Dieses Wochenende ist ein Paradebeispiel für den Übergang vom Spätsommer zum Herbst. Gestern am Samstag herrlicher Sonnenschein und richtig schön warm, heute um einiges kühler und Regen. Auf der Terrasse gestern Kaffee und Apfelstrudel genossen (und gerätselt, wo die Nosferatu-Spinne wohl hin ist, die gerade noch oben an der Markise saß). Ich mag’s eindeutig lieber, wenn ich weiß, wo sie sitzen, als wenn sie plötzlich verschwunden sind. Und die Nosferatus sind schon kleine Gruselmonster. [Für alle Spinnenphobiker: Bild kommt erst ganz unten.]
Heute regnet es also und für mich ist das geplante Kürbissüppchen das perfekte Mittagessen. Nach dem Holzhammer/Metzgermesser-Massaker wird weiter zerkleinert. Das Innere muss raus und dann noch klein schnippeln. Dann ist die Hauptarbeit schonmal vollbracht.

Dann wird mit etwas Öl und Zwiebeln angeschwitzt und mit Gemüsefonds abgelöscht. Bis hierhin habe ich an Gewürzen erstmal noch Ingwer mit hinein, ein paar Chiliflocken, Kurkuma und Zitronengras. Nach zwanzig Minuten lasse ich das Ganze abkühlen, dann wird püriert. Schmeckt eigentlich schon ziemlich gut, aber noch etwas zu dickflüssig. Also nochmal etwas Gemüsebrühe (Fond habe ich keinen mehr) und dann kommt noch etwas flüssige Kochsahne mit hinein. Und schließlich nochmal aufwärmen und abschmecken: Salz, Pfeffer, etwas Apfelsaft für die Süße, etwas Sherryessig für das Saure – (oberaffenge*l )perfekt! Dazu ein leckeres Dinkel-Vollkorn-Baguette.

Ich habe die Kürbissuppe schon oft mit Kokosmilch gemacht, was auch sehr lecker schmeckt. Aber meine heutige Variante fand ich fast noch besser.
Mittlerweile kommt die Sonne ab und zu wieder zum Vorschein, aber es gibt auch immer wieder ein paar Schauer. Mit inzwischen 22 Grad ist e aber sehr angenehm.
Dann kommen jetzt meine beiden Monster. Na ja, Nr. 1 hat zwar die „Schrecke“ im Namen, ist aber gar nicht so „erschröcklich“ ;-).

Wir haben viele der grünen Gepunkteten Zartschrecken, aber das hier dürfte eine Braune Feld- oder Wiesenheuschrecke sein. Auf dem alten Holz recht gut getarnt.
Und nun – Achtung – die Nosferatur-Spinne:

Dadurch, dass sie auf der Innenseite der von der Sonne angestrahlten Markise saß, wurde die Spinne geradezu durchleuchtet. Da kann man die interessante Zeichnung richtig gut sehen. Auf dem vorderen Vorderkörper soll die Zeichnung einem Totenschädel ähneln (daher der Name), auf dem größten Teil aber eher einem Schmetterling. Wer Probleme mit der Spinnenanatomie hat: Der Vorderkörper ist das Teil, das nach links unten zeigt, das mit den längsten Beinen. Auf dem Hinterteil sieht man bandförmig aneinander gereiht noch drei dunkle Punkte.

Die Zeichnung finde ich sehr hübsch. Aber die Spinne ist doch ziemlich groß und diese langen, dicken Beine – nee, mein Lieblingstier wird das bestimmt nicht. Diese Spinnen können, wenn sie sich bedroht fühlen, tatsächlich auch einen Menschen beißen. Der Biss ähnelt in den Auswirkungen in etwa einem Bienen- oder Wespenstich. Ein bisschen Vorsicht ist also schon geboten.
Falls euch die Spinne den Blutdruck in die Höhe getrieben hat, kommt zum Schluss noch ein Bienchen an den Blüten des Roten Basilikums.

Ich wünsche euch einen angenehmen Restsonntag.



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