Heute nur Schwarz-Weiß

Um Mitternacht den sehr hellen Mond am Himmel entdeckt und natürlich wie immer zur Kamera gegriffen. So richtig voll ist er aber erst heute Abend gegen 19 Uhr. Man nennt den Vollmond in diesem Monat auch den Erntemond oder Herbstmond, Erklärung überflüssig.

Nach einem Jahr Totalsperrung der Liederbacher Straße, die den gesamten Verkehr durch unseren Heimchenweg umgeleitet hat, hoffe ich, dass Ende Oktober damit wirklich Schluss ist.
Ich bin ein bisschen durchs „Dorf“ gelaufen, auch über die Michelskerb. Aber da kann man nicht wirklich fotografieren. Einfach zu viele Leute und die darf man ja nicht mehr.


Gestern Abend habe ich mal wieder die Wild-Cam aufgestellt, dieses Mal in den hinteren Gartenbereich. Den Verdacht, dass sich im August eine Igelmama unter der Terrasse eingerichtet haben könnte, habe ich inzwischen aufgegeben. Die Cam hat zwei Igel aufgenommen. Leider waren die Batterien ziemlich am Ende. Drei kurze Clips habe ich zusammengeschnitten. Sage und schreibe acht (8)! Batterien schluckt diese Cam. Die muss ich erst noch kaufen.
Aus meiner Schreibstube
Auch in meinem Krimi ist zur Zeit Kerb – das passt perfekt. Hier mal ein kleiner Auszug:
Sina schlenderte, noch etwas unschlüssig was sie unternehmen sollte, durch die Straßen, in denen es bereits nach Bratwurst, Zuckerwatte und gebrannten Mandeln roch. An einem Stand wurden heiße Maroni geröstet, eine für viele Ortsfremde ungewöhnliche regionale Spezialität. Kaum ein Auswärtiger verband den Taunus gedanklich mit Esskastanienhainen. Die meisten Besucher waren jetzt am Nachmittag noch Kinder und junge Familien. Ohrenbetäubendes Geschrei ließ Sina zusammenzucken. Am Eisstand spielte sich gerade ein kleines Drama ab. Einer Dreijährigen waren die Eisbällchen von der Waffeltüte gefallen.
… Und kurz darauf etwas hessischen Tratsch zum Üben:
Jeder kannte Caro und jeder schien den Polen zu kennen, der seit Wochen für die Lipperts als Erntehelfer arbeitet, sich aber auch anderweitig im Ort nützlich machte.
»E Schand is des, dass die sich ausgereschend mit em Polen einlässt. Und viel jünger is der aach noch. Aber die kontrolliert ja keiner mehr, seit die Clara nich mehr is«, ließ sich an einem der Tische eine sauertöpfisch dreinblickende Seniorin vernehmen.
»Isch hab mer des schon gedacht, als ich den zum ersde Mal nach da obbe hab hoch fahr’n sehn. Mer sollte doch maane, dass es bei dene Lipperts genug Abbeid gibt«, stimmte ihr ein grauhaariger Dicker zu, der, wie Sina bemerkte, seine Augen kaum von den beiden jungen Mädchen am Kuchenstand lassen konnte.
»Jetzt hört aber auf, ihr Beiden. Der Witek ist in Ordnung. Renate, ich hab’s gesehen, dass er dir schon mehr als einmal die Taschen getragen hat. Und dir, Bernhard, hat er doch kürzlich noch den Rollator repariert.«
Wie gesagt, das wird ein Taunus-Cosy-Krimi, wenig Tote, viel Lokalkolorit



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