Im August 2011 haben wir Urlaub in Polen gemacht. Das hätte sehr schön sein können, wäre das Wetter nicht so schlecht gewesen. Und weil es nun draußen gerade nass ist, habe ich mich für Urlaubsbilder aus Polen 2011 entschieden.
Die markante Bronzeskulptur eines schlafenden Löwen – Beitragsfoto im Header – ist Teil des Brunnens der vier Viertel (Fontanna Czterech Kwartałów) in der Altstadt von Gdańsk, Danzig. Es gibt an allen vier Ecken des Wasserspiels lebensgroße Löwenskulpturen, dem Wappentier der Stadt Danzig. Das Wasser stammt hier zwar vom Brunnen, aber es hat gleichzeitig auch geregnet.

Wir wohnten damals im Schloss Podewils (Krangen) ***, einer alten Wasserburg aus dem 15. Jahrhundert. Das liegt in der Gemeinde Polanów in der polnischen Woiwodschaft Westpommern. Heute befindet sich darin das Schlosshotel Podewils mit einem großen historischen Park und einem See. Damals war dieses Schloss noch weit entfernt von dem Luxus, den man dort inzwischen geboten bekommt. Um nicht zu sagen, es war als Urlaubsunterkunft gerade noch erträglich, befand sich in den Anfängen des Umbaus bzw. der Restaurierung. Mein Mann hatte die Reise als Incentive bekommen. Ausgesucht hat er das Reiseziel selbst und hatte sich das Schlosshotel schon etwas komfortabler vorgestellt. Und ja, wenn das Wetter besser gewesen wäre, hätten wir das alles, vor allem auch die Lage am See, rundherum genossen. Und irgendwie war es auch urig, ein bisschen sehr speziell halt. *** Der Link oben führt euch auf die Website des Schlosshotels – so wie es heute aussieht.


Vom Wetter her gab es auch ein paar schöne Tage, z.B. in Darlowo.

Als Piratenschiff ausstaffiertes Ausflugsschiff „Unicus“ im Hafen von Darłówko (Rügenwaldemünde), dem Küstenort und Stadtteil von Darłowo (ehemals Rügenwalde) in Polen.
Ganz rechts die moderne Schiebebrücke über den Fluss Wieprza. Der Fluss, der ins Meer fließt, teilt Darłówko in einen östlichen und einen westlichen Teil. Beide Ufer des Flusses wurden früher durch eine hölzerne Zugbrücke aus dem 17. Jahrhundert verbunden. Als der Hafen in ausgebaut wurde, wurde die alte Brücke 1977 abgerissen. Bis 1988 verkehrte eine Fähre auf der Wieprza. In diesem Jahr wurde eine moderne und sehr auffällige Drehbrücke, in Betrieb genommen. Der Kontrollturm ein ziemlich ungewöhnliches Aussehen – er wird von vielen als UFO bezeichnet. Für mich passte diese Brücke optisch so gar nicht ins Ortsbild.
Fotografiert habe ich damals hauptsächlich mit einer Panasonic Lumix DMC-G1! Jetzt guck mal einer an. Da hatte ich tatsächlich schon einmal eine Micro four Thirds Systemkamera. Wusste ich schon gar nicht mehr. Danach kamen all die Sony und Canons bis ich wieder bei Olympus/OM-System gelandet bin. Gebraucht bekommt man das Nachfolgemodell heute noch für rund 50 Euro. Dabei hatte ich auch noch eine Panasonic Kompaktkamera die Panasonic Lumix DMC-TZ10. Die habe ich allerdings gebraucht auf die Schnelle nicht mehr finden können. Vermutlich wird sie auch nicht mehr angeboten.
So, wir haben jetzt 15 Uhr und die Sonne kommt zum Vorschein. Der Vormittag war wirklich sehr finster und mich hat beim Einkaufen bzw. am Altglascontainer ein heftiger Schauer erwischt – natürlich ohne Schirm und mit einer dünnen Jacke, die den Namen Regenjacke nicht verdient. Aber egal, noch freue ich mich über jedes bisschen Regen.



Moin liebe Elke,
ich war noch nie in Polen.
Obwohl mein damaliger Kollege immer von der polnischen Ostsee geschwärmt hat, hat es mich nie dorthin gezogen.
Schöne Bilder hast du rausgesucht.
Ist das eine Telefonanlage dort an der Rezeption?
Liebe Grüße
Birgit
Gute Frage, nächste Frage 😉, aber ich denke schon.
Tolle Patina hat der Löwe! 🦁
Gute Idee mit dem Rückblick.
Einen schönen Tag Dir! 😍
Liebgruß
Tiger
🐯
Gleichfalls, danke.☀️🌿☀️
Liebe Elke,
einmal war ich vor vielen Jahren in Polen, in der Stadt, wo meine Mutter herkommt und wo mein Bruder noch geboren wurde. Später dann aber nie wieder.
Deine Bilder gefallen mir, ganz besonders das erste mit dem Regenbogen.
Liebe Grüße – Jutta
Obwohl kein wirklich runder Regenbogen, ist das von der gesamten Lichtstimmung her eines meiner Lieblingsbilder mit Regenbogen. Wer ist denn hier noch alles polnischer Abstammung? Obwohl man das so ja gar nicht sagen kann. Damals war das ja alles noch Deutsches Reich, nehme ich an. Ich habe wirklich wenig Ahnung,… Weiterlesen »
Hallo, meine Schwiegermutter kommt aus Schlesien, als es dann Polen wurde, wurden sie enteignet und durften nur noch polnisch sprechen. Sie erzählte auch, dass sie bei geöffneten Fenster auch nur polnisch gesprochen hätten, aus Angst vor Strafe. Nach der Schule sind sie dann ausgesiedelt. Mein Schwiegervater kam aus Ostpreußen und… Weiterlesen »
Diese Repressalien kenne ich nur durch die Familie meines Mannes aus der DDR.
Nichts gegen die Polen, aber ich bin schon deutscher Abstammung und von Ostpreußen und Schlesien hast du bestimmt schon mal was gehört?
Ja, natürlich. Aber so richtig beschäftigt habe ich mich tatsächlich damit noch nicht. Ich würde lügen, würde ich was anderes behaupten. Ich weiß, dass ich in jungen Jahren mal Romane verschlungen habe wie ‚Jauche und Levkojen‘, die mich schon sehr berührt haben (ich glaube, das waren insgesamt drei Bände), aber… Weiterlesen »
Liebe Elke, da ich Polen geboren bin, damals vor 85 Jahren war es noch Deutschland, war für mich klar, da muss ich hin. Zweimal war ich dort, einmal mit einer Reisegruppe und einmal mit meinem Bruder und Schwägerin und mein Mann. Ich habe schöne Erinnerungen, Masuren stand auf dem Plan,… Weiterlesen »
Da muss ich gleich mal vorbeikommen. Ich habe gerade bei Jutta geschrieben, dass ich herzlich wenig Ahnung von der polnischen Geschichte (und somit auch von der deutsch-polnischen Geschichte) habe. Das war in meiner gesamten Schulzeit nie Thema. Übrigens auch die „Ostzone“ nicht, obwohl es in der 11. Klasse die obligatorische… Weiterlesen »
Das war auch immer beklemmend, besonders immer in Helmstedt, da stand der Zug lange still, alle Papierkörbe wurden geleert, es hätten ja dort ein Spiegel, oder andere ketzerische Schriften versteckt gewesen sein. Sogar das Klopapier wurde ausgewechselt, es hätte ja eine Botschaft drin verborgen gewesen sein. Ich könnte viele, viele… Weiterlesen »
Ja, Edith das kann ich dir bestätigen. Mein Vater war mit seinen Eltern aus Köln nach Falkenstein i. Vogtland evakuiert worden und daraus hatte sich eine Freundschaft entwickelt. Alle paar Jahre haben wir sie besucht, wir durften ja. Wir sind auch meistens über Helmstedt gefahren, von Köln fuhr ein Zug… Weiterlesen »
Wir hatten mal bei einer Fahrt mit dem Auto einen etwas ‚unterbelichteten‘ Bekannten dabei, der bei einer Kontrolle glaubte, irgendwelche Witzchen machen zu müssen. Das war nicht gut. Zumindest gab es eine noch gründlichere Untersuchung des Autos als üblich und einen längeren Aufenthalt. Darüber hinaus ist glücklicherweise nichts passiert.
Ach mit dem Grenzübergang habe ich mich vertan, das war Oebisfelde. Mein Vater hatte mal ein altes Passfoto im Ausweis, da haben sie ihn mit zur Kontrolle genommen. Wir wunderten uns darüber, denn er ist ja damit reingekommen. Er kam dann wieder und meinte, ach ich hatte Ähnlichkeit mit jemandem… Weiterlesen »
Ja, das ist schon verrückt. Selbst mein Schwiegervater saß für kurze Zeit im DDR-Knast, weil er für seinen Dentalhandel irgendwelche Materialien (künstliche Zähne oder so, was es in der DDR in guter Qualität einfach nicht gab) aus dem Westen bezogen hat. Aber immerhin haben diese Westkontakte der Familie dann knapp… Weiterlesen »