Trotz des anhaltenden Aprilwetters und nur 12 Grad habe ich mich heute ans Entfernen unseres abgestorbenen Duftschneeballs gemacht. Er war mal wunderschön und ich weiß nicht, was ihn letztendlich kaputt gemacht hat. Ihn rauszubekommen war nicht ganz einfach und am Ende hat dann auch mein Mann noch etwas nachgeholfen. Zwischendrin mussten wir immer mal ein Päuschen einlegen, wenn aus dem Tröppeln von oben ein Hagelschauer wurde.

So schön hat er mal geblüht. Er wurde 2009 von einem Gärtner gepflanzt und war, so sah es jedenfalls aus, schon damals kein ganz junger Strauch mehr. Aber ich hatte da noch keinerlei gärtnerische Erfahrung. Auf alten Fotos sehe ich heute, dass wir ihn unbedingt hätten zurückschneiden müssen. Was ich aber nicht verstehe, warum ich jetzt im Wurzelbereich so viel juteähnliches Gewebe gefunden habe. Im nachhinein, um viele Erfahrungen reicher, bin ich mit der Arbeit von damals sowieso nicht sonderlich zufrieden. Das gilt auch, sogar ganz besonders, für unsere Bach-/Teichanlage. Die macht uns als Anziehungspunkt für viele Tiere zwar viel Freude, ist aber undicht und an den Rändern wird immer wieder die Teichfolie sichtbar. Das komplett neu machen zu lassen, wäre ein riesiger und teurer Aufwand. Wären wir nochmal zwanzig Jahre jünger, würden wir es vielleicht selbst versuchen. Wenigstens ist der Teich nur ein flacher Sumpfteich ohne Fische. Der Wasserverlust hält sich also in Grenzen.

Das waren die kläglichen Reste, nachdem ich mit dem Graben angefangen hatte. Nicht über die Schnitte wundern. Da hatte ich kürzlich die neue Mini-Akkusäge ausprobiert.
Und jetzt? Ich werde wohl den „falschen Faulbaum„, also die Gewöhnliche Traubenkirsche hierher pflanzen. Obwohl, ganz sicher bin ich mir nicht. Diese Traubenkirsche soll ziemlich groß werden und wird wohl auch gerne mal von den Raupen der Gespinstmotte heimgesucht. Und das so nah am Zaun zum Nachbarn? Schwierig!
Einen, dieses Mal hoffentlich, richtigen Faulbaum habe ich bestellt. Der wird dann den Platz einnehmen, der von Anfang an für ihn vorgesehen war. An meinen Fehler wurde ich kürzlich wieder erinnert, als ich mir ein Video angeguckt habe, von denen es jetzt leider immer mehr gibt, so nach dem Motto: „Ich habe zwar keine Ahnung, aber ich zeige dir trotzdem, wie Naturgarten geht„. Da wurde aus dem eher kritisch zu betrachtenden Beinwell (eventuell kanzerogen) plötzlich leckerer Borretsch, der in die Frankfurter Grüne Soße gehört *autsch. Und dieselbe Dame empfahl den Hohen Wiesenknopf (Neophyt) für den Naturgarten, weil sie ihn mit dem Großen Wiesenknopf (heimische Wildform) verwechselt hat und Anderes mehr. Man kann sich irren. Das habe ich ja nun selbst gemerkt. Aber es ist schon ein bisschen blöd, dass immer mehr Leute auf YouTube Videos über ihren Naturgarten zeigen, die herzlich wenig Ahnung haben. Es ist halt im Moment ein absoluter Hype.

Nebenan steht noch die Rotlaubige Blasenspiere (Physocarpus opulifolius ‚Diabolo‘), die nach der Blüte als Nächstes unbedingt zurückgeschnitten und ausgelichtet werden muss. Das ist sonst der nächste Strauch, der total vergreist. Allmählich lerne ich dazu.

So richtig schön sieht es im Garten gerade nicht aus. Auch Insekten sind bei diesem Wetter eher Fehlanzeige. Ein Lichtblick aber immerhin die Bauernpfingstrosen, die nun langsam ihre Blüten öffnen.

So, dieser zweite Beitrag heute war eigentlich nicht geplant, aber der Ex-Duftschneeball hat das wohl initiiert. Und soll ich euch was verraten? Es ist 18:40 Uhr und die Sonne scheint! Ob sich die Eisheiligen da gerade verabschieden? So oder so, ich wünsche euch ein schönes Wochenende.



Toll, dass Du auch bei dem Wetter fleißig warst. Ich hab den feuchteren Boden nur zum Röppen von Unkraut mal genutzt. 😉 Aus heutiger Erfahrung würde ich keinen Baum mehr nah an die Nachbarsgrenze setzten. Und er wächst ja doch recht schnell und hoch. Du findest sicher eine Lösung. Liebe… Weiterlesen »
Ich denke noch darüber nach, aber gegen Baum an dieser Stelle bin ich inzwischen auch.
Liebe Elke,
es ist manchmal nicht so einfach, Pflanzen wieder auszubuddeln und das Wetter hat nicht dazu beigetragen, das es einfacher wurde. Wir sind am Freitag auch in so einen Hagelschauer gekommen, glücklicherweise saßen wir gerade im Auto.
Sehr schade um den Schneeball, der war wirklich wunderschön.
Liebe Grüße,
Claudia
Obwohl ich Graben angenehmer finde, wenn die Erde nicht so knochentrocken ist. Wir haben eine sehr lehmige Erde, die ist, wenn komplett trocken, oben teilweise wie Beton.
da hast du ja kräftig gekämpft 😉 meine Tochter hat ein Kirschlorbeer ausgemacht sie hat ein kleies Stück Grün vor dem Haus dass sie bepflanzen möchte wir waren da am Freitag noch mal im Gartenmarkt sie hat sich eine Harlekinweide ausgesucht und will drunter Stauden setzen ich bin auch hinter… Weiterlesen »
Nix Schafskälte – es reicht 🤬. Na, wenigstens scheint heute Morgen mal die Sonne. Ich könnte wirklich mal wieder einen Spaziergang machen.
Liebe Elke Also bei uns haben sich die Eisheiligen noch nicht verabschiedet, es ist nach wie vor eher kühl! Dein Garten ist wunderschön und scheint weitläufig zu sein und das gibt einiges an Arbeit. Ich finde es aber schön, wenn man draussen im Garten buddelt, da sieht man, was man… Weiterlesen »
Hoppla, zweimal Edith. Jetzt habe ich erstmal gestutzt. Danke für deinen Kommentar. Ja, das mit den YouTube-Videos war auch heute noch einmal mein Thema.
Tapfer, tapfer, und der Fleiß wird doch immer belohnt. Selbst beim Betrachten am Bildschirm haben auch wir unsere Freude. Schöne Blicke, Farben, und Grünes auch.
Hagel hatte ich auch abbekommen, konnte nicht ausweichen auf’m wichtigen Weg zu Terminen. Bin aber noch heile.😬😅
Guten Samstach Dir! 😍
Liebgruß
Tiger
🐯
Das ist das Wichtigste, dass du heil geblieben bist, liebe Rita.🥰
Liebe Elke, du bist ja echt nicht zu bremsen, aber ich kenne das ja auch von früher. Wegen der Gespinstmotte wäre ich da auch vorsichtig – hinsichtlich Nachbar. Ich habe zwar an der Traubenkirsche noch keine gesehen, aber gelesen, dass sie sogar ihre eigene Gespinstmotte hat. Schöne Bilder aus dem… Weiterlesen »
Eine kleine Raupe, die durchaus von der Gespinstmotte sein könnte, habe ich schon erwischt. Zwei Blätter waren bereits angefressen. Ich habe mir das gestern Abend nochmal durch den Kopf gehen lassen und werde die Traubenkirsche nicht dorthin pflanzen. Da ist sowieso schon wenig Platz, seit ich vor ein paar Jahren… Weiterlesen »
Liebe Elke, wenn ein Garten in die Jahre kommt, bleibt es nicht aus, dass man was erneuern muss. Mich wundert nur, dass das Ballentuch vom Duftschneeball nach all den Jahren noch nicht verrottet ist. Scheint sehr haltbar zu sein. Deine Befürchtung, dass die Traubenkirsche zu groß werden könnte, kann ich… Weiterlesen »
*lach*, ja, auch das kann dann wieder passieren: ‚puh, viel zu heiß und zu trocken’🤣. Das mit dem Gewebe wundert mich auch. Normale Jute war das bestimmt nicht; da war sicher eine Kunstfaser mit drin. Ich erinnere mich mit Schrecken an die Zeit, als mein Mann mal Reste eines Teppichbodens… Weiterlesen »
Liebe Elke, in einem großen Garten ist immer was zu tun, das kommt mir so bekannt vor. In den letzten Tagen war Gartenarbeit nicht gerade so angenehm. Am besten man gestaltet sich seinen Naturgarten ohne Buchempfehlungen, die Pflanzen wissen es selbst wo es ihnen gefällt und sie bleiben möchten. Das… Weiterlesen »
Also ganz so einfach ist es ja doch nicht. Sonst hätte ich vermutlich nur Gänseblümchen im Garten.
Aber – heute kann ich dir sagen, welche Maschine der Große fährt. Es ist eine Indian 116, irgendwas mit Chief davor.
Da können sich aber auch viele andere Pflanzen ansiedeln, wie sollte sonst in meinem Garten plötzlich ein Seifenkraut ansiedeln? Das hatte ich nie angepflanzt, wie viele andere Pflanzen ebenfalls. Vielleicht fliegen die Wildpflanzen im Dorf üppiger als in der Stadt. Bei dem Motorradtyp deines Sohnes musste ich erst mal nachlesen,… Weiterlesen »
Das glaube ich gern. Also, wenn du die Motorräder im Moment sehen würdest (Flo hat Fotos geschickt), dann sehen die gerade alles andere als gepflegt aus. Kein Wunder bei dem Wetter. Aber grundsätzlich hast du recht. Wie kommt es, dass du ein so großes Herz für die Biker hast? Das… Weiterlesen »
Weil es sehr nette Menschen sind und weil sie ihre Maschinen kennen, pflegen und wissen, wie man richtig gut damit unterwegs ist und nicht nur rasen wie manche Angeber. Naja, wenn man unterwegs ist , gibt es nicht immer ausreichend Zeit zur Pflege.
Lieber Gruß
Edith
Es waren Fotos vom zweiten Abend nach sechs Stunden Dauerregen und über die Alpen.