Der Ostermontag lässt sich angenehm an. Es ist warm und der ziemlich kalte Wind von gestern ist vorbei. Der Ostersonntag war nicht unbedingt verlockend, um den berühmten Osterspaziergang zu unternehmen. Ihr wisst schon – Goethe:
„Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
Durch des Frühlings holden, belebenden Blick.
Im Tale grünet Hoffnungsglück.
Der alte Winter, in seiner Schwäche
Zog sich in rauhe Berge zurück.“
usw.Johann Wolfgang von Goethe (www.deutschelyrik.de)
Heute habe ich als Erstes meinen üblichen Morgengang durch den Garten gemacht. Es findet sich ja täglich Neues. Immer mehr Tulpen blühen inzwischen, sowohl kleinere Wildformen als auch die großblütigen. Und es gibt sogar noch Osterglocken/Narzissen – sogar im gelb-weißen Partnerlook ;-).


Jede Osterglocke (das sind die rein gelben) ist eine Narzisse, aber nicht jede Narzisse ist eine Osterglocke.
Viel Betrieb herrscht am Bienenhotel. Wegen der Plexiglasscheibe als Schutz vor räuberischen Vögeln kann ich das aber schlecht fotografieren. Auch rundherum wird nach Behausungen gesucht, z. B. in den Materialien, die unter dem Carportdach lagern, sofern sie nur Löcher haben. Die meisten sind Rostrote Mauerbienen (Osmia bicornis, aber ein paar Gehörnte Mauerbienen sind auch unterwegs.


Die Blüten des stark duftenden Oster-Schneeballs (Viburnum burkwoodii), die sich gerade erst öffnen, sind gut besucht. Auch hier waren die Mauerbienen unterwegs, aber die konnte ich nicht erwischen. Mit der Erdhummel war es einfacher.


Das sind die Blätter meines kleinen Faulbaums, an denen ich kleine Kügelchen entdeckt habe. Eier des Zitronenfalters können das keine sein. Die sind eher länglich. Im Moment bin ich noch ratlos. An diesen Stellen entwickeln sich später auch die kleinen Blüten. So würden die aber doch nicht aussehen – oder? Ich werde das beobachten.
Und dann wäre da noch die Zaubernuss, von der ich befürchtet hatte, dass sie eingehen könnte. Ihr erinnert euch – keine Blüten und dann im Fußbereich der riesige Farn, den ich ausgegraben habe. Nun tut sich aber doch was. Da entwickeln sich Blättchen. Das macht Hoffnung.


Ein halbes Dutzend Märzfliegen (Bibio marci) sind mir Ende letzter Woche schon auf den jungen Blättern der Herbstanemonen im „Wäldchen“ aufgefallen. Anders als der gebräuchliche Name vermuten lässt, sind die Märzfliegen Mücken (Nematocera).

Märzfliegen gelten als Nützlinge, weil sie sich in erster Linie von verrottenden Pflanzenteilen ernähren und ihr Kot sehr schnell Feinmull erzeugt. Was das ist, musste ich auch erst recherchieren. „Der Mull, altertümlich Molte, ist die günstigste Humusform und Kennzeichen nährstoffreicher, biotisch aktiver Böden.„ Mir fällt dabei ein, dass wir in Nordnorwegen an der Grenze zu Finnland die Moltebeeren kennengelernt haben. Molte heißt in den skandinavischen Sprachen so viel wie weich, schmelzend. Sie wächst in Mooren. Etymologisch passt das ganz gut zusammen. Ups, jetzt komme ich vom Hundertsten ins Tausendste. Dann höre ich jetzt besser auf.
Am Nachmittag habe ich dann noch einen ausgiebigen Spaziergang durch unser Arboretum (Eschborn/Schwalbach) gemacht. Die Bilder zeige ich morgen. Nur eins davon als Abschluss:

Kommt gut in die neue Woche!



Dann konntest du ja den berühmten „Osterspaziergang“ machen, bei schönem Wetter wie man sieht.. Bei uns besuchen die Mauerbienen auch jedes Loch was sie finden, ich kann sie gut beobachten, manche sind sogar schon zugemauert. Heute beobachtete ich Ringeltauben Männchen die sich mitten auf der Strasse einen Kampf begannen, das… Weiterlesen »
Ja, heute war es wirklich schön. Da hat der Spaziergang Spaß gemacht. Kannst du denn männliche und weibliche Tauben unterscheiden? Ich kann das nicht.