Mehr von gestern – Schwanheimer Düne

16.06.2026 | Insekten, Linkpartys, Makro, Sommer, Spaziergänge, Vögel | 2 Kommentare

Ich habe rund einhundert Fotos gemacht, um mal einige der vielen Schwalben zu erwischen, die gestern über den Wiesen in der Schwanheimer Düne auf Insektenjagd waren. Diese Anzahl ist dadurch zustande gekommen, weil ich zeitweise an der Kamera die ProCapture-Funktion eingestellt hatte. Die bringt aber nichts, wenn man Weitwinkel benutzt und sich nicht auf ein einziges Objekt an einem bestimmten Punkt konzentriert. Die Schwalben waren ja überall. Ich wusste nie, wo welche auftauchen würden. Die größere Schwalbe in der Collage ist ein altes Bild, das ich hineingezaubert hatte. Früher konnte man in Weilbach an einem Reiterhof mal ganz gut Schwalben fotografieren.

Zurück zu den Schmetterlingen. Man kann weibliche und männliche Schachbrettfalter ganz gut unterscheiden. Die männlichen zeigen ein fast klares Schwarz-Weiß, die weiblichen sind heller und bräunlicher.

Weiblicher Schachbrettfalter (Melanargia galathea)

Das ist ein Braunkolbiger oder Ockergelber Braun-Dickkopffalter (Thymelicus sylvestris). Es ist nicht ganz einfach, ihn von den anderen Dickkopffaltern zu unterscheiden. Aber neben der Farbe der Fühler kann man bei diesem noch ein strichförmiges Flügelmerkmal (der Duftschuppenfleck) erkennen.

Und dann saß da plötzlich eine fast goldfarbene, kaum erkennbare Libelle vor mir auf dem Weg. Das war ein weibliches Exemplar der Feuerlibelle (Crocothemis erythraea). Männchen sind durch ihre knallrote Signalfarbe sehr viel besser zu erkennen.

Feuerlibelle (Crocothemis erythraea), weiblich

Während die Feuerlibelle zu den großen Edellibellen gehört und wirklich ziemlich groß ist, kann man Federlibellen locker übersehen. Wenn dann das Weibchen noch von grünlich-brauner Färbung ist, lässt es sich vom Grashalm kaum unterscheiden. Schon eher, wenn es mal auf einer Blüte sitzt. Auffallend sind da allenfalls der große Kopf und der Rücken mit den Streifen. Der Name „Federlibelle“ kommt von den Dornen an den Beinen.

Blaue Federlibelle (Platycnemis pennipes), weiblich
Blaue Federlibelle (Platycnemis pennipes), männlich

Dass auf den Fotos die Feuerlibelle und die Federlibellen fast gleich groß aussehen, liegt an den Ausschnittvergrößerungen.

Ist diese Weite nicht herrlich? Hier kann man stundenlang laufen. Und wenn es nicht gerade Wochenende ist, dann oft, ohne irgendeinem anderen Menschen zu begegnen.

Echtes Johanniskraut
C-Falter (Polygonia c-album)
Vermutlich eine Ackerwinden-Trauereule (Tyta luctuosa) – ein Winzling, gerade noch am Parkplatz entdeckt. Eigentlich ein Nachtfalter, aber auch tagaktiv.

Ich weiß nicht, ob ich morgen wieder unterwegs sein werde. Heute ließ sich das Wetter lange bitten. Am späteren Nachmittag ist es nun richtig warm geworden, aber auch teilweise stürmisch. Am Morgen und bis zum frühen Nachmittag war es eher bedeckt und es hat sogar einmal geregnet. Aber ich konnte was im Garten machen. Jedenfalls werde ich diesen Beitrag sicher auch für den „Naturdonnerstag“ *** nutzen und füge hier als kleine Galerie nochmal die drei Schmetterlinge vom Montag an. Unter dem Gemüse- & KI-Header wird kaum jemand Bilder von der Schwanheimer Düne erwartet haben. Wer trotzdem auf dem Beitrag war, nun – der kennt sie eben schon. Ist ja auch nicht schlimm.

*** Marius‘ / Czoczos Nature Thursday – – – Frau Friedas ‚Plausch am Gartenzaun

Noch einmal der Hinweis: Ihr könnt nun wieder alle Bilder eines Beitrags hintereinander in der Slideshow ansehen (abgesehen vom Headerbild). Egal ob ihr vorn, mittendrin oder am Ende das erste Foto anklickt. Auch die Galeriebilder unterbrechen das nicht mehr.

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2 Kommentare
Jutta
16.06.2026 19:04

Liebe Elke, das, was du alles entdeckt hast und auch ganz toll abgelichtet hast, ist echt der Hit. Das mit dem Schachbrettfalter ist mir noch nie aufgefallen. Vielleicht habe ich bisher auch nur die männlichen gesehen. Über eine solche prachtvolle Libelle würde ich mich auch mal wieder freuen. Heute war… Weiterlesen »