Viel Spaziergang, viel Frust . . .

26.08.2026 | Ffm-Höchst, Gehölze, Gewässer, Naturdonnerstag, Wasservögel | 0 Kommentare

Oder ist es eher Trauer – Wut? Tatsache ist, dass ich heute auf meinem langen Spaziergang von Höchst nach Nied an der Nidda entlang und dann am Main wieder zurück so gut wie keine Wasservögel finden konnte. Keine Enten, keine Schwäne, weder Möwen noch die sonst allgegenwärtigen Nil- und Kanadagänse. Hätte mir vor ein paar Wochen mal jemand gesagt, dass ich mich ganz am Schluss über die vier doch noch entdeckten Nilgänse freuen würde, ich hätte denjenigen für verrückt erklärt. In der Nidda gar nichts. Der Fluss hatte auch kaum Wasser. Am Main dann tatsächlich mal an einer Stelle Nilgänse. Und auf einer großen Wiese einsam und allein ein Graureiher. Was der dort zu finden hoffte, ist mir ein Rätsel.

Erst ging es etwas durch Alt-Höchst. Wir hatten heute Nachmittag wunderbares Sommerwetter, aber gerade in der Altstadt waren die Lichtverhältnisse extrem. Ich musste viel herumexperimentieren, um die hellen Anteile nicht ausbrennen und die dunklen Stellen nicht komplett absaufen zu lassen.

Diese Farbe habe ich beim Gartenhibiskus auch noch nie gesehen.
Wurzeln eines Baums, der drei, vier Meter weiter weg steht.
Auf dem Main waren Flusskreuzfahrtschiffe unterwegs. Nach Johann Strauss kam die Amadeus Queen ;-).

Anders als die Gäste des Kreuzfahrtschiffs wird der Graureiher vermutlich Probleme haben, heute noch satt zu werden.

An dieser Stelle, kurz vor der alten Brücke über die Nidda, gibt es sonst immer Enten – immer! Heute absolut nichts. Man kann auch gut sehen, wie flach das Wasser ist.

Auf dem Rückweg am Main dann diese Nilgänse entdeckt. Es waren ungelogen die einzigen. Das habe ich in Frankfurt seit dreißig Jahren (mindestens) nicht mehr erlebt. Sonst können wir uns vor diesen Gänsen kaum retten. Ob die alle umgekommen sind? In der Zeitung las ich neulich von katastrophalen Zuständen im Höchster Stadtpark. Dort soll es im Weiher massenhaft tote Enten gegeben haben. Es gibt tatsächlich auch weniger Tauben. Habe ich zumindest den Eindruck. Aber wir hatten ja einen ‚ganz normalen Sommer‘ – oder?

Das war’s dann auch mit meinem Beitrag für Marius‘ Nature Thursday. Ich hätte gerne mehr ‚Natur‘ gezeigt und das in Form von Vögeln, Schmetterlingen, Libellen . . . Aber was nicht ist, ist eben nicht. Ich hoffe, es wird wieder irgendwann besser.

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