Oder ist es eher Trauer – Wut? Tatsache ist, dass ich heute auf meinem langen Spaziergang von Höchst nach Nied an der Nidda entlang und dann am Main wieder zurück so gut wie keine Wasservögel finden konnte. Keine Enten, keine Schwäne, weder Möwen noch die sonst allgegenwärtigen Nil- und Kanadagänse. Hätte mir vor ein paar Wochen mal jemand gesagt, dass ich mich ganz am Schluss über die vier doch noch entdeckten Nilgänse freuen würde, ich hätte denjenigen für verrückt erklärt. In der Nidda gar nichts. Der Fluss hatte auch kaum Wasser. Am Main dann tatsächlich mal an einer Stelle Nilgänse. Und auf einer großen Wiese einsam und allein ein Graureiher. Was der dort zu finden hoffte, ist mir ein Rätsel.

Erst ging es etwas durch Alt-Höchst. Wir hatten heute Nachmittag wunderbares Sommerwetter, aber gerade in der Altstadt waren die Lichtverhältnisse extrem. Ich musste viel herumexperimentieren, um die hellen Anteile nicht ausbrennen und die dunklen Stellen nicht komplett absaufen zu lassen.




Anders als die Gäste des Kreuzfahrtschiffs wird der Graureiher vermutlich Probleme haben, heute noch satt zu werden.

An dieser Stelle, kurz vor der alten Brücke über die Nidda, gibt es sonst immer Enten – immer! Heute absolut nichts. Man kann auch gut sehen, wie flach das Wasser ist.

Auf dem Rückweg am Main dann diese Nilgänse entdeckt. Es waren ungelogen die einzigen. Das habe ich in Frankfurt seit dreißig Jahren (mindestens) nicht mehr erlebt. Sonst können wir uns vor diesen Gänsen kaum retten. Ob die alle umgekommen sind? In der Zeitung las ich neulich von katastrophalen Zuständen im Höchster Stadtpark. Dort soll es im Weiher massenhaft tote Enten gegeben haben. Es gibt tatsächlich auch weniger Tauben. Habe ich zumindest den Eindruck. Aber wir hatten ja einen ‚ganz normalen Sommer‘ – oder?
Das war’s dann auch mit meinem Beitrag für Marius‘ Nature Thursday. Ich hätte gerne mehr ‚Natur‘ gezeigt und das in Form von Vögeln, Schmetterlingen, Libellen . . . Aber was nicht ist, ist eben nicht. Ich hoffe, es wird wieder irgendwann besser.



Schöne Fotos hast du vom Spaziergang mitgebracht, auch wenn nicht viele Wassertiere dabei sind. Auch bei uns in der Bucht gibt es weniger Tiere im See (war ja deine Frage bei mir) und die Tiere sind weit im See draussen. Hat aber auch den Vorteil, dass die Liegewiese nicht von… Weiterlesen »
Das ist sicher wahr. Alles hat seine Vor- und seine Nachteile.
Liebe Elke, was für ein Jammer mit den Enten und Gänsen. Manchmal glaubte man auch es könnten ruhig auch ein paar weniger sein, wenn es gar zu voll wurde am Pegnitzufer. Mit den Piepmätzen schaut es in meinem Garten gar traurig aus. Ich sehe keine Amsel, keine Meisen nicht mal… Weiterlesen »
Liebe Helga, danke für den ausführlichen Kommentar. Bei uns im Garten scheinen seit zwei, drei Tagen doch wieder ein paar mehr Vögel aufzutauchen. Gestern hat mich beim Gießen, es war schon fast dunkel, ein Rotkehlchen ganz aufmerksam beobachtet.
das ist wirklich seltsam
aber bei der (meist) Überpopulation wird das Futter rar
und die Tiere suchen sich andere Plätze
sie können ja fliegen
aber schöne Bilder hast du mitgebracht
liebe Grüße
Rosi
Stimmt. Selbst die fetten Nilgänse haben das Fliegen noch nicht ganz verlernt.
Liebe Elke, als Trost kann ich dir sagen, dass wir noch immer Schwalbenschwanzräupchen und auch Eier am Fenchel finden. Also fliegen sie noch, die Schmetterlinge. Zu Gesicht bekommen wir sie leider nicht, Aber immerhin gibt es Zeichen ihres Daseins.
Herzlich, do
Das ist doch beruhigend. Und es gibt ja durchaus auch in Deutschland Gegenden, wo die Welt fast noch in Ordnung zu sein scheint.
Moin liebe Elke, das ist mir noch gar nicht so aufgefallen, das es zu wenige Wasservögel gibt. Wenn wir unterwegs sind, sehen wir immer ein paar Enten, Gänse oder Schwäne und auch Reiher haben wir genug. Die Reiher höre ich täglich und oft fliegen sie in Gruppen über unser Dorf.… Weiterlesen »
Bei euch im Norden war es wohl nicht ganz so heiß und trocken wie bei uns. Das macht schon einen Unterschied. Und Wasser habt ihr sicher auch mehr. Ich hoffe sehr, dass sich die Natur wieder erholt. Schau’n wir mal, was der September bringt. Heute ist es bei uns noch… Weiterlesen »
Liebe Elke, wirklich Spaß macht das hier auch nicht. Selbst im Erholungspark sieht du kaum etwas – keine Wasservögel, keine Insekten. Es ist wirklich trostlos. Du hast ja wenigsten durch den Garten noch ein bisschen was, aber auf meinem Balkon kannst du das auch vergessen. Wobei mir schon seit langem… Weiterlesen »
Ein schöner Spaziergang war es trotzdem. Immerhin waren die vielen alten Bäume entlang von Nidda und Main noch richtig sattgrün. Und selbst die Wiesen scheinen sich wieder etwas zu erholen. Nur die fehlenden Wasservögel – das hat mich schon schockiert. Im Garten zwitschert es seit ein paar Tagen wieder etwas… Weiterlesen »
Liebe Elke,
dein Bericht lässt aufhorchen, soweit sind wir inzwischen, das ist beängstigend. Was ist mit all den Wassertieren passiert? Da bin ich ja sehr froh, immer noch einen Spatzenschwarm im Garten zu haben. Ich werfe ihnen immer in wenig Futter hin und eine Wasserstelle.
Liebe Grüße
Edith
Was mit den Wasservögel passiert ist, das frage ich mich auch. Im Stadtpark sollen ja viele verendet sein. Da weiß ich auch nichts Näheres. Bin auch nicht mehr dort gewesen. Im Garten zwitschert es seit ein paar Tagen mal wieder öfter. Aber viel zu sehen bekomme ich nicht.