Wer wie ich in den 1970er Jahren jung war, wird sich an die angebliche Weissagung der Creek erinnern:
„Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann.“
Bekannt wurde der Spruch vor allem durch Umweltschutzorganisationen, Aufkleber und Lieder in der westdeutschen und US-amerikanischen Umweltbewegung. Und er ist heute aktueller denn je. Der Klimawandel ist allenthalben spürbar und wird trotzdem von vielen Menschen vehement geleugnet.

Wie genau der Erdüberlastungstag von Wissenschaftlern berechnet wird, könnte ich im einzeln nicht erklären. Aber er bedeutet, dass wir jährlich bis zu diesem Tag mehr natürliche Ressourcen verbraucht haben, als nachwachsen können. Dass wir das tun, ist kein Geheimnis, aber die Menschheit lebt in großen Teilen so, als gäbe es diese Erkenntnis nicht. Und da die meisten Politiker überall auf der Welt ziemlich alte Leute sind, muss man davon ausgehen, dass auch hier der Satz gilt: Nach mir die Sintflut. Dummerweise mehren sich neben furchtbaren Waldbränden wie aktuell auch die gegenteiligen Effekte – Überflutungen, Anstieg der Meeresspiegel durch schmelzende Eisberge, schmelzende Gletscher in den Alpen etc. Katastrophen, wie man sie sich vor zehn, zwanzig Jahren außer in dystopischen Hollywoodfilmen kaum vorstellen konnte.
Was tun wir selbst eigentlich, um die Umwelt zu schützen – du, ich, wir alle? Viele von uns sind auch im Rentenalter. Leben wir auch nach dem Motto „nach mir die Sintflut“? Manchmal habe ich schon den Eindruck. Habt ihr Kinder, Enkel mit denen ihr darüber diskutiert? Und wie leben die? Sind es wirklich nur die ganz jungen Leute, die noch für die Umwelt auf die Straße gehen? (Hat aber auch nachgelassen.) Irgendwie war bei uns für kurze Zeit grün sein mal im Trend, aber kaum steigen die Preise, verpufft das alles ganz schnell wieder. Da ist Grün nicht mehr so wichtig, wenn es nicht sogar gleich Blau sein darf. Wir machen lieber die Augen zu, kaufen den nächsten SUV und machen die nächste Weltreise, ob per Flugzeug oder mit diesen überdimensionalen Kreuzfahrtschiffen, wie sie inzwischen schon sämtliche Häfen in einstmals unberührten Gegenden verstopfen. Man gönnt sich ja sonst nichts. Und überhaupt ist das ja alles gar nicht so schlimm – oder? Was schreibt die da nur?

Natürlich bin ich mir darüber im Klaren, dass man die Verantwortung für die Umweltverschmutzung auf Regierungen und Industrie abwälzen kann. Und das tun wir auch ganz gern. Und doch ist der/die Einzelne in der Summe Verursacher. Würden wir weniger konsumieren, würden weniger Ressourcen verbraucht. Das ewige Lied von der Notwendigkeit der Ankurbelung unserer Wirtschaft kann ich echt nicht mehr hören. Und nun noch diese gigantischen Rechenzentren! Ich bekenne mich schuldig. Ich nutze ebenfalls KI.
Auch wenn es die Creek vermutlich nie gesagt haben, recht hatten sie.

Dieser Beitrag geht zu Marius‘ Nature Thursday. Denn da gehört er hin. Mal etwas Anderes zum Thema Natur als Blümchen und Schmetterlinge.
Wir hatten heute 39 Grad Tagestemperatur. Mittlerweile gab es ein bisschen Regen – den berüchtigten Tropfen auf den heißen Stein – und das Thermometer zeigt „nur“ noch 30 Grad.
(Alle Fotos habe ich im September 2008 auf unserer USA-Reise gemacht. Es waren andere Zeiten, bessere. Damals wurde gerade Obama Präsident der Vereinigten Staaten. Aber größeres Umweltbewusstsein hatte damals sicher auch niemand, eher im Gegenteil. Meine Kamera war eine Olympus Bridge Kamera, die SP570 UZ.)




Liebe Elke, mich haben ja mein Leben lang die Verhältnisse gebremst. Zu DDR-Zeiten waren die Möglichkeiten gar nicht da und später hätte ich mir vieles gar nicht leisten können und kann es heute immer noch nicht. Für jede Reise, die ich gemacht habe, musste fleißig gespart werden. Wobei ich natürlich… Weiterlesen »
Das Wichtigste ist doch, dass man sich der Problematik bewusst ist und versucht, wenigstens den eigenen ökologischen Fußabdruck so klein wie möglich zu halten. Aber es ist nicht einfach.
es ist sicher noch Luft nach oben.. 😉 aber ich denke schon dass ich versuche meinen Fußabdruck klein zu halten mein Auto ist über 20 Jahre alt (aber ich brauche es) Ich bin noch nie geflogen.. war auf keiner Kreuzfahrt Urlaub.. eigentlich ein Fremdwort für mich meine Kledung ziehe ich… Weiterlesen »
Liebe Rosi, dann fühle dich bitte nicht angesprochen. Nein, im Ernst – viele von uns tun ja schon eine Menge, andere aber auch nicht. Man sollte halt immer wieder darüber nachdenken. Ich versuche inzwischen so viel Plastik wie irgend möglich einzusparen. Aber auch da geht noch mehr. Mein Mann ist… Weiterlesen »
angesprochen sollte sich eigentlich jeder fühlen.. in der Hinsichts zu überlegen wo es klemmt
am Plastik hapert es bei mir .. da ich alleine bin und dann doch schon
Fertiggerichte kaufe
wenn es aber wieder herbstlicher wird werde ich auch wieder mehr
selber kochen