Sonne am Agnestag

21.01.2026 | Makro, Pflanzen, Wildtiere, Winter, Zitate etc. | 22 Kommentare

Dass der heutige Tag auch als Agnestag bezeichnet wird, habe ich gerade bei Zitante.de aufgeschnappt. Ich kenne mich mit Namenstagen nicht aus. Wie ich jetzt auf der Seite gelandet bin, weiß ich auch nicht so genau. Nicht gefallen hat mir allerdings die heutige Bauernregel:

"Sonnenschein am Agnestag, die Frucht wurmstichig werden mag."

Muss nicht sein, oder? Schließlich freue ich mich doch in diesem Januar über jeden sonnigen Tag. Aber es heißt ja auch nur „mag“, also Konjunktiv. Mit mir ist heute nix los. Irgendwie null Antrieb. Aber jetzt gehe ich doch mal in den eisig bereiften Garten und guck mal nach meinen Apfelbäumchen.

Der Garten ist zweigeteilt. Wo die Wintersonne nicht hinkommt, bleibt alles weiß bereift. Teich und Bachlauf sind gefroren. Die beiden Apfelbäumchen verharren in Winterruhe und das ist gut so. Auch die Knospen der Magnolie sind fest geschlossen. Aber auf der anderen Seite, wo die Sonne das Eis aufschleckt, sieht man bei der kleinen Zierquitte viele neue Knospen. Die ersten hatten ja noch im Dezember geblüht, waren dann aber zusammen mit zwei kleinen Früchten schließlich abgefallen.

Weil die Zierquitte noch ganz neu ist, freue ich mich umso mehr über die vielen Knospen.

Oben im Header seht ihr das Makro einer Blüte des kleinen Winterjasmins, den ich im Dezember noch schnell gekauft habe. Er steht nach wie vor in seinem Töpfchen, gut geschützt am Hauseingang.

„Ich stell‘ mich tot! Aber die Nuss lass ich nicht los.“

Die Futterstellen muss ich jetzt ständig auffüllen, vor allem am Vogelfutterhaus. Wenn ich sehe, dass die Meisen das Eichhörnchenfutterhaus anfliegen, dann weiß ich, dass beim Vogelfutter schon wieder Ebbe ist. Wir haben derzeit enorm viele Ringeltauben, die es zwar nicht ins Vogelfutterhaus schaffen, aber von außen ziemlich viel abgreifen. Nun gut, leben müssen die ja auch.

Und wer war nun Agnes?

Agnes gilt nicht nur in der katholischen Kirche als jungfräuliche Märtyrerin. Sie lebte im 3. Jahrhundert nach Chr. in Rom. Was man ihr der Überlieferung zufolge alles angetan hat, ist schon ziemlich heftig. Mehr zu Agnes von Rom gibt es bei Wikipedia. Ach ja, und es gibt noch eine weitere Bauernregel, die mir viel besser gefällt:

"Scheint zu Agnes die Sonne, wird später die Ernte zur Wonne."

Na bitte, warum nicht gleich so?

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22 Kommentare
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Claudia
24.01.2026 16:03

Liebe Elke, dann hoffen wir mal, das das letztere zutrifft, wurmstichige Früchte mag niemand. Den Agnestag kannte ich bisher nicht und auch die Märtyrerin Agnes nicht, wieder etwas dazugelernt. Die Eichhörnchen sind wieder mal herzallerliebst, ich dachte, das Hörnchen hat die Zunge rausgestreckt. 😀 Hab ein schönes Wochenende. Liebe Grüße,… Weiterlesen »

Centi
22.01.2026 18:22

Oh, das Eichhörnchen! Das glänzt ja wie frisch gebürstet! So schön. 🙂
LG
Centi

Pfälzerin
Pfälzerin
22.01.2026 16:17

Liebe Elke, nun habe ich endlich Zeit dafür gefunden, Deinen neuen Blog zu erkunden. Wir waren in den vergangenen Tagen oft unterwegs und abends bin ich zu müde dafür. Über Bauernregeln muss ich oft schmunzeln. Ob sie tatsächlich zutreffen, wer weiß? Wir haben Januar und es ist wieder eisig kalt,… Weiterlesen »

Jutta
22.01.2026 15:48

Liebe Elke, ich wollte mich heute sowieso mal melden. Genauso einen herrlichen Sonnenschein haben wir hier schon die ganze Woche, aber die Kälte ist weniger schön und das Rumsitzen geht mir auf den Geist. Inzwischen ist der ganze Fuß angeschwollen. Gottlob tut es beim Auftreten nicht weh, nur wenn das… Weiterlesen »

Heidi
22.01.2026 14:09

Der kleine Winterjasmin kommt ganz groß raus. Ich finde das Foto sehr schön. Wobei schön ist in eurem Garten natürlich alles. Und dein Spruch unter dem zweiten Eichhörnchenbild, ist auch klasse.
Liebe Grüße von Heidi

Kaeferchen
22.01.2026 09:58

eine Mischung aus Winter und Vorfrühling zeigt du hier.
wunderschön der Winterjasmin und das totgestellt Eichhörnchen welches auf mich so wirkt, als würde es uns die Zunge heraus strecken, ich nehme mal an das das ein Nüsschen ist.

lg gabi

Inge
Inge
22.01.2026 09:56

Liebe Elke, da kann ich ja froh sein, dass heute Nebel ist, auf wurmstichiges Obst kann ich gerne verzichten. Auch unser Garten ist zeigeteilt, leider liegt vor allem im Hof noch ein richtiger Eispanzer. Ich muss einen weiträumigen Umweg gehen , um ohne Knochenbrüche zum Schafstall und zu den Futterstellen… Weiterlesen »

Edith
22.01.2026 08:56

Liebe Elke,
so zweigeteilte Gärten sind schon sehr interessant, das überzuckerte Efeublatt gefällt mir, es erinnert mich an ein Herz. Die Eichhörnchen haben sich in die Sonnenseite des Gartens begeben und sind , wie immer, in jeder Position putzig. Bei uns immer noch Nebel.
Liebe Grüße
Edith

Claudia
22.01.2026 08:13

Liebe Elke, es gibt ja so einige Bauernregeln von denen ich schon gehört habe, aber stimmen tun die meistens nicht und ich habe auch keine Ahnung von denen. Höre nur ab und zu von denen im Radio oder TV. Dein Garten so zweigeteilt finde ich schön. Da hast Du doch… Weiterlesen »

Birgit
22.01.2026 07:11

Moin liebe Elke, ich kenne mich mit Bauernregeln auch nicht so aus, bin aber neugierig geworden und habe mal Tante go…le gefragt. Bauernregel für Januar: Klirrt im Januar Eis und Schnee, gibt es zur Ernte viel Korn und Klee. 😅 Wer die hl. Agnes war wusste ich auch nicht, sehr… Weiterlesen »

Rosi
21.01.2026 19:36

wow das sind wieder wunderbare Fotos eines schöner als das andere diesmal ist aber nicht das Eichhörnchen Favorit sondern der Winterjasmin.. und eine hl. Agnes ist quasi dafür verantwortlich dass es mich gibt allerding die hl.Agnes von Böhmen die im Kloster in der Heimatstadt meies Vaters erzogen wurde bei einer… Weiterlesen »

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