.

Unser Bachlauf hat eine neue Pumpe bekommen. Jetzt sprudelt es wieder schön vom Quellstein bis runter zum Teich. Und es gibt auch ein paar mehr Heidelibellen.

Das Leben könnte also ganz wunderbar sein, wenn es nicht das Thema „Wasser“ gäbe. Zu wenig, wo man es braucht, zu viel, wo es nur Ärger macht. Im alten Haus gibt es einen ärgerlichen Wasserschaden und wir hoffen dringend darauf, dass am Montag ein Installateur kommt und das Problem beseitigen kann. Wenn die Mieterin im 1. Stock duscht, bekommt die Physiotherapie unten drunter das Wasser durch die Decke ab – toll! Das wird schätzungsweise „e größer Wärk“, wie der Hesse sagt.

Sonst nicht viel Neues unter der Sonne. Draußen sind es 34 Grad und schwül. Der Himmel ist seit etwa einer Stunde reichlich bewölkt. Rein theoretisch könnte es ein Gewitter geben. Es ist ziemlich böig. Aber irgendwie drückt die Sonne doch schon wieder durch.



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