Das Wetter meine ich, was auch sonst? Wir haben ein Sonne-Wolken-Gemisch und immer mal Regen. Der ist vor allem in der Nacht willkommen, aber auch tagsüber nehme ich ihn immer noch dankbar entgegen. Der Garten erholt sich ein wenig – vor allem das „Unkraut“ – ist eh klar. Im Vorgarten blühen inzwischen die ersten Herbstanemonen. Die unter der Tanne hinten im Garten habe ich gestern erstmal freigeschnitten. Die Blüten wurden von den eigenen Blättern und auch den Farnen etwas bedrängt.

Heute bin ich im Teich rumgestiefelt und habe am inneren Teichrand den verblühten Frauenmantel zurückgeschnitten. Das war längst überfällig. Außen war ich schon früher dran und dort sind auch schon wieder neue grüne Blätter nachgewachsen. Auch das Zebragras, das ich an anderer Stelle ausgegraben, und von dem ich nur einen winzigen Teil wieder eingepflanzt habe, macht sich schon wieder ganz gut.

Über und rund um den Teich waren zwei Blutrote Heidelibellen unterwegs, ein Männchen (etwas dunkler rot) und ein Weibchen. Die im Fliegen zu fotografieren ist immer eine Herausforderung.


Hier fliegt die weibliche Blutrote Heidelibelle (Sympetrum sanguineum), auf dem nächsten Bild sitzt sie auf einem toten Hartriegelzweig.

Vielleicht muss ich mich aber auch korrigieren. Bei genauem Hinsehen, vor allem am PC bei weiterer Vergrößerung, erkennt man, dass die Beine nicht rein schwarz sind, sondern feine gelbe Streifen aufweisen. Das wäre dann eher ein Merkmal der sonst praktisch gleich aussehenden Großen Heidelibelle (Sympetrum striolatum.) Aber ich glaube, das ist was für Spezialisten.

Meine Muskateller-Salbeipflanzen fanden diesen Hitzesommer auch nicht berauschend. Beide waren eine ziemliche Enttäuschung. Der Kräftigere, den ich erst kürzlich zurückgeschnitten habe, treibt neu aus. Aber auf neue Blüten darf ich vermutlich nicht mehr hoffen. Jetzt gehn wir doch allmählich schon auf den Herbst zu.

Verwundert hat mich, dass dieser Sommer offenbar der Schafgarbe zu heiß war. Von der Gewöhnlichen Wiesenschafgarbe (Achillea millefolium) haben wir ganz viel in der Wiese. Und weil unsere Wiese ja kaum noch echtes Gras enthält (also absolut kein gepflegter Rasen mehr ist), ist es normalerwiese sehr schön, über die gefiederten Blättchen zu laufen, die einen richtigen Teppich ergeben. Auch das ist in diesem Sommer fast alles vertrocknet. An einigen Stellen hat etwas überdauert und blüht nun sogar.


Das war’s soweit für heute. Aus Igelhausen gibt es nichts Neues. Die Hoffnung auf Igelbabies habe ich fast aufgegeben. Aber das ist vielleicht Unsinn. Der von mir beobachtete „Nestbau“ liegt erst 18 Tage zurück. Wann danach eine mögliche Geburt erfolgte, kann ich nicht abschätzen. Bis Igelbabies ihr Nest verlassen, dauert es jedenfalls gut einen Monat. Das hätte also auf jeden Fall noch Zeit. Mit dem Zufüttern bin ich inzwischen verunsichert. An sich sollte man es wohl eher nicht tun. Aber was gibt es denn für die Igelmütter derzeit in der Natur an „Proteinquellen“? Ziemlich wenig, würde ich meinen. Was nachts herumläuft und ich auf der Wild-Cam sehe, ist irgendein Igel. Ob das die nach der Geburt wiedererschlankte Igelin ist, weiß ich einfach nicht. Was würdet ihr denn machen? Im Moment biete ich Igelfutter nur jede zweite Nacht an, auch nicht sehr viel. Wasser natürlich immer.



Liebe Elke, die Anemonen-Blüte sieht fantastisch aus. So schön habe ich schon lange keine mehr gesehen. Auch sie haben unter dieser enormen Hitze sehr gelitten. Ich hatte in diesem Jahr auch mit einigen Verlusten zu kämpfen. In Töpfen ist das eben noch schwieriger als im Garten. Bei deinem Igel-Problem kann… Weiterlesen »
Hallo Elke,
dem Muskateller-Salbei hätte ich mehr zugetraut an Hitzerverträglichkeit.
Miene Herbst-Anemonen sehen seit dem Regen wieder zufriedener aus, sie musste ich auch viel wässern bei der Trockenheit.
VG
Elke