So, ich freue mich, dass ich gerade ein schon vor längerer Zeit vorbestelltes Hörbuch downloaden konnte. Gut ein Jahr habe ich auf den nächsten „Totengräberband“ von Oliver Pötzsch gewartet. Es ist der fünfte Band der Serie mit Kriminalfällen aus dem alten Wien. Ich finde die Bücher großartig. Titel: Der Totengräber und der Orden des Teufels. Und Hörbücher sind ja dann erst richtig gut, wenn man auch den Sprecher mag. Hans Jürgen Stockerl finde ich super. Ich werde euch auch zu diesem Hörbuch wieder etwas schreiben, wenn ich es durchhabe.

Ausgelesen habe ich jetzt die „Wolfskinder“ von Vera Buck. Dazu wollte ich noch etwas schreiben, ohne zu viel zu verraten. Angemerkt habe ich neulich schon, dass es um ein abgelegenes Bergdorf geht, in dem eine verschworene, (angeblich?) religiöse Gemeinschaft lebt. Es geht um verschwundene Frauen und Mädchen und man könnte anfangs glauben, dass man es mit einem Mysterie-Thriller zu tun bekommt. Dem ist aber nicht so, obwohl Vieles sehr mysteriös erscheint. Es gibt mehrere Protagonisten, aber die Hauptfigur ist Smilla, eine junge, noch immer traumatisierte Journalistin (die lieber Polizistin geworden wäre). Ihre beste Freundin verschwand auf einem gemeinsamen Ausflug in die Berge, als beide gerade 16 Jahre alt waren. Zehn Jahre später stößt Smilla auf weitere Vermisstenfälle, die alle irgendwie mit dem seltsamen Bergdorf „Jakobsleiter“ zu tun haben.

Die Atmosphäre des Romans ist düster, geheimnisvoll, spannungsgeladen. Die Protagonisten, die alle in der Ich-Form erzählen, sind gut herausgearbeitet. Fasziniert hat mich vor allem die kleine Edith, die fern jeglicher schulischer Erziehung und ohne Mutter aufwächst, durch die wilde Natur streift und für die manche Entdeckungen in den Bergen völlig normal sind, die uns die Haare zu Berge stehen lassen würden.
Wie auch immer, „Wolfskinder“ ist kein Thriller, wie man ihn seit Jahren hundertfach angeboten bekommt. Es fließt kein Blut, nichts ist plakativ grausam. Mal abgesehen vom Verhalten der ’normalen‘ Menschen gegenüber den Außenseitern. Trotzdem hatte ich unterschwellig immer Gänsehaut. Das Buch hat sehr unterschiedliche, auch negative Kritiken bekommen, die sicher auf den unterschiedlichen Erwartungen der Leser*innen an einen Thriller beruhen. Einen ziemlichen Verriss findet man auf der Krimi-Couch, den ich absolut nicht nachvollziehen kann. Manchmal habe ich den Eindruck, dass für viele Leser*innen heutzutage (spätestens nach dem ‚Augensammler‘ von Sebastian Fitzek) Thriller nach einem bestimmten Schema konstruiert sein müssen und das dann möglichst noch sehr blutig und sehr grausam. Mir hat „Wolfskinder“ sehr gut gefallen. Allein der Schluss hat mich nicht hundertprozentig überzeugt.
Schlechte Unterhaltung 😕
Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist gerade wieder auf dem Boden der Tatsachen gelandet: 1 : 2 gegen Ecuador verloren.
Schlechter Scherz: Im Fernsehen gehört, dass die optimale Schlaftemperatur bei 19° C liegt – da kann ich nur müde lachen.
Sehr schlechte Nachrichten: Das oder eigentlich die Erdbeben (zwei kurz nacheinander) in Venezuela. Das ist ja furchtbar.
Seltsame Nachrichten: Wie kann man eigentlich eine Konferenz zum Wiederaufbau der Ukraine abhalten, wenn dort nach wie vor Krieg herrscht und es täglich zu weiteren Zerstörungen kommt? Das ist wie den zweiten Schritt vor dem ersten zu tun.

Überraschung!
„Die Birgitt“ (Ein Fototagebuch) hat mir eine hübsche Karte aus ihrem Jahresprojekt geschickt. Versehen mit lieben Grüßen. Ganz herzlichen Dank dafür, liebe Birgitt, das war eine wunderbare Überraschung, mit der ich überhaupt nicht gerechnet habe. Aber dann wäre es ja auch keine Überraschung gewesen ;-).
Die Karte bitte durch Anklicken vergrößern. Ich musste sie hier sehr klein machen, weil das sonst etwas merkwürdig ausgesehen hätte.
Und das war’s auch schon wieder. Wir haben seit etwa 10 Uhr bereits 37 Grad. Das hält man doch wirklich kaum noch aus. Viel trinken ist angesagt, aber bitte ohne Alkohol. Auch mein leckeres Getränk im Headerbild enthält nur Fruchtsäfte und viel Wasser.



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