Gestern Vormittag war ich zwischen Schwanheimer Wald und Schwanheimer Wiesen spazieren. Das war aber ziemlich langweilig. Ich hatte gehofft, mal wieder Schafe und Schäfchen zu entdecken. Aber da war nichts zu wollen. War trotzdem ein schöner Spaziergang. Im Wald blühen jetzt weiße Buschwindröschen neben Veilchen und dem gelben Scharbockskraut. Und immerhin konnte ich einen Turmfalken beobachten und fotografieren.



Da fällt mir eine Zeitungsnotiz von gestern ein und mein erster Spaziergang zur Magnolienallee von vor zwei Wochen. Damals war der Weg an einer Stelle von mehreren Fahrzeugen blockiert, teils landwirtschaftliche, aber auch von der Süwag. Darauf konnte ich mir damals überhaupt keinen Reim machen. Jetzt weiß ich, dass damals ein neuer Falkenkasten angebracht wurde und das mit tatkräftiger Unterstützung des Energieversorgers. Den zehn Meter hohen Pfahl mit dem Kasten hatte ich überhaupt nicht entdeckt, vermutlich weil ich gedanklich auf Strommast festgelegt war. Falkenwohnung ist besser!

Nachmittags habe ich mich nochmal im Garten ausgepowert. Neulich habe ich entweder hier oder irgendwo in einem Kommentar mal erwähnt, dass unsere Zaubernuss nicht geblüht hat. Und irgendwie macht sie auch im Moment nicht den vitalsten Eindruck. Ich hatte schon länger den großen Farn zu ihren „Füßen“ in Verdacht. Der wurde in den letzten Jahren immer riesiger. Sah zwar toll aus, aber nachdem ich nun gelesen hatte – ab und zu sollte man sich mal schlaumachen – dass die Zaubernuss ein Flachwurzler ist und Konkurrenzdruck überhaupt nicht mag, habe ich beschlossen, dass der Farn raus muss. Das war wieder ein Akt! Ich musste ja auch aufpassen, dass ich die Wurzeln der Zaubernuss nicht beschädigte und die gerade rechts und links blühenden Blümchen wollte ich auch nicht unbedingt zertreten. Es war mühsam, aber nach einer Stunde hatte ich es geschafft. Und noch eine Schneckenfamilie umquartiert, die sich im Farn versteckt hatte. Einen Teil des Farns habe ich ins Waldbeet umgesetzt. Dort darf er wieder groß werden.

Das Loch vom Farn habe ich mit Kompost aufgefüllt, den ich auch noch rund um den Baum verteilt habe. Dann noch eine Gießkanne Wasser mit einem Schnapsglas voll organischem Dünger – nun hoffe ich mal, dass es der Zaubernuss hilft. Die Schnecken sitzen hier übrigens auf irgendeinem Grünzeug, dass sich auf dem Stumpf eines früheren Nadelbaums angesiedelt hat, der direkt neben dem Eingangstor irgendwann erstens viel zu groß geworden war und dann auch noch von einem Pilz befallen wurde. Auf dem Stumpf hat sich inzwischen ein kleines Biotop entwickelt.



Liebe Elke,
mich fasziniert der Falke, den hast Du sehr schön eingefangen.
Lieber Gruss Claudia