Nein, ausnahmsweise meine ich nicht das WM-Endspiel. Das fand ich allerdings auch stinklangweilig. Die regulären ersten neunzig Minuten hätte man sich als Zuschauer wirklich sparen können. Tatsächlich meine ich das extrem ausgetrocknete Weilbacher Kiesgruben- bzw. Naturschutzgebiet.
Weilbacher Kiesgrube
Ich hatte es ja fast geahnt, aber der Anblick war wirklich ernüchternd. Bäume und Sträucher halten sich tapfer. Deshalb sieht es von oben zunächst noch ganz brauchbar aus. Aber die Weiher sind samt und sonders trocken. Weit und breit keine Libelle in Sicht – wie auch?

Blühende Pflanzen sieht man nur ganz vereinzelt. Selbst die sonst so hitzeresistenten Karden sind vertrocknet. Ab und an kommen nochmal ein paar neue Minipflänzchen aus dem Boden wie diese kleine Nachtkerze.


Einer der Teiche, an denen ich in normalen Sommern jede Menge Libellen beobachten kann. Hat da jemand ein Mahnmal oder einfach nur eine Eidechsenburg gebaut?
Apropos Eidechsen – die habe ich am Naturschutzhaus auch erstmal vergeblich gesucht. Die Trockensteinmauer haben Wespen eingenommen.
Ein paar Meter weiter weg habe ich dann aber doch noch zwei Mauereidechsen zwischen den Steinen einer Kräuterspirale entdeckt.


Im Bauerngarten des Naturschutzhauses gab es ein bisschen was Buntes. Aber auch nicht viel. Ein Taubenschwänzchen sah ich mal kurz fliegen, aber es hielt sich nirgendwo auf.

Und dort gab es neben den allgegenwärtigen Kohlweißlingen immerhin auch mal einige Große Ochsenaugen zu sehen.

So ernüchternd das alles war, hat es mir doch gezeigt, dass es woanders auch nicht viel besser als im eigenen Garten aussieht. Viel falsch gemacht habe ich also nicht, kann aber für die Zukunft sicher noch einiges besser machen.

Es war heute Morgen erstmal richtig frisch. Ich habe tatsächlich wieder Socken an- und mir auch ein leichtes Pullöverchen übergezogen. In der Nacht muss die Temperatur unter 10 Grad gefallen sein. Aber für den Spaziergang war es dann richtig angenehm – sonnig und nur leicht bewölkt. Inzwischen gibt es aber wieder mehr Wolken. Ich mag das durchaus so. Noch ;-).



Fußball habe ich nicht mitbekommen nur gesen dass es da am Ende unschöne Szenen gab .. seit das große Geld da mit spielt ist es eh nicht mehr schön .. wenn die Grube ganzzeitig trocken bleibt werden sich wohl Magerrasenflächen bilden da bietet dann wieder anderen Lebewesen ein Regufium ..… Weiterlesen »
Hallo Elke, die WM habe ich nicht wirklich verfolgt aber ich finde es toll hat Spanien gewonnen. Kiesgruben sind immer etwas interessantes und wenn sie so gross sind wie Deine dann findet man da ja so einiges an Motiven. Leider macht die Trockenheit aber alles kabut. Regen wäre dringend nötig.… Weiterlesen »
Ich bin gespannt, wie sich die Kiesgrubenlandschaft in Zukunft verändern wird. Auch die letzte große Grube, die bis vor Kurzem noch in Betrieb war, wird gerade zurückgebaut. Das ist ein sehr großes Gebiet. Mehrere andere Gruben wurden wieder verfüllt oder sogar in einen Hügel umgewandelt. Das ging mit dem Aushub… Weiterlesen »
Liebe Elke, so sieht es wohl überall aus. Wenn ich hier aus dem Fenster auf die Weinberge schaue, sehe ich nur braune Raine und wenn ich genau schaue, etwas Grünes, die Reben. Die Winzer sind fleißig dabei, die Jungreben zu bewässern, es hatte tatsächlich in der Nacht ein wenig geregnet,… Weiterlesen »
Ich habe mich während der Halbzeitpause ausgeklinkt und den „Nachzirkus“, wie du ihn nennst, guck ich mir sowieso nie an. Nur der nachdenkliche, in sich gekehrte Messi wird mir im Gedächtnis bleiben.
Liebe Elke, bei uns sind ja die Weiher schon seit Jahren ausgetrocknet. Man wollte das zwar mal Renaturieren, aber da inzwischen alles mit Pappeln überwuchert ist, hat man das wohl aufgegeben, obwohl sich die Weiher innerhalb des LSG befinden. Du hast aber trotzdem noch allerhand Schönes entdeckt. Ganz etwas Besonderes… Weiterlesen »
Furchtbar, ja! Ich habe mich am Ende nur gefreut, dass die argentinischen Rüpel nicht noch gewonnen haben.