Zwei Grünspechte, ein Eichhörnchen & lecker Mittagessen

12.04.2026 | Eichhörnchen, Kräuter, Küche, Pflanzenwissen, Vögel | 18 Kommentare

Das Wetter ist heute wie erwartet bei weitem nicht mehr so schön wie die letzten Tage. Aber es ist nach wie vor mild und wieder trocken. Es hätte in der Nacht gern etwas mehr regnen dürfen. Im Garten konnte ich vorhin zwei (junge?) Grünspechte beobachten, die an der Kiefer Ringelreihe spielten und dabei ein junges Eichhörnchen irritierten. Vielleicht war es auch ein Revierkampf zwischen Altspecht und Jungspecht. Der in meinen Augen jüngere sieht doch etwas lädiert aus.

Es könnte aber auch ganz anders sein. Der Jungspecht ist noch in der Mauser, wurde aber von der Mutter aus dem Nest geschubst. Fliegen konnte er. Beide gaben eher untypische Laute von sich. Es wäre also auch möglich, dass der junge noch nicht so richtig kann, wie er soll und den/die Alten noch anbettelt. Halte ich inzwischen für das wahrscheinlichste Szenario.

Wie auch immer, die beiden hatten mächtig Stress miteinander. Das Eichhörnchen hat sich fix etwas aus dem Futterhaus geholt und dann schnell verkrümelt.

Sieht ganz danach aus, als hätte es eine Walnuss ergattert. Die muss man natürlich schnell in Sicherheit bringen.

Ich habe heute Vormittag natürlich auch gleich nach meinen Kräutern geguckt. Das kühlere Wetter und der nächtliche Regen haben ihnen gutgetan. Gestern Nachmittag waren sie doch nach dem Einpflanzen etwas schlapp, aber heute sahen sie richtig frisch aus. Vom Bergbohnenkraut habe ich gleich etwas gepflückt und für mein Mittagessen verwendet.

Hähnchen-Cassoulet mit Bohnen

Das aus dem Languedoc stammende Gericht wird sehr preiswert mit Suppengemüse (Sellerie, Karotten, Lauch, Zwiebeln etc.), weißen Bohnen und Tomaten in einer kräftigen Gemüsebrühe angegart und mit Fleisch – bei uns Hähnchen – im Backofen fertig geschmort. Und natürlich mit Mittelmeerkräutern, Salz, Pfeffer und Knoblauch gewürzt. Daher musste natürlich auch das Bergbohnenkraut mit hinein ;-). Die Hähnchenteile habe ich kurz angebraten, bevor ich sie auf das Gemüsebett gelegt habe. Das Gericht bleibt eine gute Stunde im Ofen, bis die Hähnchenteile gar sind. In dieser Zeit kocht auch das Gemüse ordentlich ein. Ich könnte mir vorstellen, dass in Frankreich dann noch ein ordentlicher Schuss Rotwein hinzukommt.

Ich habe noch etwas Reis dazu gemacht. Das braucht man aber nicht, denn durch die Bohnen ist es sehr sättigend. Zu spät ist mir eingefallen, dass man natürlich passend zum südfranzösischen Eintopf auch hätte Baguette essen können.

So kommt es in den Ofen. Die Hähnchenschenkel nur kurz angebraten, ein paar Speckstreifen als Würze ebenfalls. Das Gemüse wurde in Brühe leicht angeschmort. Jetzt noch ca. 60-70 Minuten bei 180° Umluft in den Ofen.

Das Berg-Bohnenkraut stammt übrigens eher aus den südosteuropäischen Ländern. Es wird auch als Winter-Bohnenkraut bezeichnet im Gegensatz zum Sommer-Bohnenkraut (Satureja hortensis), das auch als Echtes Bohnenkraut bezeichnet wird.

Ungarn

Letzte Nachrichten: Es sieht wirklich so aus, als hätte in Ungarn Péter Magyar die Wahl gewonnen – haushoch. Das sind doch mal gute Neuigkeiten. Da half auch keine Unterstützung aus dem Trump-Lager. Gut so, weiter so.

Kategorien

Archiv

Weitere Beiträge zu ähnlichen Themen

Wenn ihr wollt, dürft ihr hier gerne einen Kommentar hinterlassen. Ich freue mich über euer Feedback, bitte aber darum, dass es vom Tonfall her sachlich bleibt. Anfeindungen jeglicher Art werden gelöscht. Dasselbe gilt für reine Spamkommentare. Euer erster Kommentar muss von mir abgesegnet werden, danach erscheinen alle weiteren automatisch. Falls ihr außerdem wollt, dass man euch mit Klick auf euren Namen folgen kann, müsst ihr bitte eure korrekte URL – mit https vorn – eintragen.

18 Kommentare
Alle Kommentare anzeigen
Jutta
15.04.2026 17:32

Liebe Elke, toll hast den Grünspecht erwischt. Ich habe bisher noch keinen gesehen. Wenn er wieder hier sein Höhle bauen würde, hätte man ja schon das Klopfen hören müssen – oder das kommt erst noch. Das mit Ungarn habe ich eh nie wirklich verstanden. Denn die Ungarn waren zu Zeiten… Weiterlesen »

Birgit
14.04.2026 07:06

Moin liebe Elke,
ach herje der arme Buntspecht, erst wird er von den Eltern ins „kalte Wasser“ gestoßen und dann hat er noch Stress mit dem Eichhörnchen.
Schöne Fotos konntest du machen, immer wieder herrlich.
Dein Schmoreintopf sieht lecker aus, könnte mir vorstellen es mal nachzukochen.
Liebe Grüße
Birgit

nina wippsteerts
14.04.2026 03:20

Was ich gelesen habe, lässt darauf schließen, dass die US Unterstützung eher contraproduktiv gewesen sein soll.
Wunderschön Deine Fotos von Spechten und Hörnchen!
Liebe Grüße
Nina

Kirsi
13.04.2026 15:31

Mmh jetzt habe ich Hunger bekommen liebe Elke. Solche Schmorgerichte mag ich ja vom Geschmack her und weil sie so schön im Ofen vor sich hingaren da brauche ich dann nicht so aufpassen! Das Rezepte werde ich mir mal merken. Vielen Dank für den Hinweis bei meinem Theme mit der… Weiterlesen »

Edith
13.04.2026 09:23

Liebe Elke, deine Spechtbilder der reinste Genuss zusammen mit dem vorwitzigem Eichhörnchen und der Walnuss im Maul, einfach köstlich. Bergbohnenkraut habe ich schon hier im Garten, seit wir hier wohnen, nun bereits im 6 ten Jahr. Ich habe wohl die richtige Stelle gefunden, lockerer Boden, fast den ganzen Tag Sonne.… Weiterlesen »

Claudia
13.04.2026 08:00

Liebe Elke, das ist ja toll mit dem Specht. Also nicht dass er noch nicht wirklich fliegen kann, aber ich denke in Deinem Garten ist er gut aufgehoben. Ah er kann ja schon fliegen habe ich gerade gelesen. Dann ist ja alles gut. Sehr schöne Aufnahmen. Mir gefällt das Bild… Weiterlesen »

Rosi
13.04.2026 02:00

sehr interessant deine Überlegungen zu den Spechten wie schön dass du sie im Garten hast und das Eichhörnchen hält sich da besser raus 😉 und verschwindet mit seiner Beute.. hihi ja.. ich freue mich für Ungarn aber es wird nicht leicht werden Orbans Gesellen werden nicht so schnell klein bei… Weiterlesen »

Elke Schwarzer
12.04.2026 17:47

Hallo Elke,
das sind ja wunderbare Bilder vom Grünspecht und dem Hörnchen!
Besonders das Foto mir der abstehenden Feder gefällt mir.
VG
Elke

Edith
13.04.2026 09:26
Antwort auf  Elke

Ich würde an Kampfspuren denken, das gibt es schon mal. Ich habe beobachtet, wenn die Kämpfe vorbei sind, glätten die Vögel ihr Gefieder immer neu.
Lieb egRüße
Edith

Mainzauber
Datenschutz-Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.