Buchbesprechung & eine weitere Karte

21.04.2026 | Buch-/Filmempfehlung, Eichhörnchen, Insekten, Stauden | 8 Kommentare

Ich liebe gute Krimis, aber das Buch von Elke Schwarzer „Mord im Nacktschneckenmilieu“ ist wirklich genial. Ich habe schon erwähnt, dass es ein Geburtstagsgeschenk war, das auf meiner Wunschliste stand. Trotzdem kam, wohl angesichts des Titels, die Nachfrage, ob das mein Ernst sei. Es ist natürlich kein echter Krimi, sondern ein Gartenbuch der besonderen Art. Informativ und witzig wird die Leser*in mit diversen tierischen und anderen (Pilze!) Unholden im heimischen Garten konfrontiert. Man findet ganz sicher einiges wieder, was man bereits kennt. Aber ich muss zugeben, dass ich auch nochmal viel Neues erfahren habe. Und natürlich geht es nicht nur um Schnecken.

Als Headerbild habe ich eine Collage aus Fotos der Blattschneiderbiene (Megachile centuncularis) eingefügt. Die Aufnahmen entstanden im Mai 2022. Bequem auf der Terrasse sitzend konnte ich damals eine Blattschneiderbiene beobachten, die Blattstückchen für Blattstückchen zum Nestbau in eine Ritze unseres verwitterten Wintergarten schob. Auch dieser Räuber kommt im Buch vor.

Dadurch, dass jedes Kapitel nach dem Schema Tatort, Indizien, Zeugen, Verdächtige und detaillierte Täterbeschreibung aufgebaut ist und man zu den Tatverdächtigen auch die entsprechenden Fotos bekommt, prägen sich zumindest mir die tierischen Vandalen am Ende gut ein. Auf alle Fälle besser, als wenn ich mir nur die klassische Beschreibung eines Insektes durchlese.

Erschienen ist das Buch im Verlage Ulmer unter der ISBN 978-3-8186-2734-8. Es handelt sich um eine Hardcover-Ausgabe, was ich fast ein bisschen schade finde. Ich habe bisher von Elke Schwarzer nur Bücher mit aufklappbarem, innenseitig bedrucktem Softcover. Gefällt mir von der Optik und der Haptik besser. Aber letzten Endes kommt es auf den Inhalt an.

(Werbung, unaufgefordert und ohne finanziellen Ausgleich)


Und noch einmal zum Thema Geburtstag. Unsere Post ist nicht immer die Schnellste. Aber das macht überhaupt nichts, solange die hübsche Karte von der lieben Biggi überhaupt bei mir angekommen ist. Ganz herzlichen Dank, liebe Biggi. Auch du bist ja eine der Super-Kartenkünstlerinnen. Und dann auch noch mit einem selbst verfassten Gedicht – toll!

Leider von mir etwas schief fotografiert. An der Karte ist selbstverständlich alles perfekt.


Heute ist es bei uns ziemlich bewölkt und auch nicht sonderlich warm. Aber das macht nichts. Nachdem die Arbeiten an der Terrasse nun fertig sind, habe ich endlich mal die vielen Wintergartenfenster geputzt. Die Terrasse wurde auch nochmal gereinigt, was allerdings im Moment ziemlich sinnlos ist, weil die Kiefer gerade blüht und munter ihren Pollenstaub verstreut. Aber was soll’s? Das kann man wegkehren und an den Fenstern, sofern es trocken bleibt, auch relativ einfach wegwischen. Es gab eine Menge aufzuräumen. Bei solchen Unternehmungen stellt man die Sachen nicht einfach nur an ihre Plätze zurück, sondern guckt sie sich dann doch etwas genauer an.

Kiefer – Pinus sylvestris

Die länglichen männlichen Blüten sind die, die den fürchterlichen gelben Staub verteilen. Die weiblichen sind die, die einem dann den Rest des Jahres ständig in Form von Zapfen auf den Kopf fallen.

Die ersten Storchschnabelblüten zeigen sich. Einige sind aber schlau genug, sich noch mit einer Federboa gegen die Kälte zu schützen. Und selbstverständlich sieht man auch die kleinen Wilden schon wieder in jeder Ritze.

Ruprechtskraut oder Stinkender Storchschnabel (Geranium robertianum)

Soweit für heute. Auch die nächsten Tage werde ich mich wohl am ehesten im Garten herumtreiben, solang das Wetter mitspielt. Ich will die Cosmeen und einige Sommerblumen aussäen, das sechseckige Mini-Hochbeet auf der Terrasse doch wieder neu bepflanzen und vieles andere mehr. Auch beim Teich warte ich darauf, dass es wärmer wird. Da ist noch jede Menge Mulm drin, der raus muss, und – und – und. Ach ja, der Faulbaum. Wo pflanze ich den bloß hin? Ich weiß es immer noch nicht. Vielleicht doch weiter hinten im Garten. Da liegt auch noch viel Totholz und Gestrüpp herum. Im Winter als Unterkunft für Igel gedacht, müsste ich das jetzt doch mal ein bisschen ordnen *seufz*. Im Grunde ist es als so eine Art Benjeshecke gedacht. Aber kein wilder Haufen! Den Unterschied muss ich einem bestimmten männlichen Nicht-Garten-Künstler noch klar machen.

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8 Kommentare
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Kaeferchen
22.04.2026 09:50

So eine böse Kiefer aber auch – erst staub sie alles voll und dann wirft sie mit Zapfen mach dir 😊

Was das Fensterputzen angeht, hätten es meine mehr als nötig, aber ich warte auch noch weil direkt gegenüber die Kastanie blüht.

hab einen schönen Tag
lg gabi

Rosi
22.04.2026 09:43

mit einem Schmunzeln habe ich deinen Beitrag gelesen 😉 ja.. die Natur erzählt die besten Geschichten… man muss sie nur lesen können eine schöne Karte hast du noch bekommen und ich bin auch gerade als Wühlmaus aktiv aber im „Quadratmeter-Garten“ da bin ich jetzt schon Tage drüber her was so… Weiterlesen »

Edith
22.04.2026 08:50

Da kann man mit Recht sagen: Aus allen Ecken spriessen, die Blumen rot und blau…..Der Frühling ist über dem Land. Da ich keinen Garten mehr zum Bestellen habe, der Rasen wird gemäht, kann ich mich ausschließlich den Beobachtungen der Insekten und Kleintieren widmen. Heute scheint ein toller Tag zu werden,… Weiterlesen »

nina wippsteerts
22.04.2026 05:01

Ja, das Tierreich steckt voller Überraschungen im Überlebenskampf.
Schön, dass Ihr die Terrasse fertig habt. Bald (nach all der getaner Arbeit€) könnt Ihr sicher auch mal nur genießen.
Weite4r frohes Schaffen noch, so ist dass manchmal im Ga2rten und liebe Grüße
Nina

Jutta
21.04.2026 20:46

Liebe Elke, ich kann mir gut vorstellen, dass es Spaß macht, dieses Buch zu lesen. Ich hatte ja selbst schon einmal unter dem Titel „Dreister Diebstahl in Hellersdorf“ vor ein paar Jahren darüber geschrieben, als das Moos aus einer Pflanzschale mit Frühlingsblühern geklaut wurde. Damals waren es sicher Vögel, aber… Weiterlesen »

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