Damit ihr zum Wochenende von mir nicht nur Grübeleien geboten bekommt (die eh zu nix führen), gibt es noch etwas aus dem Garten. Heute ist nicht mein Tag – ich schieb’s mal wieder auf das Aprilwetter – aber mal kurz in den Garten musste trotzdem sein. Zunächst habe ich wilde Erdbeeren gepflückt, die bei uns im Überfluss wachsen. Die meisten leider eher in einem sehr schattigen Bereich. Diese schmecken nicht so aromatisch wie die anderen, die überall auch in den sonnigen Beeten zu finden sind. Aber die Mischung macht’s.

Das aktuelle Wetter tut den Pflanzen nicht so gut. Es sind vor allem die Rosen, die darunter leiden. Von den kleinen Kletterrosen habe ich mir deshalb heute etwas abgeschnitten und sie mit einigen Lavendelblüten und Zweigen einer Japanspiere in eine kleine Vase gestellt. Genauer betrachtet ist es ein Marmeladenglas. Aber soll uns nicht stören.


Etwas Blaues passt hier noch ganz gut dazu – Borretschblüten aus dem Garten – mit Ameise.

Auch die kleine Bienenragwurz (Ophrys apifera) ist wieder aufgetaucht. Die kleine Orchidee blüht ja leider an einer ganz ungünstigen Stelle. Ich muss da fürchterlich aufpassen, dass ich sie nicht mal aus Versehen mit anderen Unkräutern rund um meine Rosen und den Phlox herausreiße oder gar mit dem Rasennäher erwische, weil sie direkt an einem Beetrand wächst.


Die Ragwurzen sind mitunter nicht sehr langlebig. Oft blühen sie nur wenige Male und verschwinden dann wieder oder sie benötigen wieder einige Jahre bis zur nächsten Blüte. Grund dafür dürfte die Selbstbestäubung sein. Umpflanzen geht schon gar nicht. Eigentlich ist die Bienenragwurz ein typischer Vertreter artenreicher Magerrasen. Keine Ahnung ,wie sie ausgerechnet an diese Stelle gefunden hat.
Und zum Schluss ein weiteres Unikum. Die großen weiblichen Tannenzapfen zeigen sich an der Nordmann-Tanne normalerweise fast ausschließlich in großer Höhe. In diesem Jahr sitzt einer an einem tief hängenden Ast ganz weit unten. Das ist mal ganz interessant. So kann ich die Entwicklung verfolgen.

Die im Frühling auffällig roten, kleinen männlichen Blütenzapfen haben sich verausgabt (der Pollenflug war fürchterlich) und fallen nun allmählich ab.

Die aufrecht stehenden großen Zapfen sind eines der beiden guten Unterscheidungsmerkmale zwischen Tanne und Fichte. Außerdem sind die weißen Streifen auf der Unterseite der Nadeln typisch für die Nordmann-Tanne.
Verlinkt mit Astrids Friday-Flowerday
Damit wünsche ich euch / uns allen ein schönes Wochenende.



Freu dich, dass die Ragwurz bei dir eingezogen ist! Mein Bruder war selig bei unserem Besuch im Elternhaus uns „seine Orchideen“ zu präsentieren, die sich inzwischen im Lindenwäldchen und auf den Magerwiesen breit machen. Ich als Stadtpflanze bin ja eher von den Röschen begeistert. Tolle Farben! Ich hoffe, du kommst… Weiterlesen »
Die Erdbeeren sehen köstlich aus. Die Blumen sind alle schön. Wundervoll!
Thank you
Liebe Elke, die kleinen Früchtchen sehen fantastisch aus. Da kann ich mir gut vorstellen, dass die richtig toll schmecken. Für die Rosen ist das Wetter wirklich nicht ideal. Dass bei dir sogar eine Orchidee wächst, ist doch schon was Besonderes. Bei den Nadelgehölzen faszinieren mich aber nicht nur die Zapfen,… Weiterlesen »
Du hast auch die kleinen wilden Erdbeeren. Bei mir haben sie sich vor zwei Jahren eingefunden und sich seitdem ordentlich ausgebreitet. Die Früchte sind für die Enkel. Sie haben Spaß am Suchen. Die Bienenragwurz ist sehr interessant. Wer hat schon eine seltene Orchidee im Garten. Eine sehr hübsche Blüte hat… Weiterlesen »
Wir haben die kleinen Erdbeeren schon ewig. Ich kann auch nicht sagen, ob es die schon zu Zeit meiner Eltern und Großeltern gab (das wären dann nächstes Jahr mal locker 100 Jahre) oder ob das Rückentwicklungen von großen Sorten sind (gibt es das – Rückentwicklungen?) die früher mal im Gemüse-… Weiterlesen »