„Pfingsten das liebliche Fest war gekommen . . . „ zitierte Edith gestern den Herrn Goethe und dieser dachte vermutlich an frisches Grün und Temperaturen knapp über 20 Grad. Realität sind heute 30 Grad und es soll die nächsten Tage noch heißer werden. Viel zu heiß für mich und weitere schweißtreibende Aktivitäten im Garten. Die größeren Projekte sind aber auch erstmal erledigt. Nur an einigen Stellen aufräumen wollte ich noch. Eine dieser wilden, aber fast noch dekorativen Stellen, seht ihr im Header. Am zurzeit nicht genutzten Hochbeet hat sich so einiges angesammelt, halb überwachsen von Efeu und Ruprechtskraut.

An sich ist das Geranium robertianum ja ein hübscher kleiner Bodendecker, neigt aber gewaltig zum Wuchern. Und wenn man große Mengen ausreißt – ja, dann stinkt er wirklich. Oder riecht zumindest etwas sehr streng. Normalerweise macht sich das aber nicht bemerkbar. Von allen Storchschnabel-Arten wurde wahrscheinlich das Ruprechtskraut als erstes in den Gärten kultiviert. Dies ist vermutlich darauf zurückzuführen, dass es häufiger als andere Geranium-Arten für medizinische Zwecke verwendet wurde. Ruprechtskraut ist eine gute Bienenweide und Pollenquelle für Wildbienen, außerdem Nektarpflanze und Raupenfutter für Schmetterlinge. Ich sehe es inzwischen nicht mehr als lästiges Unkraut an, nur wenn es überhandnimmt. Sonst darf es blühen.
Aufgrund des eigenartigen Geruchs der zerriebenen Blätter wird es auch als Mücken abwehrende Pflanze angesehen. Wäre ja was für mich mückengeplagtes Wesen. Aber mich damit einreiben? Eher nicht. Dieser „Duft“ wird erst durch das Zusammenspiel verschiedener ätherischer Öle hervorgerufen, die einzeln gar nicht so unangenehm riechen.

Meinen Faulbaum (Rhamnus frangula) habe ich gestern Abend noch gepflanzt und hier kann man eine Blüte und Blütenknospen sehen. Doch ein bisschen anders als die runden Kügelchen (extraflorale Nektarien) an der Gewöhnlichen Traubenkirsche. Aber, ganz ehrlich, wäre ich immer noch so komplett ahnungslos wie damals, hätte ich vielleicht gerade bei diesem Anblick gedacht, dass Knospen und Blüten zu einer Traubenkirsche passen würden. Nun habe ich also beide Bäumchen im Garten. Hier kann man auch sehen, dass die Blattränder glatt sind und nicht so gezähnt wie bei der Gewöhnlichen Traubenkirsche.


An den Knautienblüten in der Wiese tummeln sich momentan diverse Wildbienen und Schwebfliegen. Die Bestimmung fällt mir wie immer schwer. Ich kann also nicht mit Sicherheit sagen, ob das eine kleine Ackerhummel oder eine Rote Mauerbiene ist. Oder noch etwas Anderes.
Nachtrag: Ich habe mich gerade bei der NABU-Naturgucker-Akademie zu einem kostenlosen Online-Kurs über Wildbienen angemeldet.
Nachtrag Nr. 2: Etwas habe ich schon gelernt. Man sollte das Insekt so fotografieren, dass wenigstens ein oder zwei echte Bestimmungsmerkmale zu erkennen sind 😉. Fühler wären gut, Augen auch und dann gerne noch die Hinterbeine. Dann kann man zumindest schon mal klären, ob es überhaupt eine Biene ist.



Nach meinem Igel kann ich abends fast die Uhr stellen. Er ist auch gestern Abend wieder kurz nach 21:30 Uhr aufgetaucht. Ich bin mal gespannt, ob sich das mit fortschreitender Helligkeit noch ändert.
Dann mal weiterhin ein schönes Pfingstwochenende und holt euch keinen Sonnenstich / Sonnenbrand.



Liebe Elke, der Wechsel von Frostnächten zu Hitzetagen ist unserer, zumindest meiner, Gesundheit nicht zuträglich. Hab aber vielen Dank, dass du mir zwischendurch mal wieder einen Schubs gibst 😉 (es ist ja nicht nur die Hitze, die mich müde macht). Ich wünsche dir in diesen Tagen ein kühles Plätzchen zum… Weiterlesen »
Da bist du ja, liebe do. Schön, dass du dich meldest. Nein, der Umschwung zu dieser Hitze ist auch sogar nicht mein Ding. Gerade eben kämpfe ich mit mir, weil ich ja noch in den Garten gehen und gießen muss. Seit dem Nachmittag reicht mir die Hitze total. Und manchmal… Weiterlesen »
Moin liebe Elke, dieses Ruprechtskraut habe ich auch im Garten, es wächst in einer hinteren Ecke wo es keinem groß stört. Libellen habe ich an meinem Teich noch nicht entdeckt, aber es geht ja erst los mit der Saison. Ich habe auch festgestellt das wir „nur“ 2 Frösche haben. Die… Weiterlesen »
Amphibien gleich welcher Art haben wir leider nicht. Für Frösche ist der flache Sumpfteich nicht geeignet und Eidechsen kann man vergessen, weil hier zu viele Katzen herumstreunen. Ob irgendwas davon überhaupt in der Nähe vorhanden wäre, um einwandern zu können, weiß ich auch nicht. ☀️🦎🐸🦔🐿️☀️
Viel Glück mit dem Faulbaum! Dieses Jahr habe ich keine Eier vom Zitronenfalter dran gehabt, aber immerhin welche von der Braunen Randwanze.
VG
Elke
Ich bin gespannt, wie er sich entwickelt. Zitronenfalter haben wir im frühen Frühjahr eigentlich immer im Garten. Die dürften sich doch jetzt freuen ;-).
Liebe Elke, schön sind deine Libellenfotos. Eine winzig kleine, ganz unscheinbare habe ich auch gesichtet. Keine Ahnung was das für eine war. Ich weiß gar nicht, ob ich einen Faulbaum überhaupt schon mal gesehen habe. Meistens fallen einem Bäume immer nur durch die Blüte oder die Frucht auf. So richtigen… Weiterlesen »
Ich weiß gar nicht, ob ich von ihr eine Adresse habe. Da muss ich mal nachgucken. Es gibt tatsächlich total winzige Libellen. Oder es sind ganz kleine andere Insekten, die ihnen nur ähnlich sehen. Die kann ich auch nie identifizieren. Ich bin mal vor etlichen Jahren auf eine ganze Anzahl… Weiterlesen »