Das Wetter ist heute wie erwartet bei weitem nicht mehr so schön wie die letzten Tage. Aber es ist nach wie vor mild und wieder trocken. Es hätte in der Nacht gern etwas mehr regnen dürfen. Im Garten konnte ich vorhin zwei (junge?) Grünspechte beobachten, die an der Kiefer Ringelreihe spielten und dabei ein junges Eichhörnchen irritierten. Vielleicht war es auch ein Revierkampf zwischen Altspecht und Jungspecht. Der in meinen Augen jüngere sieht doch etwas lädiert aus.
Es könnte aber auch ganz anders sein. Der Jungspecht ist noch in der Mauser, wurde aber von der Mutter aus dem Nest geschubst. Fliegen konnte er. Beide gaben eher untypische Laute von sich. Es wäre also auch möglich, dass der junge noch nicht so richtig kann, wie er soll und den/die Alten noch anbettelt. Halte ich inzwischen für das wahrscheinlichste Szenario.


Wie auch immer, die beiden hatten mächtig Stress miteinander. Das Eichhörnchen hat sich fix etwas aus dem Futterhaus geholt und dann schnell verkrümelt.


Sieht ganz danach aus, als hätte es eine Walnuss ergattert. Die muss man natürlich schnell in Sicherheit bringen.
Ich habe heute Vormittag natürlich auch gleich nach meinen Kräutern geguckt. Das kühlere Wetter und der nächtliche Regen haben ihnen gutgetan. Gestern Nachmittag waren sie doch nach dem Einpflanzen etwas schlapp, aber heute sahen sie richtig frisch aus. Vom Bergbohnenkraut habe ich gleich etwas gepflückt und für mein Mittagessen verwendet.
Hähnchen-Cassoulet mit Bohnen
Das aus dem Languedoc stammende Gericht wird sehr preiswert mit Suppengemüse (Sellerie, Karotten, Lauch, Zwiebeln etc.), weißen Bohnen und Tomaten in einer kräftigen Gemüsebrühe angegart und mit Fleisch – bei uns Hähnchen – im Backofen fertig geschmort. Und natürlich mit Mittelmeerkräutern, Salz, Pfeffer und Knoblauch gewürzt. Daher musste natürlich auch das Bergbohnenkraut mit hinein ;-). Die Hähnchenteile habe ich kurz angebraten, bevor ich sie auf das Gemüsebett gelegt habe. Das Gericht bleibt eine gute Stunde im Ofen, bis die Hähnchenteile gar sind. In dieser Zeit kocht auch das Gemüse ordentlich ein. Ich könnte mir vorstellen, dass in Frankreich dann noch ein ordentlicher Schuss Rotwein hinzukommt.

Ich habe noch etwas Reis dazu gemacht. Das braucht man aber nicht, denn durch die Bohnen ist es sehr sättigend. Zu spät ist mir eingefallen, dass man natürlich passend zum südfranzösischen Eintopf auch hätte Baguette essen können.

Das Berg-Bohnenkraut stammt übrigens eher aus den südosteuropäischen Ländern. Es wird auch als Winter-Bohnenkraut bezeichnet im Gegensatz zum Sommer-Bohnenkraut (Satureja hortensis), das auch als Echtes Bohnenkraut bezeichnet wird.



Hallo Elke,
das sind ja wunderbare Bilder vom Grünspecht und dem Hörnchen!
Besonders das Foto mir der abstehenden Feder gefällt mir.
VG
Elke
Ich überlege gerade, ob das so eine Art Mauser ist, ein Jungvogel, dessen endgültiges Federkleid noch nicht komplett fertig ist. Aber fliegen konnte er.